Die Marienweihe

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Bereits mehrmals habe ich auf meinem Blog über die Marienweihe geschrieben. Heute ist es nun wieder soweit: die 33-tägige Vorbereitung kann beginnen. Ich kann die Marienweihe nur jedem empfehlen, der im Glauben wachsen oder überhaupt erst einmal etwas mehr über Gott erfahren möchte.

Als ich 2004 beschloss, die „Weihe an Jesus durch Maria“ zu machen, stand ich noch nicht fest im Glauben. Ich hatte viele Fragen und war der Kirche eher skeptisch gegenüber eingestellt. Es reichte der Wunsch, es auszuprobieren. „Schaden kann es ja nicht“, dachte ich mir und begann, jeden Tag die vorgesehenen Gebete und Betrachtungen zu verrichten. Am Tag der Weihe war ich in Bozen und ging dort in eine Kirche, kniete mich vor eine Muttergottesstatue und sprach das feierliche
Weihegebet. Es berührte mich stark, hier vor der Muttergottes zu beten. Dennoch war mir das Ganze immer noch ein Rätsel. Ich hatte keine Ahnung, was ich von diesem frommen Akt zu erwarten hatte. In den kommenden Monaten hat sich mein Leben dann so drastisch verändert wie nie zuvor. Zum Guten natürlich. Denn: „Wir wissen, dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt“ (Röm 8,28).

Seitdem wiederhole ich die Weihe jedes Jahr. Der hl.
Ludwig Maria Grignion von Montfort, der glühende Apostel der Gottesmutter, hat in seinen Schriften (hier online, allerdings auf englisch) alles klar dargelegt, was man wissen muss, um ein Kind Mariens zu werden. Er empfiehlt, die Weihe am 25. März, dem Fest der „Verkündigung des Herrn“ abzulegen. Folglich wäre heute der erste Tag der 33-tägigen Vorbereitung. Mehr Informationen zur Weihe findet ihr bei den Amici di Dio.

Ich werde die Gebete und die Betrachtungen dieses Jahr zum ersten Mal von meinem iPhone ablesen. Das fantastische
iPieta enthält nicht nur alle Schriften des hl. Ludwig Maria, sowie die Gebete zur Marienweihe, sondern unzählige andere Klassiker der geistlichen Literatur, zahlreiche Enzykliken, hunderte von Gebeten (auf englisch und Latein) sowie einen Kirchenkalender, mehrere Katechismen und die Heilige Schrift…

Auf eine gesegnete Fastenzeit an der Hand der Muttergottes!


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Tipps für die Fastenzeit

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Es folgt ein älterer Text, den ich auf der Seite von Amici di Dio wiedergefunden habe. Ich habe die Tipps damals wohl am meisten für mich selbst verfasst, aber vielleicht ist auch etwas Nützliches für euch dabei.

Zu Beginn der Fastenzeit nimmt man sich gerne viel vor. Weniger essen, mehr beten, innerlicher leben…

Doch wie wir alle wissen, werden Vorsätze leichter gefasst als umgesetzt. Sechs Wochen sind eine lange Zeit, wenn es darum geht, kontinuierlich an sich zu arbeiten und die schlechten Gewohnheiten durch gute zu ersetzen.

Wie begehe ich also eine gute Fastenzeit? Welche Entschlüsse sollte ich fassen und wie meine Vorsätze in die Tat umsetzen? Vielleicht sind folgende Tipps hilfreich: 

1. Kenne den Hintergrund und den Sinn der Fastenzeit. Um sich würdig auf das wichtigste Fest der Christenheit vorzubereiten, begeht die Kirche die Fastenzeit, die so genannten „heiligen vierzig Tage”. Von Aschermittwoch bis Ostern sind es genau 40 Tage – zieht man die 6 Sonntage ab, denn an den Sonntagen wird bereits mit Freude der Auferstehung unseres Heilands gedacht (s.a. Mt 9,14-15). Die heiligen 40 Tage haben ihren Ursprung im Alten Testament und finden ihren höchsten Ausdruck im Fasten Jesu (siehe das Evangelium vom ersten Fastensonntag, Mt 4,1-11). Jesus bezwingt den Satan „und es kamen Engel und dienten ihm.” Nach seinem Vorbild wollen auch wir ein heiliges Fasten begehen und mit den Waffen des Gebets gegen das Böse kämpfen. „Durch die vierzigtägige Fastenzeit vereint sich die Kirche jedes Jahr mit dem Mysterium Jesu in der Wüste” (KKK 540) Die drei großen Formen der Buße, die in der Fastenzeit vermehrt praktiziert werden sollen, sind: Fasten, Beten und Almosengeben (vgl. Mt 6,1-18). Die Zeit bis Ostern gibt uns Gelegenheit, Buße für unsere Sünden zu tun und durch Fasten, Beten und Almosengeben wieder mit uns, mit Gott und mit unseren Nächsten ins Reine zu kommen. Dadurch wird die Fastenzeit auch zu einer Zeit der Reinigung.

2. Nutze die Fastenzeit für einen Neuanfang.
„Legt den alten Menschen ab, der in Verblendung und Begierde zugrunde geht, ändert euer früheres Leben und erneuert euren Geist und Sinn! Zieht den neuen Menschen an, der nach dem Bild Gottes geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.” (Eph 4,22-24) Um dies zu tun, müssen wir alte, schlechte Gewohnheiten ablegen und neue, gute Gewohnheiten uns systematisch aneignen. Dazu bietet uns die Fastenzeit eine gnadenvolle Gelegenheit. Am meisten Kraft für diesen Neuanfang schöpfen wir aus der heiligen Beichte. Worauf wartest du?

3. Halte dich an feste Gebetszeiten.
Auch wenn dieser Leitsatz das ganze Jahr über gültig sein sollte, können wir in den heiligen 40 Tagen noch mehr Gewicht auf die Treue im Gebet legen. Eine Möglichkeit wäre z.B. 20 Minuten früher aufzustehen und jeden Tag mit dem Gebet zu beginnen, noch vor dem Frühstück oder bevor man den Computer anmacht oder sonstigen Aktivitäten nachgeht. Man kann versuchen, jeden Tag einen Rosenkranz zu beten, notfalls indem man die 5 Gesätzchen über den Tag verteilt, oder jeden Tag ein Kapitel in der Bibel zu lesen.

4. Faste mindestens einmal in der Woche.
Das ist gar nicht so leicht. Wenn es darum geht, wenig oder gar nichts zu essen, sträubt sich vieles im Menschen. Aus diesem Grund gibt es so viele Interpretationen des Begriffs „Fasten”, die sich vielleicht hier und da zu weit von seiner ursprünglichen, recht simplen Bedeutung entfernen. Es ist gut, den Kampf gegen das Böse direkt auf der leiblichen Ebene durch das Fasten aufzunehmen. Ob man nun bei Brot und Wasser, Brot, Kaffee und Wasser, nur bei Wasser und Tees oder auf eine andere Art fastet – den Hunger darf und soll man im Laufe des Tages spüren und durchhalten bis zum nächsten Morgen. Viel Gebet und geistliche Lektüre helfen, den Fasttag tatsächlich auf Gottes Willen hin auszurichten. Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass die Muttergottes bei den Erscheinungen in Medjugorje darum bittet, mittwochs und freitags bei Brot und Wasser zu fasten. Wer dieses Fasten bereits praktiziert hat, wird berichten können, wie viel Gutes daraus hervorsprießen kann. Wenn dir ein solches Fasten gelingt, bleibe demütig und danke Gott, dass er dir diese Gnade gewährt hat.

