Dimitri Schostakowitsch zum 35. Todestag

Zu Ehren des heutigen Schostakowitsch-Jubiläums hier eines der Lieblingsstücke meines Sohnes Antonio, nämlich der zweite Satz aus Dimitri Schostakowitschs 10. Symphonie:



Und hier dirigiert Antonio selbst (das Video war bereits vor einem guten Jahr
in meinem Blog zu sehen):




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Das Geheimnis liturgischer Erneuerung

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Aus einem Interview mit dem Präfekten der römischen Gottesdienstkongregation, Kardinal Llovera (Quelle: Die Tagespost/kath.net):

Was empfehlen Sie den Jugendlichen, die neugierig auf die alte Messe sind?

Kardinal Antonio Cañizares Llovera: Die Jugendlichen müssen im Geist der Liturgie erzogen werden. Es wäre ein Fehler, sie auf die eine oder die andere Form in einer polemischen Weise festzulegen. Sie müssen an die Anbetung herangeführt werden und an den Geist des Mysteriums. Ihnen soll der Lobpreis und die Danksagung vermittelt werden – und das Ganze, was die liturgische Feier der Kirche durch die Zeiten ausgemacht hat.

Heute fehlt es den Jugendlichen vor allem an liturgischer Bildung – unabhängig von der Form, die sie besonders verteidigen. Das ist die große Herausforderung für die nahe Zukunft, auch für die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenlehre. Wir brauchen heute eine neue liturgische Bewegung, so wie es sie im 19. und 20. Jahrhundert gab. Dabei geht es nicht um die eine oder um die andere Form, sondern um die Liturgie als solche.

Und wie kann diese neue liturgische Bewegung Wirklichkeit werden?

Kardinal Antonio Cañizares Llovera: Wir brauchen eine neue Einführung in das Christentum. Auch für Kinder und für Jugendliche. Eine Einführung in die Liturgie besteht nicht nur darin, etwas über die Zelebration zu wissen, obwohl das natürlich unerlässlich im theologischen und doktrinellen Sinne ist. Jugendliche und Kinder sollen an sehr würdig gefeierten Liturgien teilnehmen, die ganz durchdrungen sind vom Mysterium Gottes und sich der Einzelne mit einbezogen weiß. Aktive Teilnahme bedeutet nicht, etwas zu machen, sondern in den Lobpreis und in die Stille einzutreten, in das Hören und auch in das Bittgebet und in all das, was Liturgie wirklich ausmacht. Solange das nicht geschieht, wird es keine liturgische Erneuerung geben. Wir müssen uns um hundertachtzig Grad drehen. Jugendpastoral soll ein Ort sein, an dem Begegnung mit dem lebendigen Christus in der Kirche stattfindet. Wo Jesus Christus als jemand von gestern erscheint, ist weder liturgische Bildung noch aktive Teilnahme möglich. Solange das Bewusstsein für den lebendigen Christus nicht wieder erwacht, wird nichts aus der so dringend notwendigen Erneuerung.


Aus persönlicher Erfahrung kann ich diese Aussagen nur bestätigen. Nur die Begegnung mit Priestern und jungen Menschen, die die heilige Messe mit großer Liebe und im Geist der Anbetung feierten, hat mir ermöglicht, die Schönheit der katholischen Kirche und ihrer wunderbaren Liturgie zu erkennen.
Fußballmessen oder Kuschelmessen mit Lesungen aus dem „Kleinen Prinzen“ hätten mir den Blick auf das Wesentliche verwehrt.

Ich verstehe, dass viele Menschen heute nichts mehr mit der Kirche anfangen können oder gar negative Gefühle gegen sie hegen. Das liegt meiner Meinung jedoch daran, dass die meisten – um es mit Fulton Sheen zu sagen – nicht wissen, was sie eigentlich hassen, oder zumindest verabscheuen. Es tut mir oft in der Seele weh, wenn ich Menschen treffe, die noch ansatzweise an Gott glauben, jedoch überhaupt keinen Draht zur Kirche haben. Bevor ich zurück in die katholische Kirche
gefunden habe, hätte ich mich trotz allem als tief religiösen Menschen bezeichnet – nein, „spirituell“ wäre damals wohl eher mein Ausdruck gewesen, um ja nicht in Verbindung mit der Kirche gebracht zu werden (noch davor war ich stolzer Atheist). Aber ich wusste gar nicht, wie weit meine Seele noch von Gott entfernt war – trotz Meditation, Mantra-singen und beten. Nicht dass ich mich jetzt „überlegen“ fühle, aber zufriedener und glücklicher fühle ich mich. Deshalb wundere ich mich auch nicht über den Radiobeitrag von heute morgen, bei dem ich zufällig erfuhr, dass religiöse Menschen statistisch gesehen die glücklicheren Menschen sind.

Die Liturgie der Kirche führt den gläubigen Menschen immer wieder auf das Wesentlichste im Leben zurück: auf die Liebe zu Gott und zu seinen Mitmenschen. Umso wichtiger ist es, dass die liturgische Zerrüttung der vergangenen 40 Jahre ein Ende nimmt und die Menschen allerorts das Recht auf eine schöne, angemessene und würdig gefeierte Liturgie zurückgeschenkt bekommen. Und das, so wage ich zu behaupten, regelt die Natur dank demographischer Gesetzmäßigkeiten von selbst.


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Altersfreigabe für die heilige Messe?

