Links im katholischen Internet
- Interview mit Monika Rheinschmitt: Heute Abend (29. November) um 19.00 Uhr strahlt Radio Horeb in der Sendung „Treffpunkt“ mit dem Titel „Generation Benedikt und kathnews.de auf Sendung bei Radio Horeb“ ein Interview mit Frau Monika Rheinschmitt, der Vorsitzenden von Pro Missa Tridentina, aus. Ich hoffe, dass Radio Horeb die neue monatliche Sendereihe der Generation Benedikt und kathnews.de auch als Podcast anbieten wird! (via kathnews.de)
- Videos aus Vietnam: Die beiden Missio-Mitarbeiter Martin Minkowitsch und Andreas Thonhauser waren vor einem guten Monat in Vietnam, um den Opfern des Taifun Ketsana Hilfe vor Ort zu leisten. Auf den Blog hatte ich damals hingewiesen. Auf missio.at kann man sich auch einige Videos anschauen, die auf ihrer Reise entstanden ist. Sehr bewegend!
- Videos und Vorträge aus Heiligenkreuz: P. Karl Wallner hat auf der Heiligenkreuzer Homepage auf die vielfältigen Angebote von Heiligenkreuzer Mönchen im Internet hingewiesen.
- Podcasts aus Stiepel: Das Zisterzienserkloster Bochum-Stiepel stellt viele hervorragende Vorträge und Predigten auf ihrer Podcast-Seite zum Anhören und Downloaden zur Verfügung.
- Kathwahrheit.de: Eine unerschöpfliche Fundgrube an Information zum katholischen Glauben. Ob Sakramente, Heilige, Zeugnisse, Abtreibung, so ziemlich alles wird hier im Licht der katholischen Wahrheit beleuchtet.
- Evangelisation heute: Eine fantastische Initiative von Familie Winter aus Annweiler, zu Recht von kath.net zur Webseite des Monats im Juni 2009 gekürt! In einem meiner nächsten Beiträge werde ich das wunderbare Büchlein „Handkommunion oder Mundkommunion“, das soeben im fe-Verlag erschienen ist, vorstellen. Ich möchte auch auf den Gebetstag für die Ungeborenen am 9. Dezember hinweisen.
1000 Kinder retten
1000plus hat auch ein eigenes Blog, das ihr sicher in eure Blogroll aufnehmen möchtet, und ist zusätzlich über Twitter und Facebook sehr engagiert. Hinweisen möchte ich auch auf die wunderschönen und raffiniert gestalteten Poster, die man frei downloaden und verbreiten kann.
Die Macher des Projekts verzichten bewusst auf Aussagen religiöser Natur, was 1000plus zum Ansprechpartner auch für jene macht, die verwandten, explizit christlichen Hilfsorganisationen gegenüber Vorbehalte hätten.
Die Botschaft ist jedoch immer die gleiche:

Oder wie auf der Seite von Die BIRKE e.V., einer ähnlich ausgerichteten Organisation, zu lesen ist:
Die BIRKE berät immer auf das Leben hin. Deshalb wurde noch nie einer Frau zu einer Abtreibung geraten und auch noch nie ein sog. Beratungsschein ausgestellt.
Dahinter steht die Erkenntnis, dass nie das ungeborene Kind die Konflikte der Frau verursacht. Weil es für diese Konflikte jedoch nur im Leben eine Lösung geben kann, zieht die BIRKE die Option einer Abtreibung gar nicht erst in Erwägung. Stattdessen sucht und findet die BIRKE Lösungen, damit jede Mutter ihr Kind bekommen kann. Ziel ist es, Probleme abzutreiben, keine Kinder.
Also: bitte weitersagen und 1000plus merken, falls ihr mal mit Frauen zu tun habt, die sich (noch) nicht auf ihr Kind freuen können. Ich bin sicher, dass 1000plus das Ziel erreichen wird und bete dafür, dass es im Laufe der Jahre noch viel, viel mehr als 1000 Babys vor der Abtreibung retten wird!
MusicMonday: Das Leben

Das Musikstück im Video ist eine einfache Komposition namens „Le Petit Prince op. 6“, inspiriert durch die gleichnamige Erzählung von Saint-Exupéry. Anschließend erklingt aus den mehrfach hier vorgestellten Eichendorff-Liedern op. 3 (Wünschelrute & Abendständchen) das „Kirchenlied“ (ein marianisches Gedicht von Joseph Freiherr von Eichendorff), aus dem ich später ein Chorfassung mit dem Text des „Ave Maria“ erstellt habe. Da es nicht ganz ins Video passt, könnt ihr euch weiter unterhalb des Videos beide Versionen vollständig anhören.