5. Gib Almosen. Das bedeutet konkret: spende Geld! Es gibt Christen, die monatlich den Zehnten ihrer Einnahmen spenden. Da nichts wirklich uns gehört und alles, wirklich alles uns aus der gütigen Hand Gottes zufließt, sollte man immer bereit sein, einen Teil des eigenen Besitzes auch an andere weiterzugeben, die ihn brauchen oder für gute Zwecke einsetzen können. Der Akt des Gebens und des Teilens beruht auf einer freiwilligen Entscheidung aus dem Geist der Nächstenliebe heraus und auf einem tiefen Vertrauen in den nie versiegenden Strom der Güte Gottes. Der Heilige Vater legt in seiner diesjährigen Botschaft zu Fastenzeit (Anmerkung: von 2008, hier geht’s zur Botschaft für 2010) einen besonderen Schwerpunkt auf den Akt des Almosengebens.

6. Gehe mit Maria durch die Fastenzeit. Die heilige Jungfrau Maria wird sich freuen, dir beim Laufenlernen im geistlichen Leben zu helfen. Reiche ihr also so oft du kannst die Hand und bitte sie um ihren Beistand und ihre Führung. Häufige Stoßgebete zur Muttergottes und der heilige Rosenkranz tragen dich sicher und effektiv durch die Fastenzeit und natürlich durch dein ganzes Leben.

7. Setze dir überschaubare und realistische Ziele. Zu viele gute Vorsätze auf einmal oder Ziele, die man offenkundig (erst mal!) nicht erreichen kann, haben meist zum Ergebnis, dass man schnell wieder resigniert aufgibt. Es kann etwa hilfreich sein, sich einen Vorsatz nur für einen einzigen Tag vorzunehmen und dann einen weiteren Tag dranzuhängen, und noch einen und noch einen…

8. Stehe auf, wenn du gefallen bist. Gelingt dir etwas von dem Vorgenommen mal nicht und bist du wieder einmal an deiner eigenen Schwäche gescheitert, so bleibe nicht stehen. Der Leitsatz muss lauten: weitergehen, und wo nötig, Stärkung aus dem heiligen Sakrament der Beichte schöpfen. Wenn du deine Sünde oder Schwachheit beweinen möchtest, so tue dies. Aber das sollte in der Regel nicht länger als 5 Minuten dauern. Selbstmitleid äußert sich im Sitzen- oder Liegenbleiben, während wahre Reue weitergehen bedeutet, so z.B. durch Werke der Nächstenliebe und der Buße.


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Bibelleseplan 2010 und andere Pläne

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Als gläubiger Mensch ist einer meiner guten Vorsätze für dieses Jahr, täglich die Bibel zu lesen und meinen Alltag mehr durch das Wort Gottes prägen zu lassen. Ich gestehe, dass ich diesen Vorsatz allerdings auch schon in den letzten beiden Jahren hatte. Leider habe ich ihn nur während der ersten Wochen und Monate zum Jahresbeginn umgesetzt.

Den neuen Versuch will ich mit einem etwas kleineren Vorsatz angehen, um dieses Jahr nicht wieder an einem zu hoch gesteckten Ziel kläglich zu scheitern: anstatt der ganzen Bibel nehme ich mir heuer nur das Neue Testament vor.

Hast du einen ähnlichen Vorsatz für 2010 gefasst, kann dir die Seite
Bibelleseplan.ch gute Dienste leisten. Hier kann man individuelle Lesepläne zusammenstellen und sie u.a. als PDF ausdrucken oder sich Erinnerungen per Email zustellen lassen.

Ein zweiter Tipp ist die Seite von
YouVersion. Dort hat man gut 20 verschiedene Lesepläne zur Auswahl. Für Smartphone-Besitzer gibt es auch Mobilanwendungen wie z.B. das kostenlose iPhone-Programm Holy Bible.

Fürs weitere Studium der Bibel ist die Online-Bibel
Bibleserver.com mit zahlreichen Übersetzungen sehr zu empfehlen.

Eine paar andere persönliche Vorsätze und Ziele habe ich natürlich auch niedergeschrieben und bitte dich, verehrter Leser, um ein kleines Stoßgebet, dass davon auch manches gelingen möge. Unter anderem steht für mich die Aufnahme meines ersten Albums mit ausschließlich eigenen Werken an, ein Projekt, auf das ich mich sehr freue und von dem ich seit vielen Jahren träume.

Ich wünsche dir, lieber Leser meines Blogs, ein gesegnetes, gesundes und glückliches neues Jahr 2010! Möge es für uns alle unter dem Schutz unserer himmlischen Mutter Maria stehen und uns Jesus ein Stück weit näher bringen.

Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir.
Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich fördert zu dir.
Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir.

Hl. Nikolaus von der Flüe


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MusicMonday: Das Leben

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Für das katholische Medienportal Gloria.tv habe ich vor knapp zwei Jahren ein Video über das menschliche Leben mit eigener Musik unterlegt. Ich finde den Lebensschutz eine ungemein wichtige Sache. Leider ist vielen Menschen nicht bewusst, dass ein Embryo ein Mensch ist… Ein Mensch, der genau so ein Recht auf Leben hat wie ein bereits geborenes Menschenkind. Meine Hoffnung ist es, dass solche Videos auch von Leuten gesehen werden, die sich sonst wenig Gedanken über dieses Thema machen. Und dass in diesen Menschen womöglich eine Hochachtung vor dem Leben heranwächst - auch vor dem Leben im frühsten Stadium.

Das Musikstück im Video ist eine einfache Komposition namens „Le Petit Prince op. 6“, inspiriert durch die gleichnamige Erzählung von Saint-Exupéry. Anschließend erklingt aus den mehrfach hier vorgestellten Eichendorff-Liedern op. 3 (
Wünschelrute & Abendständchen) das „Kirchenlied“ (ein marianisches Gedicht von Joseph Freiherr von Eichendorff), aus dem ich später ein Chorfassung mit dem Text des „Ave Maria“ erstellt habe. Da es nicht ganz ins Video passt, könnt ihr euch weiter unterhalb des Videos beide Versionen vollständig anhören.

Ich möchte in diesem Zusammenhang auch auf eine aktuelle
UN-Petition des Catholic Family & Human Rights Institute aufmerksam machen, so wie auf das unterstützenswerte Projekt 1000+.



Kirchenlied (Ave Maria) - Klavierfassung:

XII. Kirchenlied (aus „Eichendorff-Lieder op. 3“) by davidianni

Ave Maria - Chorfassung:

Ave Maria op. 48 by davidianni

Es singt der luxemburgische Chor „Madrigal de Luxembourg“ unter der Leitung von
Carlo Hommel.

Schlussgebet der Enzyklika Evangelium vitæ von Papst Johannes Paul II.