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Meine Frau und ich wurden vor einiger Zeit nach der Messe darauf hingewiesen, dass es besser wäre, unsere Kinder nicht mit zur Kirche zu nehmen, da sie erstens stören würden und sie zweitens überfordert wären. Natürlich gehen wir weiterhin, soweit das möglich ist, zusammen zur Messe, aber so richtig wohl fühlt man sich dann doch nie. Das Ganze erweist sich bei uns auch insofern als schwieriger, dass ich in unserer Pfarrei die Orgel spiele, und somit meine Frau größtenteils mit den zwei Jungs – 2 und 3 Jahre alt – allein ist. Trotzdem kein Ding der Unmöglichkeit. Und wenn die Kinder zu unruhig werden, geht man halt raus, ist ja auch nicht weiter tragisch.

Nun war im vergangenen Monat eine Taufe, bei der die zahlreichen jungen Eltern unseres Dorfes ausnahmsweise auch mal erschienen, zusammen mit ihren Kindern, den vielen gleichaltrigen Gefährten unserer beiden Söhne. Welch eine Freude! In einer Kirche, in der die Mehrheit der Besucher, naja, sagen wir mal so, den größeren Teil ihres Lebens schon hinter sich hat, und in der oftmals eine gewisse
Lethargie die Stimmung beherrscht, glucksten, kreischten und lachten nun die kleinen Wonneproppen. Natürlich kann man da nicht so meditativ beten (oder mit offenen Augen schlafen?), wie man es gewohnt ist, aber dafür mischen junge, lebensfreudige Kinderherzen verkrustete und leblose Strukturen wieder auf. Soll ich mich mehr über ein aufgewecktes Kind als über einen alten Menschen aufregen, der eine Verlautbarung des Priesters mit einem über Jahrzehnte eingeübten „Herr, erhöre uns“ beantwortet? Wohl kaum. Beides scheint mir seine Berechtigung zu haben, und über beides sollte man schmunzelnd hinwegsehen können.
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Wie sehr sehne ich mich oftmals während des sonntäglichen Hochamts nach ein klein wenig Kindergeschrei, das die Feier der heiligen Messe „stört“. Es wäre ein Zeichen der Hoffnung, dass unsere Kirchen in 5 bis 10 Jahren nicht ganz leer sein werden, dass wir als gläubige Christengemeinschaft auch in Zukunft gemeinsam unseren Glauben feiern und den Segen Gottes für unser Leben erbitten werden. Ach, Herr, bitte lass uns mit deiner Hilfe den Altersdurchschnitt unserer Pfarrgemeinden drastisch senken; lass die verschiedenen Generationen, vom nuckelnden Baby bis zum zitternden Greis, gemeinsam in deinem Haus versammelt sein!

Verwandte Artikel:

Und hier könnt ihr hören, was ein Priester (von vielen) über dieses Thema denkt:



Aus einem
Vortrag von P. Michael Luxbacher LC, der vor drei Jahren unseren kleinen Antonio getauft hat.


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Kleine Pfingstanekdote

19.00 Uhr, beim Kinder-zu-Bett-Bringen.

Papa: „Ich habe euch so lieb! Die Mama, den Raphael und den Antonio. Ihr seid ein Geschenk!“

Antonio (wird Ende Juni drei): „Ich bin kein Geschenk. Ich bin nicht eingepackt!“

Mama und Papa lachen laut los. Antonio und Raphael freuen sich und lachen mit.

Danke, lieber Gott. Das war ein Geschenk. Und meine Familie ist das größte Geschenk, auch wenn sie nicht eingepackt ist.

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Dankbarkeit

Im Leben gibt’s Höhen und Tiefen. Der heutige Festtag war ein einziges Hoch. Meine Jungs waren begeistert, dass ich heute nicht arbeiten musste und viel Zeit für sie hatte. Letztes Jahr wurde bei den Iannis der Vatertag ja einen Tag nach hinten verschoben. Heute wurde ich allerdings gleich mit einem leckeren Frühstück und schönen Geschenken begrüßt. Welch eine Freude! Antonio und Raphael haben ein paar schöne Bilder für ihren Papa gemalt und meine liebe Martina hat mir einen schönen Bilderrahmen mit vielen süßen Fotos unserer kleinen Familie gebastelt.

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Ich liebe diese Tage, an denen man nach einem gemütlichen Frühstück und Spielen mit den Kindern gemeinsam zur heiligen Messe gehen und Gott Danke sagen kann. Eucharistie feiern eben. Die Sakramente sind und bleiben heilige und unendlich kostbare Geschenke unseres Schöpfers. Wer sie ausschlägt, weil das Gräuel des Kindesmissbrauchs nicht nur von Familienvätern, Onkeln und Lehrern, sondern auch von abgefallenen Priestern verübt wurde und wird, hat die Gnade der Sakramente wohl nie richtig erahnt und angenommen. Obwohl es mich zutiefst schmerzt, dass ein derartig abscheuliches Geschwülst unsere Gesellschaft – in- und außerhalb der Kirche – befleckt und verletzt, wäre es für mich nie ein Grund, mich von Gott und seiner heiligen Kirche abzuwenden. Kurzum, ich war heute wieder einmal glücklich, katholischer Christ sein zu dürfen und die Gemeinschaft mit Gott und meinen Mitmenschen in der Kirche zu erfahren.

Am Nachmittag bereitete mir mein fleißiger Tonmeister aus Wien,
Marco Battistella Jr., noch eine große Freude, als er mir weitere hervorragend bearbeitete Aufnahmen für meine neue CD zukommen ließ. A propos CD: gestern habe ich die ersten Fotos zugeschickt bekommen, die auch anlässlich der „Night Prayers“ entstanden sind. In meinem Posterous-Blog habe ich ein paar Bilder veröffentlicht. Jetzt bleibt zu hoffen, dass meine Musik den Weg zu meinem Wunsch-Label und damit zu vielen Menschen finden wird.