Ich möchte in diesem Zusammenhang auch auf eine aktuelle UN-Petition des Catholic Family & Human Rights Institute aufmerksam machen, so wie auf das unterstützenswerte Projekt 1000+.
Kirchenlied (Ave Maria) - Klavierfassung:
XII. Kirchenlied (aus „Eichendorff-Lieder op. 3“) by davidianni
Ave Maria - Chorfassung:
Ave Maria op. 48 by davidianni
Es singt der luxemburgische Chor „Madrigal de Luxembourg“ unter der Leitung von Carlo Hommel.
Schlussgebet der Enzyklika Evangelium vitæ von Papst Johannes Paul II.
O Maria,
Morgenröte der neuen Welt,
Mutter der Lebendigen,
Dir vertrauen wir die Sache des Lebens an:
o Mutter, blicke auf die grenzenlose Zahl
von Kindern, denen verwehrt wird,
geboren zu werden,
von Armen, die es schwer haben zu leben,
von Männern und Frauen,
die Opfer unmenschlicher Gewalt wurden,
von Alten und Kranken,
die aus Gleichgültigkeit
oder angeblichem Mitleid getötet wurden.
Bewirke, daß alle,
die an deinen Sohn glauben,
den Menschen unserer Zeit
mit Freimut und Liebe
das Evangelium vom Leben verkünden können.
Vermittle ihnen die Gnade, es anzunehmen
als je neues Geschenk
die Freude, es über ihr ganzes Dasein hinweg
in Dankbarkeit zu feiern,
und den Mut, es mit mühseliger Ausdauer
zu bezeugen,
um zusammen mit allen Menschen
guten Willens
die Zivilisation der Wahrheit und der Liebe
zu errichten,
zum Lob und zur Herrlichkeit Gottes,
des Schöpfers und Freundes des Lebens.
Wenn beginnt das menschliche Leben?
In Loving Memory
Abtreibung und Holocaust II

Zunächst eine Zusammenfassung der Ereignisse um die Holocaust-Abtreibungs-Diskussion, weil wahrscheinlich die Leser, die nicht aus Österreich stammen, nicht wissen, was genau der Auslöser dafür gewesen ist:
Am 3. September fand in Wien die Ehrung einer Abtreibungsklinik (s.a. Abtreibung ist keine Ehrensache) durch den Wiener Bürgermeister Häupl statt. Einer der selten gewordenen katholischen Politiker nahm Stellung dazu. Laut news.at (wo natürlich nicht objektiv berichtet wird) sagte Ewald Stadler:
„Ich war immer ein Gegner der Abtreibung. Das ist auch nach unserer Rechtsordnung eine Tötungshandlung. Wer Lehren aus der Geschichte gezogen hat, kann nicht wie der Wiener SPÖ-Bürgermeister Michael Häupl heuchlerisch diejenigen ehren, die für die Massentötungen verantwortlich sind. (…) Ich halte es mit Bischof Andreas Laun, der gemeint hat, moralisch führen die gleichen Gleise zur Abtreibung und in die Vernichtungslager der Nazis.“
Frauenministerin Heinisch-Hosek zeigte sich daraufhin äußerst empört und kündigte umgehend eine rechtliche Prüfung des Vergleichs an. Dr. Jakob Cornides, der meiner Meinung nach sofort die Hypokrisie der Ministerin durchschaut hat, schrieb einen offenen Brief an die Ministerin, der auf Twitter die Runde machte.
Und wie sollte es anders kommen? Etwas weniger heftig als die Ministerin, aber immer noch heftig, wurde protestiert. So ein Vergleich sei inakzeptabel. Da sind sich viele (katholische) Blogger einig.
Bitteschön! Man beachte einmal den Kontext des Ganzen: In Wien wird wieder mal ein riesiger Schritt in Richtung Verharmlosung der Abtreibung gemacht, und ein Politiker zieht einen Vergleich, der seit Papst Johannes Paul II. immer wieder mehr oder weniger drastisch fällt, eben weil die Abtreibung als etwas Normales und Gerechtfertigtes angesehen wird und die Macht der Medien dazu genutzt wird, lobbymäßig gegen Abtreibungsgegner vorzugehen, während das ungeheuerliche Ausmaß des Unrechts, das durch die Abtreibung weltweit passiert, total unter den Tisch gekehrt wird. Wir erleben zurzeit eine pervertierte Umkehrung der Werte. Das Morden unschuldiger Kinder wird mit dem Recht auf Selbstbestimmung gerechtfertigt und immer unantastbarer als geltendes Recht in der Gesellschaft verankert.