O Maria,
Morgenröte der neuen Welt,
Mutter der Lebendigen,
Dir vertrauen wir die Sache des Lebens an:
o Mutter, blicke auf die grenzenlose Zahl
von Kindern, denen verwehrt wird,
geboren zu werden,
von Armen, die es schwer haben zu leben,
von Männern und Frauen,
die Opfer unmenschlicher Gewalt wurden,
von Alten und Kranken,
die aus Gleichgültigkeit
oder angeblichem Mitleid getötet wurden.
Bewirke, daß alle,
die an deinen Sohn glauben,
den Menschen unserer Zeit
mit Freimut und Liebe
das Evangelium vom Leben verkünden können.
Vermittle ihnen die Gnade, es anzunehmen
als je neues Geschenk
die Freude, es über ihr ganzes Dasein hinweg
in Dankbarkeit zu feiern,
und den Mut, es mit mühseliger Ausdauer
zu bezeugen,
um zusammen mit allen Menschen
guten Willens
die Zivilisation der Wahrheit und der Liebe
zu errichten,
zum Lob und zur Herrlichkeit Gottes,
des Schöpfers und Freundes des Lebens.


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Marianische Impulse zum Rosenkranzmonat

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Empfehlung zum Rosenkranzmonat Oktober: auf der Seite von Marie de Nazareth hat man die Möglichkeit, sehr schöne marianische Impulse - z.B. Aussprüche von Heiligen über die Muttergottes oder kurze Lebensberichte - per Email oder RSS-Feed zu abonnieren. Absolut sehenswert ist auch die Multimedia-Gallerie, eine Sammlung von Musik- und Kunstvideos, die auf die Muttergottes verweisen. Dass dort Musik, wie jenes herrliche Magnificat von Franz Liszt, geboten wird, macht mir das Projekt umso sympathischer:



P.S.: Verwandte Artikel finden sich unter den Schlagwörtern (
Tags) Maria und Rosenkranz. Siehe außerdem die Betrachtung „Die Waffe des Christen“ zum Rosenkranzmonat!


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Musik zu Mariä Geburt

Zum heutigen Fest „Mariä Geburt“ (s.a. den schönen Beitrag der Braut des Lammes) möchte ich euch einen wunderbaren Mariengesang eines der großen Meister der polyphonen Vokalmusik der Spätrenaissance vorstellen.



Habt ihr euch betören lassen von diesen sphärischen Klängen? Der Komponist, ein Neffe des hl. Carlo Borromeos, ist heute vor knapp 400 Jahren gestorben. Man könnte annehmen, dass seine Geschichte, die ich kurz umreißen möchte, dem wilden Geist eines Krimi-Autors entsprungen sei. Leider ist sie wahr und durch historische Dokumente belegt.
weiterlesen...
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Maria Himmelfahrt mit Heinrich Biber

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Am 12. August, also vor drei Tagen, war der 365. Geburtstag von Heinrich Ignaz Franz Biber. In Ars bin ich nicht mehr dazu gekommen, über Biber zu bloggen, obwohl ich es mir eigentlich fest vorgenommen hatte. Doch auch heute bietet sich eine wunderbare Gelegenheit, die Musik dieses großen Komponisten kurz vorzustellen.

Eines seiner Hauptwerke sind die so genannten „
Rosenkranz-Sonaten“ (oder auch „Mysterien-Sonaten“) für Violine. Jedes der 15 Rosenkranzgeheimnisse wird durch eine mehrsätzige Sonate musikalisch betrachtet. So möchte ich am heutigen Hochfest „Maria Himmelfahrt“ (lesenswerte Einführungen gibt es u.a. bei Elsa, Stefan, Andreas und natürlich auf kath.net) einen Auszug aus der 14. Sonate hier einbetten. Diese Musik kann uns helfen, tiefer in die strahlende Freude des heutigen Tages einzudringen und unser Herz durch Maria zu Gott emporzuheben.

Ich wünsche allen Lesern ein gesegnetes und von tiefer Freude erfülltes Fest!




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Unsere Liebe Frau vom Berge Karmel

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Zum heutigen Hochfest „Unserer Lieben Frau auf dem Berge Karmel“ möchte ich auf einen früheren Eintrag mit wissenswerten Informationen zum Skapulier hinweisen. Wie ein abgetragenes Skapulier nach 4 Jahren ausschaut, seht ihr hier.


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Adieu, mein Skapulier!

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„Was Er euch nimmt, das gebt“, habe ich am Wochenende gelernt. Mein geliebtes Skapulier, das mir zu Ostern 2005 bei meiner Aufnahme in die katholische Gemeinschaft „Amici di Dio“ aufgelegt wurde, löst sich immer mehr auf. Auch etliche Rettungs-Näh-Maßnahmen konnten es auf Dauer nicht vor dem Zerfall bewahren. Schweren Herzens werde ich in diesen Tagen Abschied davon nehmen müssen und ein neues „anziehen“. Geweihte Reserve-Skapuliere liegen im Schrank, aber keins davon wird den emotionalen Wert meines ersten Skapuliers ersetzen können…



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Was Er euch sagt, das tut!

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Vergangenes Wochenende fand in unserer Pfarrei ein Einkehrwochenende mit Prof. P. Dr. Maximilian Heim OCist statt. Ich möchte im folgenden auf das eingehen, was mich besonders berührt hat.

Beeindruckend war zunächst das authentische Zeugnis, das P. Maximilian als Mensch und Priester bei den Menschen hinterlässt. Wenn er über die Muttergottes und über Jesus spricht, spürt man, dass er über Vertraute redet, über Personen, zu denen er eine innige und lebendige Beziehung hat. Ich merke oft, wie ich im Alltag dazu geneigt bin, im Stillen meinen Glauben, der soviel Un-glaubliches beinhaltet, durch die steten Widerstände unserer Umwelt in Frage zu stellen und den tiefen Herzensbezug zur Realität Gottes in der Kirche und in der Welt zu verlieren. Dann weiß nur noch der Kopf, dass die Geschichte mit der Erbsünde und die Erlösung durch den auferstandenen Heiland Wirklichkeit sind. P. Maximilian bezeugt, dass auch ein gelehrter Professor in seinem Glauben von kindlicher Freude und Dankbarkeit erfüllt sein kann und dass Glaube und Vernunft sich nicht widersprechen, sondern die beiden Flügel sind, die uns zur Erkenntnis der Wahrheit erheben.

Die innige Liebe der Muttergottes zu Jesus wurde uns anhand ausgewählter Bibelstellen veranschaulicht. Maria beantwortete die Anfrage des Erzengels mit ihrem „Fiat“, obwohl sie nicht verstand, wie ihr geschah. Ihr tiefer Glaube an das Kommen des Messias ließ sie offen sein für die Empfängnis des Jesuskindes durch den Heiligen Geist. Bei der Erläuterung der
vier Mariendogmen hat P. Maximilian nebenbei klargestellt, dass das Dogma der Unbefleckten Empfängnis nichts mit dieser Perikope zu tun hat. Maria war von Gott vorherbestimmt, die Mutter des Erlösers zu sein, weshalb sie von der Erbsünde verschont blieb und bei ihrem Tode mit Seele und Leib in den Himmel aufgenommen wurde.

Wie sie mit den Aposteln in den Tagen vor der Herabkunft des Heiligen Geistes an Pfingsten gebetet hat, so stünden auch wir jetzt in der Novene zu Pfingsten und sollten uns ihrer Fürsprache anempfehlen. Der Sinn der Marienweihe bestünde darin, dass Maria die Möglichkeit bekomme, ihr durch das Schwert geöffnete Herz der Liebe anstelle unseres harten Herzens zu setzen, damit wir offen seien für die Gnade Gottes.