Aber zurück zu den Kindern: nun schlafen sie friedlich und selig in ihren kleinen Kinderbettchen. Der Anblick dieser unschuldigen und unendlich Liebe-bedürftigen Kinderseelen berührt Saiten in mir, die ich erst als Vater entdecken durfte. Es sind intensive Gefühle, die mein Herz bewegen. Musik bringt sie wohl am allerbesten zum Ausdruck. Doch auch die Sprache kennt ein Wort, das diese Stimmung wunderbar zusammenfasst:

Dankbarkeit.


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Mund halten…

…wenn der Dirigent spricht!

Kennt ihr solche Tage? Da bringt euch die geringste Kleinigkeit auf die Palme? Nun ja, manche Menschen gehen besser mit ihren Emotionen um als andere. Der Dirigent in diesem Video gehört eher zu den anderen:



P.S.: Dank an Marcel für das Video!


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Die etwas anderen Worte des Engels

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Mehrstündige Autofahrt. Nachdem wir Mozarts Zauberflöte mit den Kindern gehört haben, ist nun das Weihnachtsoratorium dran. Während des wunderbaren instrumentalen Pastorales der Hirten zu Beginn der zweiten Kantate erkläre ich Antonio, meinen ältesten, zweieinhalbjährigen Sohn, dass nun bald der Engel kommt und singen wird: „Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude! Denn heute ist…“ Die Fortsetzung „…euch der Heiland geboren“ spreche ich nicht aus. Da Antonio die Weihnachtsgeschichte mittlerweile sehr gut kennt, warte ich darauf, dass er die Verkündigung des Engels vollendet. Raphael, unser Kleiner, ist von Bachs wunderbarer Weihnachtsmusik bereits in den Schlaf gewogen worden.

Ich also: „Denn heute ist…“ - Antonio stolz: „…heute ist Montag!“ (ein Satz, den er wohl irgendwann aufgeschnappt hat). Ich: „Ja, aber heute ist…“ - Meine Frau: „Er hat recht, heute ist Montag.“ Martina und ich lachen. Antonio lacht herzlich mit, es ist ja schließlich schön, wenn Mama und Papa sich freuen, auch wenn man als Kind den genauen Grund nicht kennt.

Kinder haben einfach mehr Durchblick als Erwachsene. Gestern
war Montag. Und ein schöner dazu.

Herkunft des Bildes: Heiligenlexikon.de


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1000 Kinder retten

Habt ihr schon von 1000plus gehört? Es handelt sich um ein relativ junges Projekt, das zum Ziel hat, in den kommenden Jahren mindestens 1000 schwangeren Frauen im Schwangerschaftskonflikt dabei zu helfen, sich für die Geburt ihres Babys zu entscheiden.

1000plus hat auch
ein eigenes Blog, das ihr sicher in eure Blogroll aufnehmen möchtet, und ist zusätzlich über Twitter und Facebook sehr engagiert. Hinweisen möchte ich auch auf die wunderschönen und raffiniert gestalteten Poster, die man frei downloaden und verbreiten kann.

Die Macher des Projekts verzichten bewusst auf Aussagen religiöser Natur, was 1000plus zum Ansprechpartner auch für jene macht, die verwandten, explizit christlichen Hilfsorganisationen gegenüber Vorbehalte hätten.

Die Botschaft ist jedoch immer die gleiche:

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Oder wie auf der Seite von
Die BIRKE e.V., einer ähnlich ausgerichteten Organisation, zu lesen ist:

Die BIRKE berät immer auf das Leben hin. Deshalb wurde noch nie einer Frau zu einer Abtreibung geraten und auch noch nie ein sog. Beratungsschein ausgestellt.
Dahinter steht die Erkenntnis, dass nie das ungeborene Kind die Konflikte der Frau verursacht. Weil es für diese Konflikte jedoch nur im Leben eine Lösung geben kann, zieht die BIRKE die Option einer Abtreibung gar nicht erst in Erwägung. Stattdessen sucht und findet die BIRKE Lösungen, damit jede Mutter ihr Kind bekommen kann. Ziel ist es, Probleme abzutreiben, keine Kinder.

Also: bitte weitersagen und 1000plus merken, falls ihr mal mit Frauen zu tun habt, die sich (noch) nicht auf ihr Kind freuen können. Ich bin sicher, dass 1000plus das Ziel erreichen wird und bete dafür, dass es im Laufe der Jahre noch viel, viel mehr als 1000 Babys vor der Abtreibung retten wird!


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Familienspaziergang am Sonntag

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Leider habe ich unter der Woche nicht sehr viel Zeit für meine Familie, ein Phänomen, das sicher viele Berufstätige kennen. Aber der Sonntag, der Sonntag ist meiner Familie vorbehalten (wenn nicht ausnahmsweise mal ein Konzert auf den Tag des Herrn fällt). Ich empfinde diesen (ursprünglich ersten) Tag der Woche als großes Geschenk, da er mir erlaubt, mich wieder ganz auf das Wesentliche auszurichten, auf das, was mir Kraft für alles Tun unter der Woche gibt. Im Letzten kommt dieser Antrieb aus der Liebe zu den Menschen, die mir am nächsten stehen und aus der Liebe zu Gott, Der uns in Seiner unendlichen Liebe so überreich beschenken möchte.

Ein Gebot ist viel mehr als ein Verbot: die Gebote Gottes sind Wege der Gnade, die unserem Menschsein Würde und Sinn verleihen und unsere Seelen für die Gnade Gottes empfänglich machen. Das dritte Gebot besagt: „Du sollst den Tag des Herrn heiligen“. Ich möchte auf diese Worte hören, und Christus, den König der Könige, in der heiligen Messe verehren und Ihn bitten, in meinem Leben und in meinem Herzen zu herrschen, denn Gott allein gebührt alle Herrlichkeit und Ehre!

