Heilige

Kanon zu Ehren der Unbefleckten Empfängnis

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Zu Ehren der unbefleckt empfangenen Jungfrau Maria ein dreistimmiger Kanon, den man aber prinzipiell auch bis zu 12-stimmig singen kann (Einsatz auf jeder Viertelpunktierten):

O Maria ohne Suende empfangen


Ich möchte auch auf die schöne Novene zur
Wunderbaren Medaille aufmerksam machen (Link zur Novene).

Sehr schöne, aber gleichzeitig preisgünstige Wunderbare Medaillen kann man beim
Fe-Medienverlag erwerben.

O Maria, ohne Sünde empfangen,
bitte für uns, die wir zur dir unsere Zuflucht nehmen!



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Abt Karl Braunstorfer

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Dass das Stift Heiligenkreuz aufgrund des Nachwuchses fast aus allen Nähten platzt, ist schon ein erstaunliches Phänomen in einer Zeit, in der eine Klostergemeinschaft nach der anderen ausstirbt. Was macht Heiligenkreuz für junge Männer so attraktiv? Als regelmäßiger Gast des Stiftes erkläre ich mir diese Anziehung vor allem durch die Schönheit der Liturgie in Heiligenkreuz und die Beibehaltung der lateinischen Sprache nach dem Konzil. Wo andere Klöster alles Lateinische aus ihren Mauern verbannt haben, bestand Abt Karl Braunstorfer, der Abt von Heiligenkreuz in der Zeit von 1945 bis 1969, darauf, dass das Chorgebet weiterhin auf lateinisch gesungen (!) wird. Die Liturgie, die man heute in einem Heiligenkreuzer Konventamt erleben darf, ist ein Musterbeispiel für eine feierliche und würdige Umsetzung der Reformen des II. Vatikanischen Konzils. Während ein Großteil der Kirchenmänner sich über eine Art „sturmfreie Bude“ in der Kirche freute und zuweilen quasi gegen alles Vorkonziliare randalierte, blieb hier ein Mönch standhaft und ließ sich nicht vom Geist der Zeit beirren. Solch eine Haltung ruft in mir große Bewunderung hervor. Wegen seines heiligmäßigen Lebens und seiner Verdienste wurde vergangenes Jahr der Seligsprechungsprozeß eingeleitet. Aus diesem Anlass wurde eine eigene Internetpräsens mit vielen Informationen und Bildern eingerichtet.

P. Prof. DDr. Alkuin Schachenmayr OCist, der Postulator für das Seligsprechungsverfahren von Abt Karl, hielt vor einer Woche in Bochum-Stiepel einen wunderbaren Vortrag über diese leuchtende Gestalt des Zisterzienserordens. Kaum einer hat sich wohl so intensiv mit Abt Karl beschäftigt wie P. Alkuin, dessen Blog zur Cistercienserforschung ich an dieser Stelle auch wärmstens empfehlen möchte. Der Vortrag ist nicht nur höchst informativ, sondern spannend gehalten, mit manch lustigen, aber auch vielen bewegenden Exkursen. Den Vortrag kann man sich auf der Podcast-Seite des Klosters Stiepel anhören oder gleich unter diesem Link downloaden (mit Rechtsklick).

Wir sind herzlich dazu eingeladen, den Diener Gottes Abt Karl Braunstorfer als Fürsprecher im Himmel anrufen. P. Alkuin berichtet in seinem Vortrag auch von vielen Gebetserhörungen. Diese mögen bitte an ihn
weitergeleitet werden!

GEBET

Gott, allmächtiger Vater, das Geheimnis des Kreuzes ist unsere Kraft, denn durch deinen Sohn, unseren Herrn Jesus Christus, wurde der Baum des Paradieses zum Baum des Heiles, indem du durch den Tod deines Sohnes am Kreuz die ganze Welt erlöst hast.

Dein Diener Abt Karl Braunstorfer hat sein Leben unter dieses Geheimnis des Kreuzes gestellt. Er wollte in seinem Leben und seinem Dienst nichts anderes sein, als ein Freund, ein Diener und Bote des Kreuzes. Ich bitte Dich: Lass auch mich Freund, Diener und Bote des Kreuzes sein, bereit, mein ganzes Leben unter dieses Geheimnis zu stellen.

Du kennst die Kreuze, die mich belasten, du allein kennst alle meine Anliegen... in denen ich auf die Fürsprache von Abt Karl dich um Erhörung bitte.

Gewähre, Herr, dass dein Heiliges Kreuz mir in diesem Leben Trost und Zuversicht, Kraft und Stärke, Freude und Hoffnung gebe, damit ich dieses Kreuz in der Ewigkeit schauen darf als leuchtendes Zeichen des Sieges. Amen.


