Keuschheit

Only You - Gib der Liebe eine Chance!

ZZ1173BF1B
Bereits Gabriele Kubys erstes Buch zum Thema Liebe und Sexualität, „Ausbruch zur Liebe“, habe ich mit Begeisterung und großem Gewinn gelesen. In ihrem neuen Buch „Only You“, das diesen Sommer erschienen ist, widmet sich die Publizistin und Mutter von drei Kindern erneut diesem grundlegendsten Thema der menschlichen Existenz, dieses Mal jedoch noch prägnanter und gebündelter als in „Ausbruch zur Liebe“.

Das Büchlein umfasst gerade mal 80 Seiten und richtet sich an junge Menschen, die auf der Suche nach erfüllter Liebe sind. Also wohl an alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die offen und mutig genug sind, sich mit Ideen auseinanderzusetzen, die ihr Leben von Grund auf verändern können. Der Leser wird von der Autorin behutsam und doch zielsicher in Gedankengänge zum Thema Liebe, Freundschaft und Sexualität eingeführt, die für viele vielleicht neu und ungewöhnlich sein werden, aber dennoch leicht nachvollziehbar bleiben. Das Buch ist in einem sehr persönlichen Ton gehalten und lädt auf unaufdringliche Weise auf ein imaginäres Gespräch mit der Autorin ein, das „ungefähr so lang wie ein Besuch“ dauert. Wer sich darauf einlässt, wird bald spüren, dass hier jemand schreibt, dem es nicht um Verkaufsquoten, sondern aufrichtig um das Wohl des Adressaten geht. So fehlt dem Buch beispielsweise jeglicher Hinweis auf Gabriele Kubys anderen (äußerst empfehlenswerten!) Bücher oder sonstige Eigenwerbung, die Büchern aus der Sparte „Ratgeber“ sonst meist zu eigen ist.

Mit Beginn der Pubertät wächst der Sexualtrieb und die Frage nach Sex und Liebe gerät mehr und mehr in den Vordergrund des jungen Menschen. Die Möglichkeit, damit verantwortungsbewusst und klug umzugehen, um sich unnötige Verletzungen zu ersparen und einen Grundstein für eine lebenslange, glückliche Partnerschaft zu legen, wird den Jugendlichen unserer Zeit jedoch kaum mehr vermittelt. Was die „sexuelle Aufklärung“ des Mainstream propagiert und als „Liebe“ verkauft, sind Ideologien über Sexualität und deren Sinn und Ausleben, die nicht zu erfüllter Liebe führen können. Die ungeheure Anzahl der Scheidungen und unglücklichen Beziehungen, der Alleinerziehenden und der Abtreibungen sollte dies zur Genüge bewiesen haben.

Da die 68er Generation mit ihrer „sexuellen Revolution“ radikal und erfolgreich gegen ihre Eltern und deren Moralvorstellungen rebelliert hat, gibt es für die Jugend von heute
„keine Grenzen mehr, die ihr einreißen könntet. Neu wäre Umkehr statt Revolution.“ Den Weg dieser Umkehr weist Gabriele Kuby in den 11 Kapiteln ihres Büchleins klar und verständlich auf. Wer ihn wagt, „wird erfahren, dass das Leben gut wird, sich Lebensfreude und Zufriedenheit einstellen und unvermeidliches Leid getragen werden kann.“

Ein derartiges Buch kann gar nicht genug empfohlen und den jungen Menschen ans Herz gelegt werden. Wer endgültig die Schnauze voll hat von Beziehungsstress und dem Schmerz unglücklicher Beziehungen, wird in „Only You“ Ideen finden, die wie Dynamit die zerstörerischen Muster der Vergangenheit wegblasen und das Leben in eine ganz neue Richtung lenken können. Diese Erfahrung
habe ich gemacht. Wer bereits spürt, dass ungeschützter Sex - Sex, der nicht durch die Ehe und durch wahre Liebe geschützt wird - nicht sein Ding ist, wird hier Bestätigung und Ermutigung finden. Wer nicht weiß, wie er/sie mit dem Thema Sex umgehen soll, wird durch die Lektüre dieses kostbaren kleinen Buchs Klarheit gewinnen.