Der Sonntag ist ein wunderbarer Tag, und kein Sonntag soll vergehen, an dem ich meine Kinder und meine Frau nicht zum Lachen gebracht habe, kein Sonntag, an dem ich meinen Lieben nicht meine Liebe gezeigt habe, kein Sonntag, an dem ich nicht mein Herz voll Dankbarkeit in Gottes gütige Hand gelegt habe… Denn Gottes Liebe schenkt uns mehr Glück als unser Herz fassen kann.


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Das Kreuz in meinem Klassenzimmer

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Das Kruzifix-Urteil des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs hat für reichlich Aufsehen gesorgt. Soweit ich weiß, gibt es in Luxemburg schon lange keine Kreuze mehr in Klassenzimmern. Zumindest in Musikschulen nicht. In meinem Klassenzimmer, in dem ich leidenschaftlich gern meine Schüler unterrichte, hängt allerdings ein schlichtes Kruzifix. Ich weiß, dass es nicht jedem gefällt, aber bisher hat niemand sich darüber beschwert.

Meine Klavierschüler und ihre Eltern dürfen es positiv sehen: wenn ich auf das Kreuz schaue (und das tue ich oft), werde ich an meine christlichen Grundwerte erinnert, und die sind auch beim Unterrichten, das einen großen Teil meiner Zeit ausfüllt, wichtig. Ich bekomme also bei jedem Blick aufs Kreuz einen neuen Motivationsschub, mich mit Hingabe meinen Schülern zu widmen und sie als ganze Menschen (nicht nur als „Schüler A, B, C“!) zu sehen. Ich weiß, Jesus ist da, auch im Klassenzimmer, und Er hilft mir, die richtigen Worte und das richtige Maß zu finden. Der Heiland segnet mich und meine Schüler. Folglich genießen meine Schüler dadurch einen besseren Unterricht, als wenn das Kreuz nicht dort hinge.

Das sind Gedanken, die vielleicht nicht jeder nachvollziehen kann, aber seid versichert: sie sind ernst gemeint - das Kreuz hat eine positive Ausstrahlung auf eine Schulklasse. Als Bürger eines christlichen Europas und eines christlichen Luxemburgs möchte ich weiterhin das Recht behalten, ein Kreuz in meinem Klassenzimmer zu haben. Sollte jemand sich daran stören, kann er es einfach wie den Kalender oder das Bild meiner Kinder an der Wand ignorieren.

Laut
Kruzifix-Umfrage auf „Die Presse.com“ scheint eine große Mehrheit eh für das Kreuz in Schulklassen zu sein. Wer sie noch nicht kennt, der mag die 12 Thesen für das Kreuz im öffentlichen Raum lesen (gefunden bei Europe4Christ):

1. Das Recht auf Religionsfreiheit kann nur seine Ausübung bedeuten – nicht die Freiheit von Konfrontation. Sinn der Religionsfreiheit ist es nicht, eine Gesellschaft zu schaffen, die religionsfrei ist.

2. Kreuze zu demontieren ist eine Verletzung auf derselben Ebene, wie es das Anbringen des Kreuzes für die Atheisten ist.

3.Die leere weiße Wand ist auch eine ideologische Aussage – vor allem dann, wenn sie vorher jahrhundertlang nicht leer war. Ein „wertneutraler“ Staat ist eine Fiktion, die oft propagandistisch benützt wird.

4. Ein angebliches Recht, nicht mit religiösen Inhalten konfrontiert zu werden, kann also nicht stärker sein als das Recht zur freien Religionsausübung.

5. Die Staaten, welche Europäische Menschenrechtskonvention unterzeichnet haben, verstanden unter dem „Recht auf Religionsfreiheit“ mit Sicherheit nicht eine „Freiheit von Religion“.

6. Juristen sprechen von der „slippery slope“ (Achtung Glatteis!): Wehret den Anfängen! Heute sind von dem Bildersturm Institutionen betroffen, morgen das Halsketterl außerhalb meiner Wohnung!

7. Statt religiöse Intoleranz zu bekämpfen, wird die Religion in Form ihrer Symbole bekämpft.

8. Man kann nicht politische Probleme bekämpfen, indem man die Religion bekämpft.

9. Antireligiöser Fundamentalismus macht sich zum Komplizen religiöser Fundamentalismen indem er sie durch Intoleranz provoziert.

10. Das Christentum drängt seiner Natur gemäß nach außen – es kann sich niemals als Privatsache abtun oder ins Ghetto sperren lassen!

11. Die betroffene Bevölkerung möchte mehrheitlich die Kreuze behalten! Es ist auch demokratiepolitisch problematisch, Einzelinteressen so eklatant den Vorrang einzuräumen.

12. Das Kreuz ist das Logo Europas. Es ist ein religiöses Symbol, aber doch wesentlich mehr als das.



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Kinder und die heilige Messe

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Über Pater Recktenwalds Fundgrube kath.info bin ich auf das folgende starke Zitat gestoßen:

„Es ist einer der Hauptirrtümer zu glauben, dass es eigene Kinder- oder Familiengottesdienste geben müsse. Es gibt ja auch keine Kinderflugzeuge, Kinderstraßenbahnen und so weiter. Die Kinder können ganz normal am Glaubensleben der Eltern und Erwachsenen teilnehmen. Dadurch, dass man die Kinder ausgliedert und ihnen gleichsam Reservate zuweist, geschieht in Wirklichkeit eine verhängnisvolle Desintegration. Und dieses Problem begegnet uns besonders in Kinder- und Familiengottesdiensten. Ich plädiere daher dafür, dass Kindern die Messe erklärt wird und sie zusammen mit den Erwachsenen am Gottesdienst teilnehmen; sie sich genauso wie die Erwachsenen von der Heiligkeit Gottes berühren lassen. Auf diese Weise überwinden wir die Desintegration und erleben die Kontinuität der Geschichte Gottes mit seinem Volk. Wir haben denselben Gott für Kinder, Erwachsene und Alte. Liturgie und Pastoral dürfen nicht miteinander verwechselt werden. Die liturgischen Formen sind so reich, dass sie jeden ansprechen können.“

Prof. Dr. Albert Richenhagen, Professor für Musiktheorie an der Universität der Künste in Berlin, in einem sehr lesenswerten Interview mit Hinrich Bues in der Tagespost vom 10. Juli 2008.