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Marisa Wilcke singt Hildegard von Bingen

Zum heutigen Gedenktag der heiligen Hildegard von Bingen möchte ich eine Künstlerin vorstellen, auf die eine Bekannte mich aufmerksam gemacht hat (Dank an Lidija!). Alexandra Maria Wilcke (s. Wikipedia und Homepage), bekannt aus Fernsehfilmen und -serien und Synchronsprecherin von Hollywood-Blockbustern wie „Herr der Ringe“, „Casino Royal“ und „Pocahontas“, hat unter dem Künstlernamen Marisa eine CD mit Gesängen der heiligen Hildegard aufgenommen.

In einem Interview sagt sie:
„Wer mir das erste Mal in meinem Leben von Hildegard von Bingen erzählt hat, ist mir nicht mehr wirklich in meinem Gedächtnis. Bewusst kam ich das erste Mal mit der heiligen Hildegard Ende 1999 in Berührung, einfach weil mein Zug kurz in Bingen hielt und ich mich sofort an Hildegard von Bingen erinnerte. Damals im Zug brannte ich sofort darauf, ihre Wirkungsstätten zu besuchen. Wer war sie? Wieso wird sie heute noch verehrt? Wie kam sie als Äbtissin dazu, gegen den Willen ihrer Oberen ein eigenes Kloster für ihre Nonnen zu bauen und dort einzuziehen? Sich nicht erschrecken zu lassen, sondern zu behaupten, um gleichzeitig diese Sanftmut und Liebe in ihren Texten und Liedern zu leben – errungene Ergebenheit! Sie war durchdrungen von etwas Höherem, und sie hat – nach großen inneren Kämpfen – dem vertraut. Ich denke, dass das ihr diese unglaubliche Kraft verliehen hat, die ich mit ihr verbinde, und den Mut vorwärts zu gehen, Grenzen zu erweitern. Wir haben eine so verrückte Welt, in der wir leben, dass das sich Besinnen auf andere Werte schon überlebensnotwendig geworden ist. Auch sich zu verbinden mit der Stille im Inneren, die einem dann doch so viel zu sagen hat, ist für mich ein Bestandteil meines Lebens, den ich nicht mehr missen möchte.“

Auf ihrer
zweiten Homepage, die den religiösen Gesängen der Künstlerin gewidmet ist, kann man ihre Hildegard-CD bestellen und einige Hörproben genießen.




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Die Schutzherrin der Reinheit

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Zum Gedenktag der heiligen Maria Goretti (1890-1902)

Prolog

Am 6. Juli 1902 verstarb die
hl. Maria Goretti im Alter von 11 Jahren einen Tag nach einer versuchten Vergewaltigung, die mit 14 Messerstichen endete. Das Mädchen wollte beim Übergriff seine Unversehrtheit nicht verlieren, diese war ihr wichtiger als ihr Leben. Der Mörder verlor durch ihre Haltung vollends die Kontrolle über sich und stach auf sie ein. Noch auf dem Sterbebett verzieh das heilige Kind dem 20-jährigen Alessandro Serenelli, der zu dreißig Jahren Zwangsarbeit verurteilt wurde.

Die Geschichte des Mörders

Die ersten Jahre verbrachte er in sturer Reuelosigkeit. Da erschien ihm eines Nachts im Traum die kleine Maria Goretti. Sie pflückte Blumen und bot sie ihm an. Von diesem Zeitpunkt an war er wie verwandelt und wurde ein vorbildlicher Häftling. Zu Weihnachten 1928 wurde er vorzeitig entlassen. Sein erster Weg führte ihn zu Marias Mutter Assunta. Er wollte sie um Verzeihung bitten. Am Weihnachtsabend klopfte er an die Tür des Pfarrhauses von Corinaldo an, wo sie Haushälterin geworden war. Sie antwortete: „Wenn Gott dir verziehen hat, wie sollte ich dir nicht vergeben?“ Beide empfingen während der Weihnachtsmesse nebeneinander in der heiligen Kommunion den Herrn, der allen alles zu vergeben bereit ist.

Bald darauf trat er als Laienbruder in das Kloster der Kapuziner von Macerata ein. Bei der Heiligsprechung Maria Gorettis durch Papst Pius XII. im Jahr 1950 hatte auch Alessandro Serenelli sich unter den 500.000 versammelten Gläubigen auf dem Petersplatz eingefunden.