Wieso vergleichen manche Abtreibungsgegner die Ermordung von Millionen Babys mit der Ermordung von Millionen Juden? Man könnte die Abtreibung auch mit dem Genozid in Ruanda vergleichen oder mit anderen Völkermorden, wo es um die Abschlachtung von Menschen in Millionenhöhe geht. Nur leider sind andere Genozide nicht in solchem Maße im Bewusstsein der Menschen präsent wie der Holocaust. Beim Thema Holocaust weiß jeder - und das ist gut so -, dass ein grässliches Verbrechen an der Menschheit begangen wurde, das sich nie wieder wiederholen darf. Bei der Abtreibung, durch die ein eben so ein himmelschreiendes Unrecht passiert, ist dieses Bewusstsein jedoch überhaupt nicht vorhanden. Im Gegenteil: durch die erfolgreichen Bemühungen der „Freedom-of-choice“-Ideologen, die überaus mächtig sind in unserer Welt, wird der Mord an Babys gesellschaftsfähig gemacht und jede leise Kritik daran mit der Androhung juristischer Verfolgung und öffentlicher Verleumdung gestraft. Wenn das keine perverse Rechtslage ist, in der wir uns befinden und immer tiefer einsinken werden!
Ist es nicht absolut heuchlerisch, wenn nach solch einem Interview, wie dem mit Ewald Stadler, massenweise Politiker in solch einem arroganten Tonfall intervenieren, wie es beispielsweise Familienministerin Heinisch-Hosek tut? Meint sie tatsächlich, Herr Stadler oder alle anderen Abtreibungsgegnern würden sich nicht um die Grausamkeit des Holocaust scheren? Wem will sie was beweisen? Wie mitfühlend sie mit den Opfern des II. Weltkrieges ist? Welch gutes Herz sie hat?
Ein anderes (weit größeres) mediales Ereignis, das Medien und Politiker Anfang diesen Jahres ebenfalls instrumentalisiert haben, um sich in abstoßend heuchlerischer Weise als die großen Humanisten darzustellen, waren die Aussagen Papst Benedikts zum Thema Verhütung anlässlich seiner Afrika-Reise. Damals wie heute ärgert mich die verlogene Reaktion so vieler öffentlicher wie nicht öffentlicher Personen, die mit erhobener Brust und Nase demonstrieren wollten, wie wichtig ihnen das Wohl der Afrikaner sei.
Wer schert sich um die jährlich 45.000.000 abgetriebener, verstümmelter, auseinander gerissener, getöteter Kinder und um die Mütter, die ein Leben lang mit den psychischen Folgen ihrer Entscheidung leben müssen? Wo bleibt da das Mitgefühl der Leute, die ihre pseudo-philanthropische Ader so sehr zu Schau stellen meinen zu müssen? Was ist eigentlich euer Problem? Geht es euch wirklich um die Opfer des Holocaust?
Abtreibung und Holocaust I

Dass Nicht-Katholiken bei diesem Vergleich sofort lauthals protestieren müssen, ist nachvollziehbar. Der Mensch hat irgendwo einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Der ist nur leider manchmal etwas verwirrt. Vielleicht wie ein Kompass, der zu nah an einem Magneten liegt. Dass aber auch Katholiken immer wieder sofort auf den Plan springen, um ganz schnell klarzustellen, dass Holocaust und Abtreibung auf keinen Fall zu vergleichen seien und beschwichtigend darauf hinweisen, wie unsagbar furchtbar der Holocaust ja sei, finde ich mehr als traurig, um es gelinde auszudrücken. Keine Frage, natürlich ist er das! Hat jemand etwas anderes gesagt?! Der Mord an den Juden ist so fürchterlich, dass Worte gar nicht ausreichen, um diese Hölle zu beschreiben.