Als Vater von zwei Kleinkindern mache ich mir öfter Gedanken über den sonntäglichen Messbesuch mit der Familie. Neulich machte jemand mir die Bemerkung, ich sollte meine Kinder doch lieber nur zu Kindergottesdiensten mitnehmen, da sie bei den Messen stören. Nun darf man nicht meinen, dass Antonio und Raphael durch die Kirche rennen oder die ganze Zeit plappern, brüllen, weinen. Nein - aber freilich sind kleine Kinder auch nicht eine ganze Messe lang still, es sei denn, sie schlafen friedlich, und das kommt ab einem gewissen Alter nicht mehr so oft vor.

Ich plädiere dafür, dass junge Familien den Messbesuch nicht säumen, nur weil sie meinen, ihre Kinder seien noch zu klein, oder schlimmer, die Kinder sollten nur in „Kindergottesdienste“ mitgenommen werden. Kinder entwickeln im frühesten Alter einen Sinn für das Heilige, und ich durfte oft erleben, wie die verschiedenen Abschnitte der Messe kleine Kinder tief beeindrucken. Ein Mönch erzählte mir mal, dass seine Berufung auch dadurch gewachsen sei, weil er von klein auf jede Woche mit in die heilige Messe
durfte. Genau: Kinder haben ein Recht auf die heilige Messe, und die Eltern haben die Pflicht, zumindest an Sonntagen einer Messe beizuwohnen, auch wenn die Andacht vielleicht nicht mehr ganz so groß ist wie ehemals ohne Kinder. Dafür sind die Gnaden nicht weniger gering.

Deshalb mein beherzter Zuruf an alle junge Familien mit Kleinkindern: geht zur heiligen Messe und lasst den Sonntagsgottesdienst zu einem zentralen Mittelpunkt für eure Familie werden! Jesus, Maria und Josef, erleuchtet uns, helfet uns, rettet uns!


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Antonios Abendgebet

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Lange habe ich überlegt, ob ich diese kleine private Aufnahme auf meinem Blog veröffentlichen soll oder nicht. Ich bin zum Schluss gekommen, dass sie vielleicht junge Eltern motivieren kann, täglich mit ihren Kleinen vor dem Schlafengehen (und natürlich auch tagsüber) zu beten. Dann hätte sich das Einstellen auf jeden Fall gelohnt! Ansonsten denke ich, dass das Gebet mit meinem Zweijährigen meinem Leser wohl ein Lächeln auf die Lippen zaubern wird. Auch das ist ja schön. Den Text des bekannten Abendgebets habe ich vor einiger Zeit schon gepostet.

Jeden Abend entwickelt sich das Beten zu einem kleinen Abenteuer, auf das Antonio und natürlich auch sein Papa sich freuen. Beispielsweise hat Antonio an diesem Abend großen Spaß mit dem ersten Vers, „bevor ich mich zur Ruh begeb“, das ihn – so vermute ich wenigstens – klanglich an den „Gruben“ aus „Hoppe Reiter“ erinnert. Etwas später jammert er ein wenig über seine verstopfte Nase, um sich aber umgehend wieder ganz auf das Ritual einzulassen, das ihn Abends immer (meistens…) ganz friedlich werden lässt. Etwas später reißt ihn plötzlich ein Heißhunger aus dem Gebet. Doch auch den vergisst er schnell wieder. Nach dem „Amen“ wird eine kurze Geschichte erzählt oder wir kucken hüpfende Schafe auf dem iPod. Noch ein bisschen kuscheln, und schon hat der Schlaf das müde Kindlein eingeholt…

Antonios Abendgebet by davidianni


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Abendsegen

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Eine Musik, bei der mir immer wieder wohltuende Schauer über den Rücken krabbeln, ist die Kinderoper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck. Eigentlich wollte ich vorgestern darüber gebloggt haben, da der 27. September der (heuer 88.) Todestag dieses wunderbaren Komponisten ist. Doch auch heute scheint mir ein guter Anlass zu sein, feiern wir doch das Fest der heiligen Erzengel Michael, Gabriel und Raphael. Und am 2. Oktober, also am kommenden Freitag ehrt die Kirche unsere heiligen Schutzengel.

Heute Vormittag habe ich ein liebevoll gemachtes Musikvideo auf YouTube gefunden, in dem der berühmte „Abendsegen“ aus „Hänsel und Gretel“ mit hübschen Schutzengelbildchen unterlegt wurde:



Musikalisch besser gefällt mir die Klassiker-Version mit Elisabeth Schwarzkopf und Elisabeth Grümmer unter Herbert von Karajan:



Ebenfalls schön interpretiert, je nach Geschmack jedoch vielleicht etwas zu kitschig aufgezogen, ist die Weihnachtskonzertfassung von Renée Fleming, in der die Altstimme von mehreren Sängerknaben gesungen wird:



Besonders reizend ist freilich diese Version mit zwei kleinen Jungs als Solisten. Zu was Kinder alles fähig sind, wenn man sie fördert! Gut, der Schluss ist etwas schrill, aber das wird jeder den kleinen Wonneproppen nachsehen, hoffe ich. :)



Anhören solltet ihr euch auf jeden Fall auch die fantastische Ouvertüre zur Oper:



Und zu guter Letzt noch das Gebet zum Mitbeten (sollte es noch nicht bekannt sein):

Abends wenn ich schlafen geh,
Vierzehn Engel bei mir stehn,
Zwei zu meiner Rechten,
Zwei zu meiner Linken,
Zwei zu meinen Häupten,
Zwei zu meinen Füssen,
Zwei die mich decken,
Zwei die mich wecken,
Zwei die mich weisen
In das himmlische Paradeischen.