Seminar-Tipp:

Vom 2. bis zum 4. Oktober wird in
Reisbach (Bayern) ein Seminar mit Gabriele Kuby, Fabian Lair (22) und Pfarrer Martin Ramoser sowie den Schwestern und Brüdern vom Heiligen Blut und den Brüdern Samariter stattfinden.



Gloria.tv-Link zum Flyer


Bookmark and Share

0 Comments

Love Story - Teil 2

ZZ432573E8
Dies ist die Fortsetzung von Love Story – Teil 1.

Nach der Trennung von meiner Freundin hatte ich eine wichtige Begegnung mit Gabriele Kuby, die sich unermüdlich für eine „sexuelle Revolution“ der Liebe und Reinheit einsetzt. Dank ihr und der Vorträge von Christopher West, die sie mir auf CD schenkte, wurde mir klar, dass die Kirche in ihrer Morallehre und besonders Papst Johannes Paul II. in seiner „Theologie des Leibes“ keine Spielverderber sein möchten oder durch Verbote Macht ausüben wollen. Auch wenn verkrustete Priester zu Zeiten meiner Eltern und Großeltern diesbezüglich viel Unheil durch liebloses Beichthören und schulmeisterliches Fingerheben angerichtet haben, so darf diese missgeleitete Zunft nicht ewig als Entschuldigung missbraucht werden, sich nicht ernsthaft der Morallehre der Kirche zu stellen. Tatsächlich strahlt die Lehre der Kirche eine Liebe für die Jugend und für die Familien aus, wie man sie sonst nirgends findet.

Ich hatte am eigenen Leib erfahren, dass die sexuelle Freiheit, wie der Geist der Zeit sie vermitteln möchte, der menschlichen Würde nie gerecht werden kann. Was vordergründig Vergnügen bereitet und Nähe vortäuscht, führt bald zu Isolation und Entfremdung. Die Sexualität gehört ausschließlich in die Ehe, weshalb oft vom „ehelichen Akt“ gesprochen wird. Nur hier ist der Rahmen gegeben, der dem unschätzbaren Geschenk der menschlichen Sexualität den ihr angemessenen Ausdruck verleihen kann. Nur hier wird der Akt in seiner Ganzheit der Liebe Gottes gerecht, die im Sakrament der Ehe zwei Menschen unauflöslich miteinander verbindet, sie einander schenkt und anvertraut.

Dieses Konzept (über das wohl manch einer meiner werten Leser empört die Nase rümpfen wird) wurde mir mehr und mehr in seiner Schönheit und den daraus resultierenden Konsequenzen bewusst: glückliche, intakte Familien könnten aus jener Lebenshaltung hervorgehen, mit Kindern, die sich geliebt wissen und mit aufrechtem Rückgrat am Aufbau einer gerechteren Welt mitwirken, kurzum: Menschen, die lernen, ihren Egoismus hinter sich zu lassen zum Wohl der Familien und der Gesellschaft. Gut, hier träume ich ein wenig – all das sind idealisierte Vorstellungen, schwer umzusetzen, wenig erstrebenswert für die meisten, vielleicht zum Scheitern verurteilt in einer Welt wie der unsrigen…

Dennoch: ich gelobte, fortan sexuell abstinent zu leben, bis Gott mir die richtige Frau schenken und wir heiraten würden – sollte der Herr so gütig sein, mir dieses Glück nach meinen zahlreichen Fehltritten zu gewähren. Ich öffnete mich gleichzeitig vorbehaltlos der Möglichkeit, Priester oder Ordensmann zu werden.

Bei meiner ersten Wallfahrt nach
Medjugorje lernte ich Martina kennen. Es war keine Liebe auf den ersten Blick. Sie hinterließ jedoch wie viele andere Mitreisende unserer Pilgergruppe einen tiefen Eindruck in mir, waren es doch die ersten Begegnungen mit jungen Menschen, die ernst machten mit dem katholischen Glauben, die Gott wirklich an die erste Stelle ihres Lebens setzten. Nicht pseudoreligiöse Jugendliche und liberale Priester, wie ich sie an katholischen Hochschulgemeinden, den so genannten KHG‘s, kennengelernt hatte, wo der Glaube nach Lust und Laune zurechtgebogen und -gezimmert wird. Hier hörte ich kein „Jesus ja, aber…“, sondern sah Menschen, die mit leuchtenden, reinen Augen durch ihr bedingungsloses „Ja“ zu Jesus und seiner Kirche eine Lebensfreude ausstrahlten, wie ich sie vorher bei niemandem gesehen hatte.