Wieso ich die Beschwichtigungen ärgerlich finde? Weil man dadurch im gleichen Atemzug den Mord an Millionen und Abermillionen von ungeborenen Kindern wieder verharmlost, und dagegen wird nicht gemault. Man bringt sich schnell durch „political correctness“ in Sicherheit, will ja schließlich nicht der Verharmlosung des Judenmordes bezichtigt werden. Auch die Mütter werden in Schutz genommen, schließlich macht keine Mutter, nein, keine der etwa 45.000.000, in Worten fünfundvierzig Millionen Müttern jährlich „so etwas leichtfertig“.
Nein, das machen sie sicher nicht. Ich behaupte es auch nicht. Die meisten von ihnen wissen es nicht besser, schließlich werden kaum Alternativen angeboten, und mit einer Abtreibung lässt sich mehr Geld verdienen als mit einer lebensbejahenden Unterstützung der Mutter bis zur Geburt und darüber hinaus. Was ich aber behaupte, ist dass unsere Politiker die Abtreibung maßlos verharmlosen, dass eine ganze Menge an Ärzten und an „familienfördernden Institutionen“ (welch eine Perversion, sich als solche zu verkaufen, wenn man Frauen in die Abtreibungskliniken führt!) unbehelligt zum „Schwangerschaftsabbruch“ raten, dass unsere Medien absolut einseitige Darstellungen abliefern, die das Töten von Embryonen gutheißen und den Widerstand dagegen verteufeln.
Ich las vor einigen Tagen in den luxemburgischen Nachrichten die kommentarlose Verkündigung, dass eine neue Pille, die diesen Monat auf den Markt kommt, bis zu 5 Tage nach der Zeugung „wirken“ kann. Würde ein Wirkstoff angepriesen werden, der z.B. überflüssige Katzenbabys innerhalb von Sekunden sterben lassen würde - die Firma des Giftes könnte sich auf ordentliche Protestaktionen aus der Bevölkerung gefasst machen. Die Hersteller dieser neuen „Medizin“ hingegen werden ohne spürbaren Widerstand mächtig viel Kohle mit ihrem Geschäft machen.
Beim Morden von - aus welchen Gründen auch immer - unerwünschten Babys ist ein solches Gerechtigkeitsgefühl schlichtweg nicht vorhanden. Vielleicht liegt es daran, dass das Baby noch so winzig ist und noch kein Menschenherz in dem Maß bezaubern konnte, wie es eben nur ein tatsächlich geborenes Baby vermag. Man meint, dass es sich wahrscheinlich doch eher noch um eine gefühl- und leblose Zellmasse handeln muss, die nicht soviel Lebensberechtigung hat wie ein bereits geborener Mensch, wenn sie überhaupt eine haben sollte.
Die Embryoverstümmelungsverteidiger kommen natürlich auch immer mit dem schrecklichen Vergewaltigungsbeispiel, oder manchmal auch mit der schlimmen Behinderung oder den Risiken für die Mutter, bei der es um Leben und Tod geht. Wer sich ein wenig mit der Materie beschäftigt, weiß freilich, dass diese Fälle nur einen äußerst geringen Prozentsatz der Abtreibungen ausmachen. Womit ich auch nicht sage, dass sie dann legitim sind. Das kann man wahrscheinlich nur in ganz wenigen extremen Fällen behaupten. Wenn man anstatt von 45 Millionen von 4.500 Abtreibungen pro Jahr sprechen würde, wären wir in einer völlig anderen Situation, die sicher auch christliche Lebensschützer vollkommen anders bewerten würden. Unsere Gesellschaft ist in puncto Lebensschutz jedoch derart missorientiert, dass das Wort der „Kultur des Todes“ objektiv betrachtet sehr leicht nachzuvollziehen ist.
Stelle dir bitte folgendes einmal vor: eine Frau wird brutal vergewaltigt und dabei wird ein Menschenkind gezeugt. Es entsteht ein Kind im Bauch der Frau. Es wurde nicht gefragt, ist jetzt aber da. Stelle dir vor, du bist dieses Kind. Du kommst also unter schrecklichen Umständen in den Bauch deiner Mutter, die verständlicherweise große Schwierigkeiten damit hat, dich als ihr Kind anzunehmen. Sagt dein Gefühl jetzt: „Ok, was der Mammi da passiert ist, ist grausam. Ich habe kein Problem damit, dass niemand mich will, tötet mich ruhig.“ Klar, kein Embryo wird so denken, aber eine natürliche, instinktive Gefühlsveranlagung wird vorhanden sein, und die sagt unmissverständlich: „Ich will leben. Ich will geliebt werden.“ Und dieses Recht - zu leben und geliebt zu werden - sollte jedes Kind, egal in welchem Zustand seiner Entwicklung, haben!