Eine gesegnete Nacht!


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Antonio in der Beichte

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Nein, natürlich war Antonio noch nicht beichten. Ob es allerdings erlaubt ist, dass ein Zweijähriger seinem Papa beim Beichten zuhört, weiß ich auch nicht, aber da Mama (die nach mir gehen sollte) mit dem kleinen Raphael gerade ziemlich beschäftigt war, beschloss ich kurzum, Antonio einfach mitzunehmen. Der Priester, ein gutmütiger alter Herr, den ich sehr schätze, hatte kein Problem damit, und so durfte mein Ältester sich in die Ecke auf einen Stuhl setzen, während ich mich vor das Beichtgitter hinkniete.

Antonio ist ein sehr quirliges Männlein, wie manche von euch vielleicht
hier schon gesehen haben. Doch in diesem heiligen Moment schaute der kleine Mann so gebannt und mucksmäuschenstill zu, dass ich ihn bald ganz vergaß. Kinder haben eben ein Gefühl für das Sakrale. Er schien zu verstehen, oder zumindest zu spüren, dass das Gespräch zwischen seinem Papa und dem Priester sehr wichtig sein musste.

Nach der Absolution spähte ich dann doch mal nach rüber, um nach Antonio zu schauen. Ich weiß nicht, wer mehr beeindruckt war - er über das merkwürdige „Beten“ des Papas vor diesem Gitter mit dem Priester dahinter oder ich über sein ehrfürchtiges Staunen ob des gerade Erlebten.

Kinder lassen einen das Leben in jeder Hinsicht neu entdecken, und dafür danke ich Gott!


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Urlaub!

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Morgen ist es soweit: für ganze 4 Wochen bin ich mit meiner kleinen Familie unterwegs. Auf „Gott sei Dank“ wird sich in dieser Zeit wohl nicht so viel tun. Vielleicht schicke ich mal einen Gruß aus Ars oder aus Heiligenkreuz oder von sonst einem der schönen Orte, wo wir mit Gottes Gnade Kraft tanken werden. Ich hoffe nur, dass die Reise mit zwei Kleinkindern nicht in Stress ausarten wird.

Zur Verdeutlichung stelle ich euch eine kurze Aufnahme von Antonio vor (gerade 2 geworden), wie er –
Gustavo Dudamel beobachtend – den 2. Satz aus Schostakowitschs 10. Symphonie dirigiert. Mein Sohn hat Temperament. Allein das Zuschauen kann anstrengend sein.



Gott sei Dank ist Antonios kleiner Bruder Raphael sehr, wirklich sehr viel ruhiger. Die Situation ist für die Eltern also noch zu meistern. Der kleine Schatz krabbelt übrigens unten neben dem Dirigenten und taucht im Video auch mal kurz auf, fällt aber im Gegensatz zu Antonio kaum auf. Auch ein wilder Schostakowitsch hindert ihn nicht daran, seelenruhig mit seinen Bauklötzen weiter zu spielen.

Ähnlicher Beitrag: Kinder und klassische Musik


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Frisch in die neue Woche

Bei meinen Kleinen klappt es zwar nicht, aber die Babys im Video werden sichtlich munter durch dieses Wasser:




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Mein zweiter Vatertag

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Gestern durfte ich zum zweiten Mal Vatertag feiern. Da Christi Himmelfahrt natürlich wichtiger ist, dachte meine liebe Frau, es wäre wohl besser, den Vatertag zu vergessen und erst heute mit den Jungs ein Geschenk für Papa zu kaufen. Danke, lieber Antonio und lieber Raphael. Jesus segne euch!
Raphael









Unser Gute-Nacht-Gebet:

Bevor ich mich zur Ruh begeb,
zu dir, o Gott, mein Herz ich heb'
und sage Dank für jede Gab',
die ich von dir empfangen hab.
Antonio

Und hab ich heut missfallen dir,
so bitt ich dich, verzeih es mir.
Dann schließ ich froh die Augen zu;
es wacht ein Engel, wenn ich ruh.

Maria, liebste Mutter mein,
o lass mich dir empfohlen sein.
Dein Kreuz, o Jesus, schütze mich
vor allem Bösen gnädiglich;
in deine Wunden schließ mich ein,
dann schlaf ich sicher, keusch und rein.

Amen.


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Mit Maria auf Christus schauen

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Am kommenden Wochenende wird P. Maximilian Heim OCist bei uns zu Gast sein, um über das schöne Thema „Mit Maria auf Christus schauen“ zu referieren, mit uns zu beten und unsere Pfarrei der Muttergottes zu weihen. Falls jemand meiner werten Leser nicht zu weit weg wohnt und noch nichts vorhat: schaut doch mal bei uns vorbei! Auch für Kinder und Jugendliche ist jeweils eine Katechese geplant. Die Vorträge finden in Geichlingen im Pfarrheim statt. Das genaue Programm könnt ihr euch hier anschauen.





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Zum Muttertag

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“A mother is she who can take the place of all others but whose place no one else can take.” - Cardinal Mermillod

Übersetzung: „Eine Mutter kann den Platz aller einnehmen, doch ihr Platz kann von niemandem eingenommen werden.“

Allen Müttern Gottes reichen Segen zum Muttertag!