Vermächtnis des Büßers: Warnung vor Pornografie

Hören wir die Stimme des Mörders, der einige Jahre vor seinem Tod 1970 folgenden Brief geschrieben hat:

„Ich bin beinahe 80 Jahre alt und werde bald sterben. Wenn ich mir meine Vergangenheit anschaue, erkenne ich, dass ich in meiner frühen Jugend einen schlechten Weg ausgewählt habe, der dazu führte, dass ich mein Leben zerstörte.

Mein Verhalten wurde von Zeitschriften, Medien und schlechten Beispielen beeinflusst, denen die Mehrheit der jungen Menschen folgt, ohne überhaupt darüber nachzudenken. Ich tat das Gleiche und war nicht besorgt darüber.

Als ich 20 Jahre alt war, beging ich ein Verbrechen aus Leidenschaft. Heute ist die Erinnerung daran etwas Furchtbares für mich. Maria Goretti, jetzt eine Heilige, war mein guter Engel, durch Gottes Vorsehung zu mir gesandt, um mich zu führen und zu retten.

Ich habe immer noch ihre Worte des Tadels und der Vergebung in meinem Herzen eingraviert. Sie betete für mich, hielt Fürsprache für ihren Mörder. Dreißig Jahre Gefängnis folgten. Wäre ich alt gewesen, hätte ich mein ganzes Leben im Gefängnis verbracht. Ich akzeptierte das Urteil, weil ich schuldig war.

Die kleine Maria war wirklich mein Licht, meine Beschützerin; dank ihrer Hilfe konnte ich mich während 27 Jahren Haft gut benehmen und ein ehrenhaftes Leben führen, als man mich wieder in die Gesellschaft aufnahm.

Die Brüder des hl. Franziskus, Kapuziner aus den Marken, hießen mich mit engelsgleicher Nächstenliebe in ihrem Kloster – als Bruder, nicht als Knecht – willkommen. Seit 24 Jahren lebe ich in ihrer Gemeinschaft und hoffe nun in heiterer Gelassenheit, Gott bald schauen zu dürfen, meine Liebsten zu umarmen und bei meinem Schutzengel und ihrer Mutter Assunta zu sein.

Ich hoffe, dass dieser Brief andere lehren kann, das Böse zu meiden und stets auf dem rechten Pfad zu bleiben, wie kleine Kinder. Ich glaube, dass wir auf die Religion mit ihren Grundsätzen nicht verzichten können, sondern dass sie uns wahren Halt und Kraft schenken kann und der einzig sichere Weg in allen Begebenheiten ist, auch in den schmerzhaftesten unseres Lebens.“


Bekenntnisse eines Reumütigen des späten 20. Jahrhunderts

Im Grunde genommen, ohne dass es explizit gesagt wird, meint Alessandro Serenelli mit Zeitschriften und Medien pornografische Medien. Tatsächlich kennt die Geschichte zahlreiche Mörder, die ihre Sucht nach Pornografie als Hauptursache ihrer grauenhaften Taten ansahen. Ein Serienmörder, der als einer der brutalsten in die Geschichte Amerikas einging, wurde 1989, zehn Jahre nach seiner Inhaftierung, auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Ein Tag vor seinem Tod wurde ein Interview mit ihm aufgenommen, um das er eigens gebeten hatte. Er wollte die Menschen in aller Eindringlichkeit vor der Macht des Bösen, die sich durch die Pornografie manifestiert, warnen. Ein bemerkenswerter Schritt, bedenkt man, dass der Mann nur noch wenige Stunden zu leben hatte und darum wusste. Ich glaube ihm:



Papst Johannes Paul II. hat sich unermüdlich dafür eingesetzt, dass besonders die jungen Menschen wieder den Wert der Keuschheit und Reinheit erkennen und als das annehmen, was sie sind: nämlich Tugenden, die uns ein wirklich erfülltes und glückliches Leben ermöglichen. Ich weiß ein Lied davon zu singen und
werde demnächst darüber berichten, wie ich dazu kam, mein Durchschnittsleben (=wechselnde Partnerschaften mit Sex als einem der Hauptziele) hinter mir zu lassen, um ein neues Leben mit ungleich mehr Tiefe, Schönheit und Glück zu erfahren.

„Scheut euch nicht, in ihr (Maria Goretti) die christliche Keuschheit, die Unschuld und das Schamgefühl zu ehren. Das sind Tugenden, die immer und besonders heute notwendig sind zum Schutz der menschlichen und christlichen Würde, zu einem glaubwürdigen Leben nach dem Evangelium, zur echten, aufrichtigen Liebe, zu gegenseitiger Achtung der Person, zur Rechtschaffenheit und zu wahrem Familienglück.“ (Papst Johannes Paul II.)