P. Maximilian gab uns 4 Merksätze des Aachener Bischofs Klaus Hemmerle mit auf den Weg, die als Leitsätze für das ganze Leben gelten können:

1. Was Er euch sagt, das tut
Dieser Vers aus dem Johannesevangelium (Joh 2,5) verdeutlicht das bedingungslose Vertrauen Mariens in ihren Sohn. Mit diesem Vertrauen dürfen auch wir auf Gott und seine Gebote hören.

2. Was Er euch tut, das sagt
Auch die Umkehrung der Aufforderung Mariens zu Kanaa gelte es zu berücksichtigen. Wie Maria sollen wir uns nicht scheuen, über Gott zu reden und ihn zu loben, „denn der Mächtige hat Großes an mir getan“ (Lk 1,49).

3. Was Er euch gibt, das nehmt
Gott möchte uns beschenken. Wir dürfen seine Gaben nicht ablehnen, sondern sollen dankbar das annehmen, was er uns gibt.

4. Was Er euch nimmt, das gebt
Dieser Satz sei der schwierigste der vier. Oftmals muss man Abschied nehmen von geliebten Menschen oder von Dingen, die wir nur ungerne loslassen. Gott, der uns beim Namen kennt, meint es dennoch gut mit uns und oft sind solche Abschiede Teil eines größeren Guts.

Wie setzen wir all das um? Das Herz unseres Glaubens sei die Liturgie der Kirche, die nie zur „Show“ ausarten dürfe, da sie nicht Menschenwerk sondern Gotteswerk sei. Es sei unabdinglich, sich in die überlieferten Formen und Traditionen einzufügen, und Gott selbst durch diese Formen wirken zu lassen.
(Anmerkung: Die Heiligenkreuzer Mönche sind bekannt für ihre würdige Umsetzung der nachkonziliaren Messe. In Heiligenkreuz und Stiepel habe ich erlebt, wie würdig, feierlich und doch schlicht die Messe im Neuen Ritus auch gefeiert werden kann).

Wir sind dankbar, dass P. Maximilian uns in diesen Tagen näher zur Gottesmutter geführt hat und hoffen, dass er uns bald wieder besuchen wird.


Nachtrag: Auf kath.net gibt es ein gutes Interview mit P. Maximilian über seine neueste Buchveröffentlichung, über den Papst und über die heilige Liturgie.


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Antonio mit Mönch

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Nicht nur, dass P. Maximilian uns am vergangenen Wochenende näher zur Gottesmutter geführt und ihr unsere Pfarrei geweiht hat - er hat nebenbei auch noch Antonios Herz erobert. Auf dem Bild sind wir Rosenkranz betend unterwegs zu einer der zahlreichen Marienstatuen, die in Geichlingen zu finden sind. Es ist tatsächlich so, dass man in unseren schönen Heimatort weder herein noch heraus kann, ohne an einem Bildstock der Muttergottes vorbeizukommen. Über die Vorträge werde ich den nächsten Tagen noch kurz berichten.






Kleines Weihegebet:

O meine Gebieterin, o meine Mutter.
Dir bringe ich mich ganz dar;
und um dir meine Hingabe zu bezeigen,
weihe ich dir heute meine Augen,
meine Ohren, meinen Mund, mein Herz,
mich selber ganz und gar.
Weil ich also dir gehöre,
o gute Mutter, bewahre mich, beschütze mich,
als dein Gut und Eigentum.
Amen.


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Mit Maria auf Christus schauen

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Am kommenden Wochenende wird P. Maximilian Heim OCist bei uns zu Gast sein, um über das schöne Thema „Mit Maria auf Christus schauen“ zu referieren, mit uns zu beten und unsere Pfarrei der Muttergottes zu weihen. Falls jemand meiner werten Leser nicht zu weit weg wohnt und noch nichts vorhat: schaut doch mal bei uns vorbei! Auch für Kinder und Jugendliche ist jeweils eine Katechese geplant. Die Vorträge finden in Geichlingen im Pfarrheim statt. Das genaue Programm könnt ihr euch hier anschauen.





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Zum ersten Mai

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Über die Wichtigkeit des Rosenkranzes habe ich ja schon früher geschrieben. Ich meinte damals, dass es wichtig sei „unseren Vorsatz zu stärken, täglich den Rosenkranz zu beten!“. Jetzt, da der Mai beginnt, stelle ich doch beschämt fest, dass ich den Rosenkranz in den vergangenen Monaten höchstens noch zwei- bis dreimal wöchentlich gebetet habe. Zeit also, auf meinen bewährten Motivationstrick zurückzugreifen: „Don‘t break the Chain!“.

Irgendein Komiker - also ein Komiker von Beruf - hat erklärt, er versuche jeden Tag an seinen Gags zu schreiben, um anschließend ein großes Kreuz in seinen Wandkalender zu malen. Sein Ziel sei es, die Kette, die so im Kalender entsteht, nicht zu unterbrechen. Seine Motivationstechnik hat damals wohl ziemlich viele Leute angesprochen. Als von Natur aus faule Wesen sind wir Menschen ja immer offen für Tricks, die helfen können, den inneren Schweinehund zu überwinden. Ich muss sagen, ich hab‘s mal wieder nötig.

Ein Programmierer hat eine
Internetapplikation geschrieben, die uns solch einen virtuellen Kalender vorhält. Nützlich, dass der Kalender nicht an der Wand hängt sondern in meinem Mac, denn dorthin schaue ich öfter. Man kann das Widget auch ohne weiteres in einen Blog einbinden, den Code findet man ebenfalls auf der besagten Seite.

Nun… *drumroll*: ich werde das Widget einen Monat lang unterhalb dieses Artikels veröffentlichen und mich überraschen lassen, ob das mir hilft, konsequenter den Rosenkranz zu beten.

Falls jemand diese Idee blöd findet, freue ich mich sehr für ihn/sie, dass er/sie solche Tricks nicht braucht, um brav jeden Tag kiloweise Gnaden durch den Rosenkranz auf uns herabzuflehen.

Hat jemand Lust, sich an der Aktion zu beteiligen?

Ach so, wer nicht weiß, wieso man den Rosenkranz beten sollte: zwei meiner Lieblingsschriften über das Rosenkranzgebet erklären das wunderbar:


Auf dieser schönen Seite findet man auch eine Anleitung zum Rosenkranzgebet. Viel Freude und Segen beim Beten!

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Der Sänger Mariens

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Heute gedenkt die Kirche des hl. Ludwig Maria Grignion de Montfort (1673-1716).

Der heilige Ludwig Maria (Louis-Marie) war einer der innigsten Marienverehrer aller Zeiten und hat zahlreiche wertvolle Schriften und unzählige Lieder hinterlassen. Eine sehr gute Auswahl dieser Schriften ist im „
Goldenen Buch“ enthalten. Die Marienweihe mit 33-tägiger Vorbereitung geht auf ihn zurück. Ausgiebige Informationen zur Marienweihe findet man auf der Homepage der katholischen Gemeinschaft „Amici di Dio“.