[via
Fallible Blogma]


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Für Antonio

Das neue Lieblingsstück meines Sohnes Antonio (*24.06.2007). „Pini di Roma“ von Ottorino Respighi. Oder hieß der Komponist doch Walt Respighi?




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Über die Notwendigkeit der Musik

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Vergangenes Wochenende hatte ich das Glück, an einem Seminar des Neurologen und Querflötisten Dr. Prof. med. Eckart Altenmüller teilzunehmen. Dass Musik positive Auswirkungen auf den Menschen haben kann, weiß man intuitiv. Prof. Altenmüller belegt diese Ahnung durch seine ausgiebigen Forschungen mit beeindruckenden Resultaten. Den Inhalt seiner Vorträge kann ich hier nicht wiedergeben, aber seine 8 Argumente für die Notwendigkeit von Musik an unseren Schulen möchte ich kurz erläutern. Sie fassen komprimiert zusammen, wieso Wissenschaftler wie Prof. Altenmüller ihre Forschungen diesem Gebiet widmen.

1. 98% der Menschen sind mit einem Sinn, mit Liebe für die Musik geboren

Die restlichen 2 Prozent leiden wohl unter einer „kongenitalen Amusie” (früher mit dem besser verständlichen Namen „Seelentaubheit“ bezeichnet).

2. Musik ist ein Teil der Kulturen

Prof. Altenmüller legt Wert auf die Mehrzahl, da Musik in allen Kulturen eine wichtige Rolle spielt.

3. Musik lehrt uns das Zuhören

Musikhören muss ein aktiver Prozess sein, wenn man die Musik verstehen will. Sie hilft uns, auch im Leben besser zuzuhören.

4. Musik fordert uns heraus

Will sagen: Musik ist nicht da, um uns glücklich zu machen (natürlich kann sie das auch!), sondern sie kann und soll uns auch verstören, Dinge in Frage stellen, unser Denken herausfordern. So manch eine Biographie wurde schon durch ein kleines Musikstück drastisch umgeschrieben!

5. Musik ist interdisziplinär

Sie vereint verschiedene Disziplinen wie z.B. Dichtung, Mathematik, Architektur und fördert unsere Fähigkeit in Querverbindungen zu denken.

6. Musik macht unser (Innen-)Leben reicher

Wenn Sie zu den 98% gehören, die mit einer Affinität für Musik geboren sind, werden Sie dieses Argument ohne Weiteres bestätigen können!

7. Musik ist eine „Insel“ der Kreativität

Musizieren, aber auch Musikhören, bietet wunderbare Möglichkeiten, die Kreativität auszuleben und auszubauen.

8. Musik ist eine Möglichkeit, der Welt Sinn zu geben
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Der letzte Punkt in Prof. Altenmüllers Argumentation gefällt mir persönlich am besten: Musik kann tatsächlich helfen, die Welt zu erklären und besser zu verstehen. Sie kann Realitäten „aussprechen“, für die die Sprache keine Worte mehr hat. Hier ist natürlich die spirituelle Dimension der Musik gemeint, die ein Bindeglied ist zwischen dem Sicht- und dem Unsichtbaren.

Prof. Altenmüllers neues Buch kann man hier vorbestellen. Danke, lieber Prof. Altenmüller, für die tollen Vorträge!


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Kinder und klassische Musik

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Vor einigen Tagen zeigte mir eine junge Mutter eine CD von Detlev Jöcker, die sie dem Kind einer Freundin schenken wollte. Nach kurzem Hinheinhören musste ich auch schon wieder ausschalten. Muss man Kinder derart unterfordern?

Nichts gegen Jöcker oder sonstige Kinderliedermacher, die sicher viel Liebe in ihre Musik stecken und damit auch viele Kinder (und Eltern) begeistern. Es ist ja schön, ab und zu diese Lieder mit Kindern zu hören, wenn es nicht ausschließlich dabei bliebe. Die Musikgeschichte kennt ja so viel bessere Musik! Zum Beispiel die klassische Musik eines Bach, Mozart, Beethoven, Mendelssohn…

Klar, wenn die Eltern nie einen Zugang zur klassischen Musik gefunden haben, werden sie sie ihren Kindern auch nicht weiter geben. Vielleicht können unsere Kinder jedoch ein Grund sein, dass wir unsere CD-Sammlung um ein paar Klassik-CD’s erweitern. Unsere Liebsten werden es uns danken.

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Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass nicht nur das Musizieren, sondern auch das Musikhören die Entwicklung eines Kindes maßgeblich fördern kann. Ich merke immer wieder, dass meinen beiden Söhnen klassische Musik einfach gut tut. Besonders Antonio, der im Juni 2 Jahre alt wird, liebt es, auf langen Autofahrten z.B. Beethovens Symphonien zu hören. Und es muss nichts Seichtes sein, im Gegenteil, je temperamentvoller, umso besser. Während der enormen Steigerungen im ersten Satz der berühmten Fünften jauchzt er laut lachend mit und wackelt aufgeregt mit seinen kleinen Beinchen - im Takt!

Ich glaube nicht, dass dies ein Zeichen besonderen Talents ist (wobei mich das als Vater natürlich freuen würde), sondern vielmehr, dass Kinder einfach noch derart offen für die direkte und kraftvolle Sprache der klassischen Musik sind, dass sie diese tief mitempfinden können.

Zur Geburt von Antonio habe ich ihm auch Baby-CD’s gekauft, auf denen klassische Musik von einem Spieluhren-Orchester gespielt wird. Das ist süß, wirklich. Es war auch schön, diese Kindermusik ab und zu mit unseren Babys zu hören. Aber wir wollen nicht dabei stehen bleiben, sondern mit ihnen zusammen die Originale hören. Sie haben es verdient!