Hast du selbst Kinder? Dann stelle dir vor, dieses Kindlein, das du vielleicht gerade in sein Bettchen gelegt hast, wäre abgetrieben worden, man hätte ihm nie die Möglichkeit gegeben, zu leben und die Welt durch sein Dasein zu bereichern.
Das Problem sind nur bedingt die Mütter oder die verantwortlichen Ärzte oder die Politiker, es ist vielmehr ein gesellschaftliches Problem auf breiter Ebene. Unsere „zivilisierte“ Welt hat andere Prioritäten als das Fördern eines Bewusstseins für das Leben. Es müsste in so vielen Bereichen umgedacht und umdisponiert werden. Es müssten ganz andere Lösungsansätze her. Der Wert der Familie müsste mehr denn je unterstrichen werden. Am besten nicht von x-mal geschiedenen Familienministerinnen. Schwangere Frauen müssten unbedingt dahingehend unterstützt werden, dass sie ihre Kinder zur Welt bringen. Finanziell, emotional, spirituell. Es gibt so viele Möglichkeiten, wie man Abtreibungen verhindern könnte und damit auch das untrennbar daran gekoppelte Post Abortion Syndrom.
Nicht umsonst setzt die katholische Kirche sich so bedingungslos für die Familie ein, denn letztendlich sind es nur intakte Familien (die so wahnsinnig selten sind!), die unsere Gesellschaft langfristig wirklich zu einer „Kultur des Lebens“ gedeihen lassen können. Wer eine Familie hat, in der man sich liebt und respektiert, und vielleicht sogar zusammen betet, wird vielleicht ahnen, was ich damit meine.
In der Bibel heißt es: „Leben und Tod lege ich dir vor, Segen und Fluch. Wähle also das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen.“ (Deut 30,19) Dieses Bewusstsein muss gelehrt und weitergegeben werden. Zur Not auch mit dem drastischen, aber nicht ganz abwegigen Vergleich mit dem Holocaust. Der Brief, der die Diskussion auf Twitter und auf manchen Blogs angezettelt hat, darf nicht falsch verstanden werden. Ich kenne den Verfasser nicht und wäre selbst nicht auf die Idee gekommen, einen solchen Brief zu schreiben. Sein Anliegen kann ich jedoch ohne weiteres verstehen. Wer beim Vergleich von Abtreibung und Holocaust gleich auf die Barrikaden geht, sollte auch darauf hingewiesen werden dürfen, wieso dieser Vergleich manchen Menschen, wie z.B. Papst Johannes Paul II., angebracht scheint.
Abtreibung und Holocaust II
Abtreibung ist keine Ehrensache
Aus dem Newsletter von Jugend für das Leben
Wien (04.09.2009, JfdL-md). Die von der Stadt Wien initiierte Ehrung der Abtreibungseinrichtung „pro:woman“ bescherte dem Wiener Bürgermeister nicht nur hunderte Protestbriefe, sondern auch hunderte Demonstranten vor dem Rathaus. Gestern, am Tag der Ehrung (Donnerstag, den 3. September) gingen knapp vierhundert Lebensschützer auf die Straße (s. Bericht auf kath.net und Eindrücke auf Gloria.tv) und protestierten gegen die Veranstaltung im Rathauskeller. Organisiert wurde die Kundgebung, an der Jugend für das Leben als Teilnehmer mitwirkte, von der Plattform Gesellschaftsverantwortung.
„pro:woman verdient keine Ehrung, sondern die Schließung“
Margret Parzmair, Pressesprecherin von Jugend für das Leben, betont, dass Abtreibung keine ausreichende Antwort auf die Lebensprobleme schwangerer Frauen in Not sei: „Die finanziellen Nöte, die Einsamkeit und die vielen Sorgen dieser armen Frauen werden von Abtreibern übergangen und nicht ernst genommen, weil Einrichtungen wie „ pro:woman “ damit Geschäfte machen wollen. Ich als Frau empfinde es als eine Gemeinheit, dass Abtreiber die Notlagen schwangerer Frauen ausnutzen.“ So begründet Parzmair auch ihr Unverständnis gegenüber den Gegendemonstranten: „In der Gedankenwelt der Sozialisten und der Grünen haben Kinder offenbar keinen Platz.“
„Unrecht muss gerecht bestraft werden“
Parzmair erklärte in ihrer Ansprache vor den Demonstranten, dass Abtreiber nicht belohnt gehören, sondern bestraft. „Ungeborene Kinder und schwangere Frauen müssen vor den Abtreibern wirksam geschützt werden. Das geht nur, wenn Abtreiber gerecht bestraft werden.“ So wie die Bestrafung von Diebstahl das Eigentum schütze, so schütze auch die Bestrafung der Abtreibung das Leben, erläutert Parzmair ihren Standpunkt.