Update: Auch Elsa hat über die hl. Maria Goretti und Alessandro gebloggt. Sehr lesenswert!

Weiterführende Links:


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Vergebung

Es gibt sie tatsächlich: Heilige in unserer Zeit. Bei Elsa habe ich von den Amish-Leuten gelesen, die einem Amokläufer vergeben haben, der 5 ihrer Mädchen erschossen hatte. Das hat mich an ein Video erinnert, das ich vor einiger Zeit mal gesehen habe. Die Angehörigen von 48 ermordeten Frauen durften dem Serienkiller vor seiner Verurteilung die Meinung ins Gesicht sagen. Nur verständlich, dass alle mit Hass und Verzweiflung reagierten. Alle bis auf einen:




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Gegen die Abtreibung

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Heute ist auch der Gedenktag der heiligen Abtreibungsgegnerin Gianna Beretta Molla. Mögen auf ihre Fürsprache hin die teuflisch hohe Zahl der Abtreibungen zurückgehen…
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Der Sänger Mariens

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Heute gedenkt die Kirche des hl. Ludwig Maria Grignion de Montfort (1673-1716).

Der heilige Ludwig Maria (Louis-Marie) war einer der innigsten Marienverehrer aller Zeiten und hat zahlreiche wertvolle Schriften und unzählige Lieder hinterlassen. Eine sehr gute Auswahl dieser Schriften ist im „
Goldenen Buch“ enthalten. Die Marienweihe mit 33-tägiger Vorbereitung geht auf ihn zurück. Ausgiebige Informationen zur Marienweihe findet man auf der Homepage der katholischen Gemeinschaft „Amici di Dio“.

Seine Schriften haben mich stark beeinflusst. Die Weihe mache ich seit nunmehr 5 Jahren, und ich kann nur bestätigen, dass sie tiefgreifende Auswirkungen hat!

Worte Papst Johannes Pauls II. über das „Goldene Buch“:

„Ich selbst schöpfte in meiner Jugend großen Gewinn aus der Lektüre dieses Buches, denn darin fand ich die Antwort auf meine Ratlosigkeit: Meine Furcht bestand darin, dass die Verehrung Mariens und ihre große Verbreitung, den Vorrang der Verehrung Christi, gefährdete. Unter der weisen Führung des Hl. Ludwig verstand ich, dass wenn man das Geheimnis Marias in Christus lebt, diese Gefahr nicht besteht. Auf meinem Bischofswappen ist der Wahlspruch ‚Totus Tuus‘ zu lesen, der sich bekanntlich an der Lehre des Hl. Ludwig inspiriert.“

Diese beiden Worte bringen die vollkommene Zugehörigkeit zu Jesus durch Maria zum Ausdruck: „Totus Tuus ego sum, et omnia mea tua sunt!“ schreibt der Hl. Ludwig und er übersetzt: „Mein Jesus, ich bin ganz Dein, und alles, was mein ist, ist Dein durch Maria, Deine heilige Mutter!“

Aus dem „Flammengebet“ des hl. Ludwig Maria Grignion de Montfort:

„Um wahre Kinder Mariens, Deiner heiligen Mutter, bitte ich Dich, die von ihr in Liebe empfangen und in ihrem Schoß getragen, geboren und an ihrer Brust ruhend, von ihrer Milch genährt und durch ihre Sorge groß gezogen, von ihrer Hand gestützt und mit ihren Gnaden bereichert sind!“

„Heiliger Ludwig Maria, bitte für uns!“


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Mit den Heiligen zum Allerheiligsten

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Eine Betrachtung zu Allerheiligen.

Die katholische Gemeinschaft „Amici di Dio“ steht unter dem Schutz von 12 Heiligen. Diese Heiligen und überhaupt die Heiligen im allgemeinen sind Vorbilder, deren Leben wir immer wieder betrachten wollen. Sie spornen uns an, Christus und die Kirche an die erste Stelle unseres Lebens zu setzen. Das ist nicht immer einfach und gelingt auch nicht immer, aber es stellt sich doch jedes Mal heraus, dass es richtig ist, unser Schicksal ganz in die Hände dessen zu legen, der uns geschaffen hat.

Gottes Liebe ist unendlich - sie ist eigentlich mit menschlichen Maßstäben nicht zu begreifen. Davon erzählen die Heiligen durch ihr lebendiges Beispiel. Sie haben nicht gezögert, mit ihrem ganzen Leben für Gott einzustehen und seine Güte zu verkünden. Oft wurden sie für verrückt erklärt, doch in Wahrheit zeigen sie uns, dass Gottes Existenz Realität ist. Nur weil Gottes Liebe sie ergriffen hatte, konnten sie so leben, wie sie gelebt haben. Der Heiland hat sie im Himmel als mächtige Fürsprecher für uns und seine ganze Kirche eingesetzt.