Seine Schriften haben mich stark beeinflusst. Die Weihe mache ich seit nunmehr 5 Jahren, und ich kann nur bestätigen, dass sie tiefgreifende Auswirkungen hat!

Worte Papst Johannes Pauls II. über das „Goldene Buch“:

„Ich selbst schöpfte in meiner Jugend großen Gewinn aus der Lektüre dieses Buches, denn darin fand ich die Antwort auf meine Ratlosigkeit: Meine Furcht bestand darin, dass die Verehrung Mariens und ihre große Verbreitung, den Vorrang der Verehrung Christi, gefährdete. Unter der weisen Führung des Hl. Ludwig verstand ich, dass wenn man das Geheimnis Marias in Christus lebt, diese Gefahr nicht besteht. Auf meinem Bischofswappen ist der Wahlspruch ‚Totus Tuus‘ zu lesen, der sich bekanntlich an der Lehre des Hl. Ludwig inspiriert.“

Diese beiden Worte bringen die vollkommene Zugehörigkeit zu Jesus durch Maria zum Ausdruck: „Totus Tuus ego sum, et omnia mea tua sunt!“ schreibt der Hl. Ludwig und er übersetzt: „Mein Jesus, ich bin ganz Dein, und alles, was mein ist, ist Dein durch Maria, Deine heilige Mutter!“

Aus dem „Flammengebet“ des hl. Ludwig Maria Grignion de Montfort:

„Um wahre Kinder Mariens, Deiner heiligen Mutter, bitte ich Dich, die von ihr in Liebe empfangen und in ihrem Schoß getragen, geboren und an ihrer Brust ruhend, von ihrer Milch genährt und durch ihre Sorge groß gezogen, von ihrer Hand gestützt und mit ihren Gnaden bereichert sind!“

„Heiliger Ludwig Maria, bitte für uns!“


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Die Geschichte meiner Bekehrung

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Oft werde ich nach meinem Glauben gefragt. Ich möchte im folgenden Text versuchen, meinen religiösen Werdegang zu beschreiben.

Ich wurde 1979 in Luxemburg geboren und bin dort auch aufgewachsen. Unsere Eltern haben mir und meiner Schwester viel Liebe geschenkt, doch den Glauben an Gott haben sie uns leider nicht vorleben und vermitteln können. Der Mittelpunkt meines Lebens war von Kind auf die Musik. Stundenlang hörte ich klassische Musik, spielte Klavier, komponierte und las Bücher über große Komponisten und Musiker.

Mit 16 Jahren wurde ich von einem Klassik-Manager entdeckt. So stand ich von einem Tag auf den anderen plötzlich auf den Bühnen, spielte mit Orchestern, machte CD- und Radio-Aufnahmen. Eigentlich ging ein großer Traum in Erfüllung, doch die Verantwortung, die auf meinen Schultern lastete, machte mir sehr zu schaffen, ich fühlte mich dem Erfolgsdruck damals nicht gewachsen, und der Erfolg konnte die innere Leere, die ich oft empfand, nicht füllen. Es war auch die Zeit des ersten heftigen Liebeskummers und leider steckten auch meine Eltern in einer schweren Beziehungskrise, die zur Scheidung führen sollte.

Ich flüchtete mich in Drogenerfahrungen, um meinen Kummer zu vergessen, aber auch in der absurden Hoffnung, hierdurch vielleicht dem Sinn der Lebens auf die Spur zu kommen. Es musste doch einen Sinn hinter allem geben! Die katholische Kirche war für mich damals keine Alternative, viel zu sehr war ich den Vorurteilen des Zeitgeistes unterlegen. So kaufte ich mir Bücher über Meditation und Esoterik und suchte auf diesem Wege neue transzendente Erfahrungen zu machen, das Gleiche, was ich auch in den Drogen zu finden gehofft hatte. Ich war mir seit einiger Zeit absolut sicher, dass Gott existiert, wusste aber nicht, wie ich diesen Glauben entfalten konnte.

Mit 18 lernte ich ein „
Ganzheitliches Seminarhaus“ kennen und begann, dort gegen Unsummen von Geld Seminare und Kurse zu besuchen über Psychologie, Reinkarnation, Astrologie, Okkultismus usw. Mein Manager und ich gingen mittlerweile getrennte Wege - ich wollte um jeden Preis die Wahrheit über das Leben finden und brauchte Zeit und Raum für diese Suche. Mit der Zeit musste ich enttäuscht feststellen, dass all diese esoterischen und asiatischen Lehren (Buddhismus, Hinduismus) mich nicht froh machen konnten und dass das Seminarhaus nichts anderes als eine Sekte war, die ihre Mitglieder durch Gehirnwäsche immer tiefer in die Abhängigkeit verstrickte.

Seit dem Jahr 2000 spielte ich die Orgel in einer katholischen Pfarrgemeinde in Deutschland und leitete auch den Kirchenchor. Täglich konnte ich das Geschehen um den Altar beobachten und die Gebete der versammelten Gemeinde hören. Ich war sehr skeptisch und ließ das Ganze nicht wirklich an mich heran. Doch seit ich 2002 mit einem katholischen Mädchen zusammen war, konnte ich mich immer mehr für den Glauben der Kirche öffnen. Ich lernte junge engagierte Christen kennen, deren bescheidene und fröhliche Ausstrahlung und deren Art, miteinander umzugehen, einen tiefen Eindruck in mir hinterließen. Ich wohnte der Feier der heiligen Messe immer öfter auch außerhalb meines Dienstes bei und legte nach und nach die Bücher über Esoterik und andere Religionen zur Seite und las viel über die Kirche, den katholischen Glauben, über Jesus, und vor allem auch über Maria.

2003 hatte nämlich eine Frau, die es offensichtlich gut mit mir meinte, einen Rosenkranz aus Medjugorje geschenkt, den ich zu beten begann. Obwohl sich in mir anfangs noch einiges dagegen sträubte, dieses Gebet zu erlernen und zu sprechen, fühlte ich ganz tief in meinem Herzen, dass es gut sei, zu Maria zu beten; zu beten, dass sie mir helfen möge, näher zu Jesus zu kommen und diesen Jesus immer mehr zu verstehen. Nach und nach wuchs in mir die Gewissheit, dass die Gottesmutter selbst mir durch das
Rosenkranzgebet ihre Hand reichte und dass sie mich führte und beschützte. Ich konnte in aller Tiefe vom psychologischen und spirituellen Einfluss der Sekte frei werden und wurde ganz und gar heimisch im katholischen Glauben. Dank Maria war es mir nun möglich, alle Glaubenswahrheiten, die die Kirche verkündigt, von Herzen anzunehmen. So ging ich erstmals wieder zur Beichte, was eine zutiefst heilende Wirkung auf mein Leben zeigte.

Jesus Christus ist wahrhaft gegenwärtig im Sakrament der heiligen Eucharistie, das mir zum „täglichen Brot“ geworden ist. Die Kommunion gibt mir immer neu die Kraft, mich den Herausforderungen des Lebens zu stellen.

Ende 2004 habe ich die katholische Gemeinschaft „
Amici di Dio“ kennen gelernt und dort bleibende Freundschaften geschlossen. Mitglied einer religiösen Gemeinschaft innerhalb der großen Kirche zu sein, ist für das Glaubensleben in besonderer Weise wichtig und bestärkend. Außerdem habe ich hier Martina kennen gelernt, die ich am Rosenkranzfest 2006 glücklichen Herzens heiraten durfte.