Falsche Vorstellung von Selbstbestimmung
Das Selbstbestimmungsrecht, mit dem Ideologen das Unrecht Abtreibung gerne rechtfertigen würden, bestehe in Wahrheit darin, „zwischen Möglichkeiten wie der Adoption, der Pflegefamilie und finanzieller Unterstützung zum Selber Aufziehen der Kinder frei zu wählen.“ Die Pressesprecherin des Jugendvereins schließlich: „Es gibt kein Recht, über das Leben anderer zu bestimmen. Die Würde des Menschen ist unantastbar.“
Lest bitte auch, was Weihbischof Laun zu dieser „Ehrung“ zu sagen hat!
Christ sein

Das Christentum ist eine lebensverändernde, persönliche Erfahrung des auferstandenen Christus. Jeder, der Jesus aufrichtig sucht, wird Ihn finden. Doch wenn wir ihn finden, müssen wir bereit sein für die Konsequenzen, denn nichts wird mehr sein wie vorher.
Der Bischof zitiert den seligen Franz Jägerstätter, der sich nach einer wilden Jugend bekehrt hat und fortan ein vorbildliches christliches Leben führte: „Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, wie schmerzhaft es ist, als halbherziger Christ zu leben“. Er stellt fest, dass die Gläubigen versucht seien, ein halbherziges Christentum zu akzeptieren und ein doppeltes Leben zu führen: ein Mensch zu sein, wenn wir in der Kirche sind oder beten und ein anderer, wenn wir mit Freunden, Familie oder auf der Arbeit sind, um ja nicht aufzufallen. Dabei, so der Bischof, kann kaum etwas wichtiger sein als der Glaube, der zu tun hat mit der letztendlichen Bedeutung unseres Lebens. Dies seien die Dinge, über die wir reden müssen, wenn wir ein ganzes und ungeteiltes Leben in Jesus Christus leben möchten.
Wir sind innerhalb weniger Jahrhunderte von einer Welt, in der es unmöglich war, nicht an Gott zu glauben, zu einer Welt übergegangen, in der der Glaube an Gott nicht mehr nötig zu sein oder keinen Unterschied zu machen scheint. Der Mehrzahl der Menschen in unserer westlichen, „entwickelten“ Kultur können ihr ganzes Leben so zubringen, als würde Gott nicht existieren. Wohl dürfen wir unseren Glauben frei leben, zusammen beten und Messe feiern, aber die Massenmedien trichtern uns ständig ein, dass wir unsere religiösen Ansichten niemanden aufdrängen dürfen. Diese kuriose Idee wurde immer als vernünftige und aufgeklärte Art zu leben proklamiert. Du bist frei zu glauben, was du glauben möchtest, ich bin frei zu glauben, was ich glauben möchte und die Regierung stimmt damit überein, uns nicht vorzuschreiben, was wir zu glauben haben. Klingt nicht falsch.
Doch die Dinge sind nicht so vernünftig und aufgeklärt wie sie scheinen. Als Beispiel erwähnt Bischof Chaput die Afrika-Reise Papst Benedikts im März diesen Jahres (s. meinen Kommentar dazu): obwohl kaum jemand derart viel Geld und menschliche Hilfe in den Kampf gegen Aids investiert wie die katholische Kirche, wurde aufgrund der Aussage des Papstes, Kondome würden nicht helfen, das Problem dieser schrecklichen Epidemie zu bekämpfen - die im übrigen von führenden Wissenschaftlern der Aids-Forschung bestätigt wurde - die Lüge in den Medien verbreitet, der Papst wäre verantwortlich für den Tod von Millionen Afrikanern und die Haltung der Kirche würde eine Bedrohung für das öffentliche Gesundheitswesen darstellen. Der „Kult des Kondoms“ und die dahinter liegende Ideologie, dass Sex als fundamentales Bedürfnis der Menschen nicht hinterfragt werden darf, verhinderte jede öffentliche Diskussion und Verständnis für die Position des Papstes: Kondome auszuteilen vermittelt ein falsches Sicherheitsgefühl und ermuntert zu gerade jenen Verhaltensweisen, die Aids verbreiten.