Martina war ein besonders fröhliches Mitglied der „
Amici di Dio“, und sie imponierte mir wie die anderen dadurch, dass sie ein Skapulier trug, mit Selbstverständlichkeit den Rosenkranz betete und die Mundkommunion empfing, den Papst liebte… Alles Dinge, von denen ich mir bis dahin nicht vorstellen konnte, dass es sie gab. Da Martina vorhatte, ins Kloster einzutreten und Gott ihr Leben als kontemplative Schwester darzubringen, kam ich gar nicht auf die Idee, mir irgendwelche Zukunftsträume auszumalen. Ich betete vielmehr, dass Gott mir meine Berufung zeigen und mir helfen sollte, einen vollständigen Neuanfang zu machen, egal in welche Richtung der Weg mich führen würde.

Erst als ich wieder zuhause war, drängten sich vermehrt die Erinnerungen an Martina in mir auf, bis ich schlagartig beim Betrachten eines Fotos von ihr
wusste, dass wir heiraten würden. Ich kannte sie kaum, deshalb schien mir der Gedanke genau so verrückt wie den Freunden, denen ich nach und nach davon erzählte. Gerade in einer Zeit, in der ich über den Kummer der letzten Beziehung hinweggekommen war und allein wieder wunderbar zurechtkam, schlug die Liebe zu und versetzte mein Leben in Unruhe. Was tun? Ich bat Gott um Zeichen, die Er mir auch regelmäßig schickte, damit ich die innere Gewissheit nicht verlor und nicht aufgab. Es bedurfte nämlich der allergrößten Hartnäckigkeit, um Martinas Vertrauen zu gewinnen und ihr zu beweisen, dass ich es ernst meinte. Gleichzeitig durfte ich nicht zu aufdringlich sein, gab sie mir doch immer wieder zu verstehen, dass sie sich nicht vom Weg ins Kloster abbringen lassen würde und dass sie nicht an mir interessiert sei.

9 Monate lang habe ich um sie geworben und gerungen, es gab Höhen und Tiefen, ich habe manches richtig und auch vieles falsch gemacht. Am Ende wollte sie mir doch eine Chance geben und den Schritt in die Beziehung mit mir wagen. Ich konnte es kaum fassen. Nach meiner extrem turbulenten Vergangenheit hatte ich nun eine Freundin, die nie mit einem Mann zusammen gewesen war! Vor dieser Unschuld, die gleichzeitig eine enorme Kraft ausstrahlte, hatte ich einen Riesenrespekt, und in gewisser Weise hatte auch der liebe Gott mir meine Unschuld zurückgegeben.

Ich entdeckte die Liebe neu und erfuhr zum ersten Mal, welch tiefe Bande der Freundschaft zwischen Mann und Frau entstehen können, wenn sie nicht durch verfrühte sexuelle Kontakte beeinflusst werden. Keiner wird behaupten, dass es leicht ist, auf die körperliche Nähe vor der Ehe zu verzichten. Auch für uns war es manchmal sehr schwierig. Aber wo ein Wille ist, ist ein Weg, sagt man, und wo gebetet wird, hilft Gott. Es ist möglich, und der Verzicht wird unendlich reich belohnt! Das „Warten“ beschützt, heiligt und kräftigt die Liebe zwischen den Brautleuten, wodurch ein starkes, unerschütterliches Fundament für ein ganzes (!) Leben miteinander gebildet wird.

Nach einem halben Jahr, das nicht immer unkompliziert war, da Martina immer noch zwischen Kloster und Ehe schwankte, verlobten wir uns Anfang Februar 2006 – nachdem wir die
30-tägige Schutzmantel-Andacht zum heiligen Josef gebetet hatten (sehr zu empfehlen!). Die Brautzeit sollte uns helfen, unsere Berufung zur Ehe zu prüfen und einander noch tiefer kennenzulernen. Martina wurde kurz später im Gebet vor dem Allerheiligsten die tiefe Gewissheit geschenkt, dass wir zusammengehören, und unsere Vorfreude auf die Hochzeit und das Gründen einer neuen Familie wuchs täglich. Gott schenkte uns Klarheit. Die Monate vor der Hochzeit waren glücklich und erfüllt und wir wuchsen aufgrund manch äußerer Hindernisse noch enger zusammen. Ich lebte in diesem Jahr auch während zwei Monaten im Stift Heiligenkreuz bei Wien, wo wir am Rosenkranzfest des gleichen Jahres das Sakrament der Ehe empfangen durften.