Ich danke Gott, dass Er mich durch Maria zurück in die Kirche geführt hat und auch all den Menschen, darunter viele großartige Priester und Ordensleute, die mich auf diesem Weg begleitet haben und immer noch begleiten. Wer die Liebe Gottes einmal erfahren hat, kann nicht mehr weiterleben wie vorher - auch ich wurde ergriffen vom Herrn und möchte diese Erfahrung teilen und weitergeben, durch meine Musik und durch mein ganzes Leben.


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Johannes Paul II. und seine Mutter Maria

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Eindrücke nach der Beerdigung Papst Johannes Pauls II.

Ich stehe auf einem hölzernen Klappstuhl auf der Piazza San Pietro, gut 100 m vom schlichten Sarg unseres geliebten Papstes Johannes Paul II. entfernt und verfolge gebannt den feierlichen und erhabenen Trauergottesdienst, an dem dank der medialen Ausstrahlung weltweit wohl bis zu einer Milliarde Menschen teilnehmen. Berührt und überwältigt von der Liebe der Pilger, deren Herz es ebenso wie mich und die fünfzig anderen kath.net-Leser unserer Busreise nach Rom verschlagen hat, bete ich im Stillen und danke Gott für diesen großen Papst.

Immer wieder denke ich an Maria, die Mutter Jesu, in deren Hände Karol Wojtyla sein Leben bedingungslos gelegt hat. Nachdem er als junger Mann während der Wirren des Zweiten Weltkrieges im Jahre 1942 in der Chemiefabrik Solvay, wo er damals arbeitete, das „Goldene Buch“ des hl. Ludwig Maria Grignion de Montfort zum ersten Mal gelesen hatte, ein Buch „über die wahre Verehrung der seligen Jungfrau Maria“, klärte sich in ihm die Frage nach seiner Berufung vollends. Er, der das Schauspielen, die Dichtkunst und die Philosophie so sehr liebt, tritt im Herbst 1942 ins Priesterseminar von Krakau ein.

Bereits seit seinem zehnten Lebensjahr trägt er das Karmelskapulier, Zeichen inniger Marienverehrung und innerer Verbundenheit mit dem Karmel, dem wohl marianischsten aller Orden. Nicht einmal bei seiner Operation nach dem gesundheitlich folgenschweren Attentat von 1981 lässt er zu, dass man ihm das Skapulier abnimmt.

Als er 1978 zum Papst gewählt wird, betont er sogleich den hohen Stellenwert, den der Rosenkranz, sein Lieblingsgebet, für ihn hat: „Er ist ein wunderbares Gebet, wunderbar in seiner Schlichtheit und Tiefe“, das „uns (…) durch das Herz seiner Mutter in lebendige Verbindung mit Jesus bringt“ (Rosarium Virginis Mariae, Nr. 2).

Durch Maria zu Jesus. – Dies ist der Weg, der einen der größten Päpste aller Zeiten hervorgebracht hat, einen Papst, der die Menschen geliebt hat, mit jeder Faser seines Herzens, und der diese Liebe in Wort und Tat bewiesen und gelebt hat. Weshalb lagen und liegen ihm so viele Herzen zu Füßen? Weil wir uns geliebt wussten vom polnischen „Stellvertreter Christi auf Erden“. Christen sowie Menschen anderer Konfessionen und Nichtgläubige fühlten, dass die Liebe dieses Menschen und seine Sorge um das Geschick der Menschheit durch und durch echt waren.

In seiner ersten Enzyklika „Redemptor Hominis“ aus dem Jahre 1979 stellt er die Weichen für das kommende Vierteljahrhundert seines Pontifikats: „Der Erlöser des Menschen, Jesus Christus, ist die Mitte des Kosmos und der Geschichte“ (Redemptor Hominis, R.H. Nr. 1). Er spricht sich aus für die Würde und die Freiheit jedes Menschen und gegen jegliche Form der Ungerechtigkeit. Die „Königswürde“ des Menschen „besteht im Vorrang der Ethik vor der Technik, im Primat der Person über die Dinge, in der Überordnung des Geistes über die Materie“ (R.H. Nr. 16). Diesem „Wahlprogramm“ ist Johannes Paul II. zeit seines Lebens treu geblieben.

Die Welt bewundert das Wirken dieses Papstes, seine Güte und seine Menschlichkeit, lobt seinen unermüdlichen Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit, seinen Mut zum offenen Dialog mit Andersdenkenden, seine große Demut, die ihn dazu bewog, um Vergebung für die Sünden der Kirche zu bitten und sein Kreuz der Krankheit und des Alters bis zum Ende ohne Klagen zu ertragen und somit die christliche Botschaft von Kreuz und Auferstehung vor den Augen aller zu bekunden. Kaum jemand, der ihn erlebte, blieb unberührt von seinen Worten und Taten. Doch wir sollten die Gnade dieser Stunde dazu nutzen, tiefer zu schauen: Johannes Paul II. zeigte stets auf Jesus Christus, den Erlöser der Menschheit, der in der Kirche im Sakrament der Eucharistie präsent ist, der „Quelle des Lebens und der Heiligkeit“ (Litanei vom Herzen Jesu). Diese Quelle, das Zentrum, die Mitte, das Herz unseres christlichen Glaubens hat unserem Heiligen Vater die Kraft gegeben, Stimme des Gewissens in einer so gewissenlosen Zeit zu sein!

Schauen wir nach innen! Nicht die Form gebiert den Inhalt, sondern der Inhalt schafft das Äußere, die Form. „Ein guter Mensch bringt Gutes hervor, weil in seinem Herzen Gutes ist. (…) Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund“ (Lk 6, 45). Johannes Paul II. war ein Nachfolger Christi, dessen ganzes Leben auf Christus verweist, wie ein Fenster, durch das die barmherzige Liebe Gottes schien und weiter scheinen wird. In grenzenlosem Vertrauen auf seine himmlische Mutter Maria hat er die Kirche durch den „neuen Advent“ (R.H. Nr. 1) des „Großen Jubiläums“ des Jahres 2000 geführt. Als er am 16. Oktober, dem Beginn des 25. Jahres seines Pontifikats mit dem Apostolischen Schreiben „Rosarium Virginis Mariae“ der Christenheit erneut den unschätzbaren Wert des Rosenkranzgebetes ans Herz legte, das Jahr des Rosenkranzes ausrief und die neuen „lichtreichen Geheimnisse“ veröffentlichte, die im Geschenk Christi der Eucharistie an uns gipfeln, setzte er wiederholt ein Zeichen seines marianischen Weges, der für alle Katholiken verbindlich sein sollte:

Durch Maria zu Jesus. – Johannes Paul II. führte sein Werk „zum Höhepunkt des beschrittenen Weges“ (Mane Nobiscum Domine, M.N.D. Nr. 10), indem er nach der bedeutenden Enzyklika über die Eucharistie am 7. Oktober 2004 (Gedenktag Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz!) sein letztes Apostolisches Schreiben „Mane Nobiscum Domine“ veröffentlichte und das Jahr der Eucharistie ausrief, um somit die Christen erneut als ihr Vater, Hirte und Lehrer tiefer in dieses unergründliche Geheimnis einzuführen. Es ist sicher kein Zufall, dass Papst Johannes Paul II. diese Welt im Jahr der Eucharistie verlassen hat, dessen Höhepunkt für viele junge Menschen aus der ganzen Welt der Weltjugendtag in Köln sein wird: „Sehr viel erwarte ich schließlich von euch, liebe Jugendliche, während ich unsere Verabredung für den Weltjugendtag in Köln in Erinnerung rufe. Das Thema ‚Wir sind gekommen, um ihn anzubeten’ (vgl. Mt 2,2) eignet sich in besonderer Weise dafür, um euch die rechte Haltung nahezubringen, wie wir dieses eucharistische Jahr leben können. Bringt zu diesem Treffen mit dem unter dem eucharistischen Schleier verborgenen Jesus die ganze Begeisterung eurer Jugend, eurer Hoffnung und eurer Liebesfähigkeit mit!“ (M.N.D. Nr. 30). Er hinterlässt nicht nur der Kirche, sondern der ganzen Menschheit ein derart reiches Erbe, das im gegenwärtigen Augenblick sicher noch niemand wirklich zu erfassen vermag. Lassen wir uns weiterhin von ihm unterweisen, seine Lehre studieren und ergründen, um uns von ihm dorthin führen zu lassen, wohin er die Menschheit als Mensch, Priester, Bischof, Kardinal und letztendlich als Papst immer geleiten wollte:

Durch Maria zu Jesus.


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Mit Maria zum Allerheiligsten

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„Das Gebet macht uns zu Freunden Gottes”. Ist diese Aussage des hl. Thomas von Aquin nicht ein enormer Ansporn zum Gebet? Was kann die Welt dir anhaben, wenn du dir der Freundschaft Gottes gewiss sein darfst!

Zahllos sind die Ermahnungen zum immerwährenden Gebet in der heiligen Schrift, in den Gedanken der Heiligen, in den Dokumenten der katholischen Kirche. Die Wahrheit, die in der Aufforderung zum häufigen, ja zum ewigen Gebet aufstrahlt, wird jeder in sich finden, der einmal erlebt hat, wie richtig das Beten sich anfühlt. In der Folge wird man wohl auch eine Regung des Gewissens wahrgenommen haben, das einem mitteilen möchte, dass das Pensum der täglichen Zwiesprache mit Gott eigentlich selten ausreichend ist.

Maria, die in jedem Anliegen helfen will - sofern es nicht gegen Gottes Gebote gerichtet ist - wird uns auch helfen, unsere Beharrlichkeit im Gebet zu stärken. Fortschritte im geistlichen Leben und die Freundschaft Gottes erlangt nur, wer ausdauernd im Gebet ist, in guten wie in schlechten Tagen. Deshalb kann der Marienmonat Mai ein willkommener Anlass sein, Empfindungen der Liebe zur Muttergottes im Herzen zu wecken und sich oft im Gebet an sie zu wenden, damit sie uns zu ausharrenden Betern formt. Sie wird unser Beten und unser Rufen derart verstärken, dass es direkt in Gottes Herz dringt. Denn kein Mensch hat Jesus inniger geliebt und ist ihm näher gestanden als seine leibliche Mutter, die heilige Jungfrau Maria. Es ist bekannt, dass sie aus eben diesem Grund die mächtigste Fürsprecherin im Himmel ist, die wir bei Gott haben.

Wer sich Gott mit Maria nähert, wird schneller ankommen. Mögen wir deshalb Gott so häufig wie möglich in der heiligen Eucharistie begegnen, und zwar immer mit Maria an der Hand, sowohl in der heiligen Messe als auch in der eucharistischen Anbetung. Übergib deine Sorgen und Anliegen dem Herrn im Allerheiligsten Sakrament und bete Jesus mit Maria an. „Lobe den Herrn und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat“ (vgl. Ps 103,2). Werde ein Freund Gottes!


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Die Waffe des Christen

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Eine Betrachtung zum Rosenkranzmonat.

Seit Jahrhunderten erfreut sich das Rosenkranzgebet großer Beliebtheit unter den Katholiken. Das Jahr des Rosenkranzes, das Papst Johannes Paul II., ein großer Marienverehrer, für 2003 ausgerufen hat, setzte neue Impulse im Leben vieler Gläubigen. Die „lichtreichen“ Geheimnisse wurden den bisherigen drei Rosenkränzen - „freudenreich“, „schmerzreich“ und „glorreich“ - hinzugefügt und ergänzten das Rosenkranzgebet um 5 weitere Betrachtungen aus dem Leben des Heilands.

Der Papst strich in seinem Apostolischen Schreiben „Rosarium Virginis Mariæ“ besonders die Notwendigkeit des Gebetes innerhalb der Familie hervor, die „durch zersetzende Kräfte auf ideologischem oder praktischem Niveau bedroht ist“ (Nr. 6). „Die Wiederbelebung des Rosenkranzes in den christlichen Familien“ stelle daher „der Familie eine wirksame Hilfe dar, um die verheerenden Auswirkungen dieser epochalen Krise einzudämmen.“

Dies klingt dramatisch. Hält man sich jedoch die ungeheuren Scheidungs- und Abtreibungsraten vor Augen, sowie die völlige Orientierungslosigkeit vieler junger Menschen, die ihrem Leben keinen tieferen Sinn mehr zu geben wissen, kann man hier durchaus das Wirken des Teufels erkennen, der „wie ein brüllender Löwe“ umhergeht „und sucht, wen er verschlingen kann“ (1Petr 5,8). Viele Heilige haben den Menschen den Rosenkranz als mächtige Waffe gegen die Angriffe Satans empfohlen, und auch die Muttergottes selbst hat bei ihren Erscheinungen immer wieder dazu ermahnt, täglich voll Vertrauen den Rosenkranz zu beten.

Freilich, viele Christen sehen im Rosenkranz ein frömmlerisches Leiern, das nicht mehr zeitgemäß ist oder sie meinen eben einfach, er spreche sie nicht an und sei nichts für sie. Lassen wir uns nicht täuschen! Der Rosenkranz ist „ein Gebet von großer Bedeutung und ist dazu bestimmt, Früchte der Heiligkeit hervorzubringen“ (Rosarium Virginis Mariæ Nr. 1). Der heilige
Ludwig Maria Grignion de Montfort geht soweit zu sagen: „Ich weiß zwar nicht, wie und warum das so ist, gleichwohl beruht es auf Wahrheit: Ich kenne kein besseres Mittel, um zu erforschen, ob eine Person Gott angehört, als festzustellen, ob sie das Ave Maria und den Rosenkranz liebt oder nicht.“

Mit etwas Willenskraft kann jeder lernen, den Rosenkranz zu lieben. Dem einen mag das Lesen einer guten Schrift über den Rosenkranz genügen, um ihn von dessen Wert zu überzeugen, ein anderer braucht vielleicht die Erfahrung eines gut gebeteten Rosenkranzes in der Gemeinschaft oder die Empfehlung eines Freundes oder Priesters. Es gilt auf jeden Fall, unseren Vorsatz zu stärken, täglich den Rosenkranz zu beten!