Wir lernen, dass wir in einer Gesellschaft leben, die religiöse Freiheit und den freien Austausch unterschiedlicher Ideen respektiert. Aber dem ist nicht so, wie das eben dargelegte Beispiel zeigt. Es kann tatsächlich so weit kommen, dass wir irgendwann auf legaler Basis daran gehindert werden, unsere Meinung öffentlich zu vertreten. Die Frage, die dann auftaucht, ist: „Wie werden wir in dieser neuen Welt leben? Wie können wir ein ‚neues Leben in Christus‘ in einem ungläubigen Zeitalter leben?“
Diese Frage können wir nur beantworten, wenn wir manche Dinge über das Christsein klarstellen. Dies bedarf jedoch der Klarstellung über die Person Jesu Christi. Heutzutage ist Jesus nicht mehr der Herr, der Sohn Gottes, sondern eher ein aufgeklärter, humanistischer Typ. Das Problem ist: Wenn Jesus nicht Gott ist, kann er nichts für uns tun. Dann ist das Evangelium nicht mehr als eine interessante Lebensphilosophie.
Wir müssen also daran glauben, dass Jesus der Sohn Gottes und Mariens ist, wahrer Gott und wahrer Mensch. Jesus ist nicht vom Himmel gekommen, um uns zu sagen, dass wir jeden Sonntag zur Messe gehen müssen oder dass wir mehr beten und freundlicher zu unseren Nachbarn sein sollen. Sogar Nichtgläubige können den Texten der Bibel entnehmen, dass es hier nicht um Kompromisse geht. Jesus will alles von uns, nicht nur am Sonntag. Er möchte, dass wir Gott mit ganzem Herzen lieben, mit ganzer Seele, mit all unserer Kraft unserem ganzen Geist. Er will, dass wir unseren Nächsten lieben wie uns selbst. In anderen Worten: mit einer uneingeschränkten Liebe.
So müssen wir Christus beim Wort nehmen, Ihn lieben, als würde unser Leben davon abhängen. Jetzt. Ohne Ausreden. Christsein macht dein ganzes Wesen aus. Es bedeutet, dass dein Leben eine Aufgabe hat, es bedeutet, jeden Tag danach zu streben, ein besserer Nachfolger Jesu zu sein, Ihm immer ähnlicher zu werden in Wort und Tat, dort zu wachsen, wo Er dich hingepflanzt hat und das Evangelium durch dein Leben zu predigen, ob in der Schule, im Beruf oder zuhause.
Ein letzter Punkt: Liebe die Kirche, liebe sie als deine Mutter und deine Lehrerin. Hilf dabei, sie aufzubauen und zu reinigen. Wir alle werden wütend, wenn wir die Schwächen und Sünden innerhalb der Kirche sehen. Aber wir müssen immer bedenken, dass die Kirche weit, weit mehr ist als die Summe ihrer menschlichen Teile. Die Kirche ist die Braut Christi. Wo die Kirche ist, ist Jesus Christus - bis ans Ende der Tage. Und wir wollen immer dort sein, wo Jesus ist, denn es gibt keinen anderen Weg heim zu Gott außer durch Ihn.
Liebe die Kirche und wisse und ehre, was sie lehrt. Sie lehrt, woran Christus dich und jeden teilhaben lassen möchte, zu deinem Besten und für deine Erlösung. Wenn du weißt, was die Kirche lehrt, kannst du danach leben und die Lehre mit anderen teilen.
Die Führer unserer säkularisierten Gesellschaft wollen sich als große Humanisten ausgeben. Doch genau diese Gesellschaft rechtfertigt das Morden von Millionen Babys und die Verstümmelung von Embryonen im Laboratorium. Wir fertigen Behinderte und alte Menschen ab und nennen es „würdevolles Sterben“. Die Familie ist nicht mehr der Bund von Mann und Frau, der zu neuem Leben führt und somit zur Zukunft der Gesellschaft. Tatsächlich werden in den westlichen Ländern derart wenig Kinder geboren, dass man sich fragen muss, ob unsere Zivilisation ihren Überlebenswillen verloren hat.