Hochzeit Martina & David - 116

Hier geht’s zum
dritten Teil der Love Story.

Buchtipps zum Thema: Ausbruch zur Liebe und Only You


Bookmark and Share

0 Comments

Love Story - Teil 1

ZZ604CC1B8
Wohl wissend, dass der folgende, sehr persönliche Text von manchen nur müde belächelt oder vielleicht auch als letzter Beweis für das vollkommene Übergeschnapptsein seines Autors triumphierend herumgereicht werden wird, veröffentliche ich ihn dennoch ohne Zögern, um dem Suchenden zu zeigen, dass es echte Menschen gibt, die so denken, fühlen und handeln, wie ich es im Folgenden beschreiben werde. Und ich bin – Gott sei Dank! – nicht allein. Im Laufe der Zeit habe ich viele Menschen kennengelernt, die mir durch ihr mutiges Zeugnis geholfen haben, diesen Weg so zu gehen. Ein großes Dankeschön euch allen, Gott segne euch!

Dass ich eines Tages ein glücklicher Ehemann und Vater zweier Söhne sein würde, hätte ich mir vor 10, 15 Jahren mit viel Mühe vielleicht noch vorstellen können. Dass ich aber mit meiner Braut vor der Ehe enthaltsam leben und später mit meinen Kindern beten und regelmäßig in die Kirche gehen würde, und dass gerade der gelebte Glaube die Grundlage unseres Familienglücks sein würde – dieser Gedanke wäre mir vor meiner Bekehrung mehr als absurd vorgekommen (und meinem Umfeld wohl auch!). Und doch hat es sich so entwickelt.

Rückblickend fügen sich die verschiedenen Etappen eines Lebens wie Melodien und Themen zu einer verschlungenen Komposition zusammen, aus der man die Liebe Gottes in jedem Takt heraushören kann, egal wie sehr sie sich manchmal auch verbergen mag.

Ich hörte sie lange nicht. Ich vermutete zwar, dass es wohl die Liebe sein musste, die dem Leben seine Berechtigung gab, aber ich reduzierte diese Liebe während meiner Jugendjahre auf eine erotische und demnach eigennützige Art der Liebe. Wenn man die selbstlose Liebe Gottes, die sich im Opfer seines eingeborenen Sohnes Jesus Christus offenbart, als Quelle und Maßstab nicht erkennt oder anerkennt, bleibt jedes Verständnis von Liebe nur bruchstückhaft. Kein Wunder also, dass in einer derart gottlosen Gesellschaft wie der unseren in puncto Liebe unentwegt Lügen, bewusste wie unbewusste, verbreitet werden, dass Beziehungen kaum länger als einige wenige Jahre halten, ja, dass im Letzten der egoistisch veranlagte Mensch liebesunfähig geworden ist.

Die Freundinnen wechselte ich relativ häufig. Vielleicht hatte ich Angst, etwas zu verpassen („es könnte ja noch eine bessere geben“), vielleicht spürte ich, dass da nie der Mensch stand, dem ich bereit war, mich ganz hinzugeben. Wahrscheinlich hielten wir es miteinander auch nie besonders lange aus, weil das Körperliche viel zu sehr im Vordergrund stand. Diese Ausrichtung führt logischerweise früher oder später in eine Sackgasse. Immer.

Eine bemerkenswerte Wendung nahm dieses Rondo (eine musikalische Form: A-B-A-C-A-D usw., stellvertretend für: Einsamkeit - Mädchen A - Einsamkeit - Mädchen B usw.), als Freundin S. eine Diplomarbeit über „Kirche und Sexualität“ schrieb. Dieses Thema ließ mich nicht kalt. Es interessierte mich sogar so sehr, dass ich bereit war, jedes neue Kapitel gründlich Korrektur zu lesen. Zum ersten Mal begegneten mir hier die Grundlagen der vorehelichen Abstinenz und des Pillen-Verbots in „
Humanæ vitæ“, aber auch „Theologen“, die der katholischen Lehre gründlich widersprachen. Ich wusste bis zu jenem Zeitpunkt nicht viel mehr darüber, als dass Katholiken nicht verhüten und keinen Sex vor der Ehe haben dürften. Abstruse, weltfremde Ideen, oder? Dinge, die weder jemand will, noch schaffen kann, wollte er es tatsächlich doch versuchen. Oder…?