Der Rosenkranzmonat Oktober bietet einen willkommenen Anlass, diesen Vorsatz in uns zu festigen und täglich neu in die Tat umzusetzen. Möge der hl. Ludwig Maria uns durch seine Fürsprache anspornen: „Ich bitte euch inständig, betet euern Rosenkranz! Dann werdet ihr auf dem Sterbebette jenen Tag und jene Stunde preisen, da ihr meinem Ruf gefolgt seid. Wenn ihr so unter dem Segen Jesu und Mariä reichlich gesäet habt, werdet ihr die ewigen Segnungen des Himmels ernten.“


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Das Skapulier

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Usprung und Bedeutung des Skapuliers. Aus den Amici-News im Juli 2005.

Den Mitgliedern der katholischen Gemeinschaft „Amici di Dio“ wird bei ihrer Aufnahme in die Gemeinschaft das braune Skapulier vom Berg Karmel von einem Priester aufgelegt. Dieses Zeichen, das uns persönlich an unsere Verbundenheit untereinander erinnert, beinhaltet jedoch andere wichtige Aspekte, die im folgenden kurz erläutern werden.
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Was ist das Skapulier?

Das Skapulier besteht aus zwei Stückchen braunen Wollstoffes, die durch zwei Tragbändchen miteinander verbunden sind. Der Name dieses Sakramentale leitet sich ab vom lateinischen Wort „scapulæ“, Schultern. Das Skapulier wird über beide Schultern hängend getragen und deutet das braune Schulterkleid des Ordensgewandes der Karmeliter an. Eines der Wollstückchen trägt ein Bildnis der Muttergottes mit ihrem göttlichen Kinde auf dem Arm. Auf dem anderen Wollstückchen befindet sich das Bild des Gekreuzigten oder des Heiligsten Herzens Jesu.

Ursprung

Nach der Überlieferung des Skapulierfestes überreichte die Muttergottes, die von den Mönchen des auf dem Berge Karmel gegründeten Bettelordens besonders verehrt wurde, am 16. Juli 1251 dem englischen Ordensgeneral Simon Stock ein Skapulier mit den Worten: „Mein Sohn, empfange dieses Skapulier deines Ordens; es ist das Zeichen der besonderen Vergünstigungen, die ich für dich und die Kinder des Karmel erlangt habe. Wer in diesem Gnadenkleide sterben wird, wird vor dem ewigen Feuer bewahrt bleiben. Es ist ein Zeichen des Heiles, ein Schutzkleid in Gefahren, das Unterpfand eines besonderen Friedens und besonderen Schutzes.“ Sobald dieses Versprechen den Gläubigen bekannt wurde, wollten auch sie dieses kostbare Unterpfand für ein gutes Leben und einen guten Tod besitzen. Päpste und Kardinäle, Kaiser und Könige, Bischöfe und Priester und Abermillionen von Gläubigen haben sich in der Folge mit diesem Schutzkleid Mariens bekleiden lassen.

Ein Zeichen

Das Skapulier ist von der Kirche approbiert und vom Karmeliterorden angenommen als äußere Manifestation der Liebe zu Maria, des kindlichen Vertrauens zu ihr und des Versprechens, ihr Leben nachzuahmen. Es symbolisiert ebenso die Verbundenheit der Laien, die es tragen, mit dem Karmeliterorden. Natürlich ist es nur ein Zeichen, welches dem Gläubigen zwar Gnaden gewährt, ihn jedoch nicht seiner Pflicht entbindet, sich bestmöglich im Weg der Nachfolge Christi zu bemühen. Durch dieses marianische Zeichen werden laut Johannes Paul II., der selbst das braune Skapulier seit seiner Kindheit trug, zwei Wahrheiten wach gehalten: „Einerseits der beständige Schutz der Allerseligsten Jungfrau, und zwar nicht nur auf unserem Lebensweg, sondern auch beim Übergang in die Fülle ewiger Herrlichkeit, andererseits das Bewusstsein, dass die Verehrung Marias sich nicht auf Gebete und Übungen zu ihrer Ehre in manchen Lebenslagen beschränken darf, sondern zu einem ,Habitus' werden muss, also zu einer beständigen Ausrichtung der persönlichen Lebensführung als Christ, die im häufigen Empfang der Sakramente und der Ausübung der geistlichen und leiblichen Werke der Barmherzigkeit ihre Grundlage hat. Auf diese Weise wird das Skapulier zum Zeichen des ,Bundes' und der gegenseitigen Verbundenheit zwischen Maria und den Gläubigen. In ihm wird greifbar zum Ausdruck gebracht, wie Jesus vom Kreuz aus dem Johannes, und in ihm uns allen, seine Mutter übergab, und wie sich ihr der Lieblingsjünger und mit ihm wir alle vertrauensvoll anheimgeben, so dass sie zu unserer geistlichen Mutter wird“ (aus der Botschaft Johannes Pauls II. an den Karmeliterorden anlässlich der Weihe des Jahres 2001 an die Mutter Gottes und anlässlich des 750. Jahrestags der Übergabe des Skapuliers).

Als Schwester Lucia befragt wurde, warum Maria bei ihrer letzten Erscheinung in Fatima als Muttergottes vom Berge Karmel erschienen war, sagte sie: „Maria wollte dadurch ihren Wunsch bekunden, dass alle Menschen das Skapulier als Zeichen ihrer Weihe an Ihr Unbeflecktes Herz tragen.“ Da die „Amici di Dio“, die Freunde der großen Freunde Gottes im Himmel, in regelmäßigen Abständen ihr Leben durch die Grignion-Weihe ganz in die Hände Unserer Lieben Frau legen, entspricht das Skapulier unserer marianisch ausgerichteten Spiritualität und erinnert uns täglich an unsere Zugehörigkeit zu Mutter Maria, der Mutter der heiligen katholischen Kirche.

Am 16. Juli, dem Fest „Unserer Lieben Frau auf dem Berge Karmel“, wollen wir, jeder auf seine Art, etwa durch den Besuch der Heiligen Messe, alljährlich unsere Dankbarkeit für die gütige Führung Mariens in unserem Leben und für das Gnadengeschenk des Skapuliers, das wir tragen dürfen, zum Ausdruck bringen.

Praktische Hinweise

  • Das Skapulier wird nur einmal von einem Priester oder einer beauftragten Person überreicht.
  • Das Skapulier ermutigt uns und erinnert uns daran, den Anforderungen des Evangeliums gerecht zu werden, die Sakramente zu empfangen und eine besondere Verehrung der Jungfrau Maria zu pflegen, welche sich durch das tägliche Rosenkranzgebet, die tägliche Andacht der drei „Ave Maria“ oder aber auch durch das Gebet des „Angelus“ ausdrückt.

Kurzformel zur Überreichung des Skapuliers

„Empfange dieses Skapulier als Zeichen der besonderen Verbundenheit mit Maria, der Mutter Jesu, der Du versprichst, sie nachzuahmen. Dieses Skapulier soll Dich an Deine Würde als Christ, Deine Hingabe im Dienst am Nächsten und die Nachahmung Mariens erinnern. Trage es als Zeichen ihres Schutzes und als Zeichen der Zugehörigkeit zur Familie des Karmels in der Bereitschaft, Gottes Willen zu befolgen und im Einsatz im Dienst am Aufbau einer Welt, die seinem Plan der Brüderlichkeit, Gerechtigkeit und des Friedens entspricht.“

© Skapulierabbildung aus dem Shop St. Josef


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