Nur die Kirche erhebt sich gegen diese inhumanen Strömungen unserer Zeit. Es ist unsere Mission, als Laien sicherzustellen, dass Christi Lehre auf jeder Ebene unserer Gesellschaft verkündigt und erklärt wird: in der Politik, auf unserem Arbeitsplatz, in unserer Kultur. Dies erfordert wahrhaft Mut. Subtiler und weniger subtiler Druck wird ausgeübt, um Jesus loszuwerden und seine frohe Botschaft zu verwässern. Oder nur einzelnes aus seinen Lehren herauszupicken. Doch das können wir nicht tun. Verspreche Jesus, dass du der Lehre der Kirche nie durch deine Worte oder Taten widersprechen wirst.
Nur die Wahrheit kann den Menschen befreien. Diese Wahrheit ist Jesus Christus. Wenn wir unsere Mitmenschen wirklich lieben, wollen wir, dass sie die Wahrheit kennen. Die ganze Wahrheit. Nicht nur die Teile, die ihnen angenehm sind und sie nicht herausfordern.
Es ist wirklichen Christen nicht möglich, ein Doppelleben zu führen. Unser ganzes Denken und Handeln muss von unserem Glauben verwandelt werden oder wir werden zu Hypokriten.
Dies ist der Pfad zu einem neuen Leben in Christus: Nutze jeden Tag, um etwas für die Ewigkeit zu tun. Und die Zeit damit zu beginnen, ist jetzt.
Herzlichen Glückwunsch, Jugend für das Leben!

Der Salzburger Weihbischof Dr. Andreas Laun, ein unermüdlicher Kämpfer für den Lebensschutz, begann seine Festrede mit den Worten: „Geistliche haben aufgrund des Zölibats keine Kinder. Aber ich liebe Euch, wie wenn ihr meine eigenen Kinder wärt.“ Laun würdigte die Lebensschutzarbeit der Jugend für das Leben, insbesondere ging er auf die Pro Life Märsche und die Lichterketten ein: „Bei den Pro Life Märschen bin ich gerne mitgegangen.“ Weihbischof Laun hat immer wieder die Jugendlichen bei ihren Märschen durch Österreich, die unter dem Motto „Wie weit würdest Du gehen, um ein Menschenleben zu retten?“ fast jährlich statt fanden und finden, begleitet und den Rücken gestärkt. Auch bei den Lichterketten hat Laun regelmäßig teilgenommen, hierbei halten die Jugendlichen immer mit Kerzen und Fackeln Mahnwache und erheben das Wort für das Lebensrecht der Ungeborenen. Laun habe diese Veranstaltungen gerne unterstützt.
Ich möchte „Jugend für das Leben“ ganz herzlich für den Preis der „Stiftung Ja zum Leben“ gratulieren und ihnen Gottes Segen für ihr weiteres Engagement wünschen. Es ist toll, dass es euch gibt!
Nachtrag: In der neuen „Life Times“, der Zeitschrift des Vereins, habe ich gelesen, dass die SPÖ Jugend für das Leben verklagt, „weil der Jugendverein im Landtagswahlkampf die Landeshauptfrau für ihre Weisung zur Errichtung einer Abtreibungsstation kritisierte.“ Desweiteren bitten „Jugend für das Leben“ um finanzielle Unterstützung, u.a. aus aktuellem Anlass zur Begleichung der erforderlichen Anwaltskosten.
[Link zum Artikel von „Jugend für das Leben“]
Kardinal Arinze über Pro-Abortion-Politiker
[via Anthony Barry]
Danse macabre in Luxemburg

Die verblendeten Befürworter des legalen Mordens sind stark, aggressiv, charismatisch und überzeugt davon, sich für das Richtige einzusetzen. Das überzeugt diejenigen, deren Seelenkompass nicht fest auf Christus ausgerichtet ist. Man schließt sich blindlings der Meinung der Todeskämpfer an, glaubt ihren heuchlerischen Argumenten und meint, selbst aus Überzeugung für dieses „Recht auf Selbstbestimmung“ zu sein. Was können da die paar übrig gebliebenen Katholiken noch ausrichten?
Manchmal schäme ich mich dafür ein Luxemburger zu sein… Es gab Zeiten, da bedeutete „Luxemburger“ noch „Marienkind“. Ich hoffe, dass die Trösterin der Betrübten unsere Weihe an sie nicht vergisst, bete dass ihr das Unmöglich gelingt: die Vorreiter der Todesbewegung zu bekehren, ihre Herzen für Jesus zu gewinnen.
Gegen die Abtreibung