Dennoch schien mir gerade die Position der Kirche fundierter, schöner, wahrer. Ich geriet in ein inneres Dilemma, wollte die Keuschheit eigentlich in mein Leben integrieren, weil es mir richtig und konsequent erschien, andererseits war ich nicht bereit, auf den Sex mit meiner Freundin zu verzichten. In jenem Sommer vor fünf Jahren weihte ich zum ersten Mal mein Leben der Muttergottes, betete
dreiunddreißig Tage lang, um mich darauf vorzubereiten und übergab anschließend Maria, der Mutter Jesu, in einem feierlichen Gebet vor ihrem Bild mein Leben, ohne zu wissen, was dieser Akt bedeutet, was da in unsichtbaren Dimensionen ausgelöst werden kann. Ich spürte nur, dass der Schritt klug und richtig war und dass meine Liebe zur heiligen Jungfrau wuchs, während gleichzeitig die Liebe zur katholischen Kirche umfassender und demütiger wurde. Ich musste nicht mehr alles verstehen und alles besser wissen als die überholte und böse Kirche (ja, lange dachte ich nicht anders als der moderne Mainstream-Mensch). Ich entwickelte die tiefe Bereitschaft, mich als klitzekleiner Glaubender mit kindlichem Vertrauen in die gewaltige Größe dieser Institution einzufügen, wissend, dass nur ein ganzes Ja zur Kirche mir ermöglichen würde, ihre Botschaft zu begreifen.

Das erwähnte Dilemma nahm ein rasches aber äußerst schmerzhaftes Ende, als die Freundin einen neuen Prinzen gesichtet hatte, gegen den sie mich über Nacht austauschte. In jener tränenreichen Nacht lernte ich das
Magnificat, den Lobgesang Mariens, auswendig. Ich hatte es so gewollt, hatte schließlich dafür gebetet, dass ich mein Leben nicht mehr in der Lüge zubringe, sondern mein suchendes Dasein unter der Führung der Muttergottes mehr und mehr auf den Willen Gottes ausrichten kann. Der Kreuzweg und die häufige Beichte trugen in dieser Zeit dazu bei, dass die Verletzungen, die ich mir durch mein sündhaftes Leben zugezogen hatte, überraschend schnell heilten. Ich begann auch regelmäßig bei Wasser und Brot zu fasten (eine Praxis, die ich heute leider nicht mehr schaffe), um Buße zu tun für die Wunden, die ich meinen Freundinnen und Liebschaften im Laufe der Jahre zugefügt hatte.

Hier geht’s weiter:
Love Story – Teil 2
Love Story – Teil 3


Bookmark and Share

0 Comments

Die Schutzherrin der Reinheit

ZZ6B4A06D8
Zum Gedenktag der heiligen Maria Goretti (1890-1902)

Prolog

Am 6. Juli 1902 verstarb die
hl. Maria Goretti im Alter von 11 Jahren einen Tag nach einer versuchten Vergewaltigung, die mit 14 Messerstichen endete. Das Mädchen wollte beim Übergriff seine Unversehrtheit nicht verlieren, diese war ihr wichtiger als ihr Leben. Der Mörder verlor durch ihre Haltung vollends die Kontrolle über sich und stach auf sie ein. Noch auf dem Sterbebett verzieh das heilige Kind dem 20-jährigen Alessandro Serenelli, der zu dreißig Jahren Zwangsarbeit verurteilt wurde.

Die Geschichte des Mörders

Die ersten Jahre verbrachte er in sturer Reuelosigkeit. Da erschien ihm eines Nachts im Traum die kleine Maria Goretti. Sie pflückte Blumen und bot sie ihm an. Von diesem Zeitpunkt an war er wie verwandelt und wurde ein vorbildlicher Häftling. Zu Weihnachten 1928 wurde er vorzeitig entlassen. Sein erster Weg führte ihn zu Marias Mutter Assunta. Er wollte sie um Verzeihung bitten. Am Weihnachtsabend klopfte er an die Tür des Pfarrhauses von Corinaldo an, wo sie Haushälterin geworden war. Sie antwortete: „Wenn Gott dir verziehen hat, wie sollte ich dir nicht vergeben?“ Beide empfingen während der Weihnachtsmesse nebeneinander in der heiligen Kommunion den Herrn, der allen alles zu vergeben bereit ist.