Siehe auch: Antonio dirigiert


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Kleine Katechese für die Kommunionkinder

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Eine Kurzkatechese als Vorbereitung auf die erste heilige Kommunion (kann z.B. vor einer Anbetungsstunde den Kindern vorgetragen werden).

Liebe Kinder!

Wir freuen uns sehr, dass ihr heute gekommen seid, um mit uns Jesus anzubeten. Ich bin sicher, dass auch Jesus selbst sehr froh ist, euch jetzt in der Kirche zu sehen.

Was wir heute tun, nämlich Jesus in Seiner leiblichen Gegenwart anbeten, ist etwas sehr Schönes und zugleich sehr Geheimnisvolles. Vielleicht verstehen wir Erwachsenen auch viel zu wenig von diesem großen und schönen Geheimnis, um es euch wirklich gut erklären zu können.

Als Jesus bereits von den Toten auferstanden war, sagte Er zu Seinen Jüngern: „Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ (Mt 28,20) Damit sagt Jesus nicht nur, dass Er durch den Heiligen Geist bei uns ist, sondern auch durch Seine leibliche Gegenwart.

Zu diesem Zweck stiftete Jesus die 7 Sakramente. Menschen erfinden und bauen Dinge. Manches kleine Wunder kann ein Physiker oder ein Chemiker oder ein Arzt mithilfe der Naturgesetze vollbringen. Doch die 7 Sakramente kann kein Mensch einfach „machen“. Sie sind Zeichen der göttlichen Gegenwart auf Erden, die Gott selbst uns geschenkt hat. Die 7 Sakramente sind:

  • Die Taufe
  • Die Kommunion
  • Die Firmung
  • Die Ehe
  • Die Priesterweihe
  • Die Beichte
  • Die Krankensalbung

Sie sind eng miteinander verbunden: Der Priester wird durch das Sakrament der Priesterweihe von Gott mit der Kraft ausgestattet, das Opfer der heiligen Messe darzubringen, wo Brot und Wein in den Leib und das Blut Jesu Christi gewandelt werden. Durch den Priester wiederum dürfen wir dann die heilige Kommunion empfangen. Um die heilige Kommunion empfangen zu dürfen, müssen wir unser Inneres rein halten. Hierfür hat Gott uns die heilige Beichte geschenkt.

Wer nie beichten geht, darf auch nicht zur Kommunion gehen. Leider halten sich viele Menschen nicht mehr an diese Regel und die Priester trauen sich nicht mehr, es ihnen zu sagen. Dennoch ist die Beichte die unverzichtbare Voraussetzung für den würdigen Empfang der heiligen Eucharistie (das ist ein anderes Wort für „Kommunion“). Die Fenster unserer Herzen werden durch unsere Sünden täglich ein wenig schmutziger. Eines Tages sieht man Gott dann gar nicht mehr in seinem Leben. Im Sakrament der Beichte fließt jedoch der Gnadenstrom von Gottes Barmherzigkeit und spült den ganzen Schmutz deiner Sünden hinweg, so dass dein Herz wieder ganz frei wird für Seine Gegenwart und Seine Liebe. Wenn wir regelmäßig beichten, kriegen wir von Gott ganz viel Kraft und wir werden wachsen in unserem geistigen Leben. Wir werden die heilige Kommunion viel würdiger empfangen und Gott wird stärker in unserem Leben wirksam sein können. Nehmt euch deshalb vor, oft beichten zu gehen, auch wenn die anderen es nicht tun. Die Kirche sagt, dass man mindestens einmal im Jahr beichten muss, empfiehlt jedoch den häufigeren Empfang des Bußsakramentes, z.B. einmal im Monat. Wieso? Weil man nach einem Jahr kaum noch eine gute Beichte ablegen kann, zu viel hat man dann schon wieder vergessen, zu oberflächlich wird man beichten…

Wir haben vorhin gehört, dass der Priester Brot und Wein in der heiligen Messe in Leib und Blut Jesu wandelt, oder um es genauer zu sagen: Gott tut es selbst durch den Dienst des Priesters. Nach der Messe wird immer mindestens eine geweihte Hostie - so nennt man das gewandelte Brot - im Tabernakel in der Kirche aufbewahrt. Um zu zeigen, dass Jesus gegenwärtig ist, lässt man das „ewige Licht“ brennen, auch außerhalb der Gottesdienste. Bei der Anbetung nimmt nun der Priester - und nur der Priester darf das tun - Jesus in Gestalt der Hostie aus dem Tabernakel und stellt Ihn in der Monstranz auf den Altar, damit die Gläubigen Jesus anbeten können.

Keiner von uns versteht dieses Geheimnis ganz und gar, aber durch einen Akt des Glaubens nähern wir uns ihm an. Wir können z.B. im Gebet still für uns sagen: „Jesus, ich verstehe nicht, wie Du da in diesem kleinen Brot so ganz für mich da sein kannst, aber ich glaube, dass Du da bist. Hilf Du mir beten! Heilige Maria, Muttergottes! Keiner war Jesus so nah, wie Du. Ich gebe Dir mein Herz, damit Du es für Jesus schmückst und es Ihm gibst. Amen.“

Wir wollen gleich still beten und nachdenken über das, was wir gehört haben. Alle hier in der Kirche werden ganz besonders für euch, liebe Kommunionkinder, beten, dass ihr eure Herzen weit öffnen könnt für den Empfang Seines heiligen Leibes bei eurer Erstkommunion. Zur Kommunion werdet ihr viele Geschenke bekommen. Aber das größte Geschenk wird Jesus selber sein. Die Geschenke werden eines Tages vielleicht verschwunden oder kaputt sein, aber Jesus in der Kommunion wird euch euer Leben lang begleiten und ins ewige Leben führen. Er wird bei euch sein „alle Tage bis zum Ende der Welt“.


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