Deshalb lautet auch das Motto der „Amici di Dio“: „Mit den Heiligen zum Allerheiligsten“. Das heißt, dass wir nie allein zu Gott beten und ihm entgegen gehen, sondern Ihn immer im Vertrauen auf die Unterstützung und die Fürbitte der Heiligen anbeten. Dies schützt uns vor groben Irrtümern. Uns selbst sollten wir nämlich immer misstrauen, da wir uns selbst so oft enttäuschen und schwach sind im Umsetzen unserer guten Vorsätze und wir ständig der Sünde ausgesetzt sind. Aber auf Gott und auf seine Heiligen, die uns auf dem Weg zum Himmel vorangegangen sind, dürfen wir unser ganzes Vertrauen setzen.

Papst Johannes Paul II. prägte den Leitsatz: „Werdet die Heiligen des neuen Jahrtausends!“ Damit wollte er den jungen Menschen unserer Zeit und allen Menschen zeigen, dass die Heiligkeit nicht unerreichbar ist und nur irgendwelche Leute von irgendwo heilig werden können. Die heilige Thérèse von Lisieux zeigt uns den so genannten „Kleinen Weg“, ein Weg auf dem jeder in der Heiligkeit wachsen kann: es gilt nicht, Großes zu vollbringen und durch Heldentaten in die Geschichte einzugehen, sondern im Kleinen, d.h. in den alltäglichen Dingen des Lebens, wie z.B. im Verrichten seiner Arbeit oder in den familiären Pflichten eine innere Haltung der Hingabe an Gott einzunehmen, was uns Gottes Willen mehr und mehr gleichförmig machen kann. Keiner wird heilig aus sich heraus. Es ist eine Gnade, um die wir innig beten müssen, denn alles Gute, jede Gnade und Gunst des Himmels kann uns nur von Gott durch die Hände Mariens zukommen. Alle Heiligen Gottes, bittet für uns!


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Mit Maria zum Allerheiligsten

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„Das Gebet macht uns zu Freunden Gottes”. Ist diese Aussage des hl. Thomas von Aquin nicht ein enormer Ansporn zum Gebet? Was kann die Welt dir anhaben, wenn du dir der Freundschaft Gottes gewiss sein darfst!

Zahllos sind die Ermahnungen zum immerwährenden Gebet in der heiligen Schrift, in den Gedanken der Heiligen, in den Dokumenten der katholischen Kirche. Die Wahrheit, die in der Aufforderung zum häufigen, ja zum ewigen Gebet aufstrahlt, wird jeder in sich finden, der einmal erlebt hat, wie richtig das Beten sich anfühlt. In der Folge wird man wohl auch eine Regung des Gewissens wahrgenommen haben, das einem mitteilen möchte, dass das Pensum der täglichen Zwiesprache mit Gott eigentlich selten ausreichend ist.

Maria, die in jedem Anliegen helfen will - sofern es nicht gegen Gottes Gebote gerichtet ist - wird uns auch helfen, unsere Beharrlichkeit im Gebet zu stärken. Fortschritte im geistlichen Leben und die Freundschaft Gottes erlangt nur, wer ausdauernd im Gebet ist, in guten wie in schlechten Tagen. Deshalb kann der Marienmonat Mai ein willkommener Anlass sein, Empfindungen der Liebe zur Muttergottes im Herzen zu wecken und sich oft im Gebet an sie zu wenden, damit sie uns zu ausharrenden Betern formt. Sie wird unser Beten und unser Rufen derart verstärken, dass es direkt in Gottes Herz dringt. Denn kein Mensch hat Jesus inniger geliebt und ist ihm näher gestanden als seine leibliche Mutter, die heilige Jungfrau Maria. Es ist bekannt, dass sie aus eben diesem Grund die mächtigste Fürsprecherin im Himmel ist, die wir bei Gott haben.

Wer sich Gott mit Maria nähert, wird schneller ankommen. Mögen wir deshalb Gott so häufig wie möglich in der heiligen Eucharistie begegnen, und zwar immer mit Maria an der Hand, sowohl in der heiligen Messe als auch in der eucharistischen Anbetung. Übergib deine Sorgen und Anliegen dem Herrn im Allerheiligsten Sakrament und bete Jesus mit Maria an. „Lobe den Herrn und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat“ (vgl. Ps 103,2). Werde ein Freund Gottes!


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