Bald darauf trat er als Laienbruder in das Kloster der Kapuziner von Macerata ein. Bei der Heiligsprechung Maria Gorettis durch Papst Pius XII. im Jahr 1950 hatte auch Alessandro Serenelli sich unter den 500.000 versammelten Gläubigen auf dem Petersplatz eingefunden.

Vermächtnis des Büßers: Warnung vor Pornografie

Hören wir die Stimme des Mörders, der einige Jahre vor seinem Tod 1970 folgenden Brief geschrieben hat:

„Ich bin beinahe 80 Jahre alt und werde bald sterben. Wenn ich mir meine Vergangenheit anschaue, erkenne ich, dass ich in meiner frühen Jugend einen schlechten Weg ausgewählt habe, der dazu führte, dass ich mein Leben zerstörte.

Mein Verhalten wurde von Zeitschriften, Medien und schlechten Beispielen beeinflusst, denen die Mehrheit der jungen Menschen folgt, ohne überhaupt darüber nachzudenken. Ich tat das Gleiche und war nicht besorgt darüber.

Als ich 20 Jahre alt war, beging ich ein Verbrechen aus Leidenschaft. Heute ist die Erinnerung daran etwas Furchtbares für mich. Maria Goretti, jetzt eine Heilige, war mein guter Engel, durch Gottes Vorsehung zu mir gesandt, um mich zu führen und zu retten.

Ich habe immer noch ihre Worte des Tadels und der Vergebung in meinem Herzen eingraviert. Sie betete für mich, hielt Fürsprache für ihren Mörder. Dreißig Jahre Gefängnis folgten. Wäre ich alt gewesen, hätte ich mein ganzes Leben im Gefängnis verbracht. Ich akzeptierte das Urteil, weil ich schuldig war.

Die kleine Maria war wirklich mein Licht, meine Beschützerin; dank ihrer Hilfe konnte ich mich während 27 Jahren Haft gut benehmen und ein ehrenhaftes Leben führen, als man mich wieder in die Gesellschaft aufnahm.

Die Brüder des hl. Franziskus, Kapuziner aus den Marken, hießen mich mit engelsgleicher Nächstenliebe in ihrem Kloster – als Bruder, nicht als Knecht – willkommen. Seit 24 Jahren lebe ich in ihrer Gemeinschaft und hoffe nun in heiterer Gelassenheit, Gott bald schauen zu dürfen, meine Liebsten zu umarmen und bei meinem Schutzengel und ihrer Mutter Assunta zu sein.

Ich hoffe, dass dieser Brief andere lehren kann, das Böse zu meiden und stets auf dem rechten Pfad zu bleiben, wie kleine Kinder. Ich glaube, dass wir auf die Religion mit ihren Grundsätzen nicht verzichten können, sondern dass sie uns wahren Halt und Kraft schenken kann und der einzig sichere Weg in allen Begebenheiten ist, auch in den schmerzhaftesten unseres Lebens.“


Bekenntnisse eines Reumütigen des späten 20. Jahrhunderts

Im Grunde genommen, ohne dass es explizit gesagt wird, meint Alessandro Serenelli mit Zeitschriften und Medien pornografische Medien. Tatsächlich kennt die Geschichte zahlreiche Mörder, die ihre Sucht nach Pornografie als Hauptursache ihrer grauenhaften Taten ansahen. Ein Serienmörder, der als einer der brutalsten in die Geschichte Amerikas einging, wurde 1989, zehn Jahre nach seiner Inhaftierung, auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Ein Tag vor seinem Tod wurde ein Interview mit ihm aufgenommen, um das er eigens gebeten hatte. Er wollte die Menschen in aller Eindringlichkeit vor der Macht des Bösen, die sich durch die Pornografie manifestiert, warnen. Ein bemerkenswerter Schritt, bedenkt man, dass der Mann nur noch wenige Stunden zu leben hatte und darum wusste. Ich glaube ihm:



Papst Johannes Paul II. hat sich unermüdlich dafür eingesetzt, dass besonders die jungen Menschen wieder den Wert der Keuschheit und Reinheit erkennen und als das annehmen, was sie sind: nämlich Tugenden, die uns ein wirklich erfülltes und glückliches Leben ermöglichen. Ich weiß ein Lied davon zu singen und
werde demnächst darüber berichten, wie ich dazu kam, mein Durchschnittsleben (=wechselnde Partnerschaften mit Sex als einem der Hauptziele) hinter mir zu lassen, um ein neues Leben mit ungleich mehr Tiefe, Schönheit und Glück zu erfahren.

„Scheut euch nicht, in ihr (Maria Goretti) die christliche Keuschheit, die Unschuld und das Schamgefühl zu ehren. Das sind Tugenden, die immer und besonders heute notwendig sind zum Schutz der menschlichen und christlichen Würde, zu einem glaubwürdigen Leben nach dem Evangelium, zur echten, aufrichtigen Liebe, zu gegenseitiger Achtung der Person, zur Rechtschaffenheit und zu wahrem Familienglück.“ (Papst Johannes Paul II.)

Update: Auch Elsa hat über die hl. Maria Goretti und Alessandro gebloggt. Sehr lesenswert!

Weiterführende Links:


Bookmark and Share

0 Comments

Soli Deo Gloria

ZZ54A53B21
Interview mit Amici di Dio für den Amici-Newsletter im März 2005 (ursprünglich erschienen auf www.kath.net und auf www.amicididio.com)

Die „Amici News“ unterhielten sich mit dem katholischen Künstler über seine Musik, sein Leben und seinen Glauben.


AdD: David, du bist Pianist und Komponist. Was bedeutet für dich Musik?

David: Musik ist eine Gnade Gottes. Beim Musizieren, ob ich nun komponiere oder spiele, bete ich, vielmehr, das Musizieren selbst ist Gebet in sich. Das ist ein schönes Gefühl, und immer wieder ist es auch ein Geschenk für mich, wenn ich erleben darf, wie sich die Herzen meiner Zuhörer öffnen für die Liebe, von der gute Musik letztendlich immer singt, in all ihren unterschiedlichen Ausdrucksformen. Ob ich nun Beethoven, Chopin, Liszt, Schubert oder Brahms spiele – die großen Meister der klassischen Musik sind Künstler, deren Musik wir uns meiner Meinung nach vorbehaltlos anvertrauen und hingeben dürfen. Der Hörer kann so zum Mitbeter werden und Gottes Nähe tatsächlich in der Musik spürbar erfahren. Ich meine, dass alle großen Komponisten gläubige Menschen waren. So wusste zum Beispiel J. S. Bach, mein Lieblingskomponist, sehr wohl, wem er seine Musik zu verdanken hatte. Mit den Worten „Soli Deo Gloria“, die er auf seine Partituren zu schreiben pflegte, gab er dem Herrn das Empfangene in aller Bescheidenheit zurück. Solche Komponisten sind als Musiker meine Vorbilder, musikalische Heilige sozusagen. Ein Musiker muss meiner Meinung nach immer im Dienst der Musik stehen, und somit auch im Dienste Gottes, der uns das Leben und die Musik schenkt. Sie darf nicht zum Selbstzweck und zur Verbreitung negativer Inhalte missbraucht werden, was heutzutage leider oft der Fall ist. Doch es ist auch unübersehbar, dass immer mehr Künstler, vor allem auch junge Persönlichkeiten, sich zu ihrer Religiosität bekennen und die Menschen durch ihre Musik ermutigen und stärken wollen.

AdD: Bevor du zum katholischen Glauben fandest, warst Du einige Zeit bei einer Esoteriksekte. Wie bist du da hinein geraten?

David: Obwohl ich die Sakramente der Taufe, der Kommunion und der Firmung erhalten hatte, spielten Gott und die Religion in meinem Leben keine Rolle. Ich hatte keinen Glauben, der mir Halt geben konnte in einer Zeit meines Lebens, mit 16 Jahren, in der ich mit den Erfolgen und dem daraus resultierenden Druck meiner beginnenden Karriere einfach überfordert war. Mit 17 kaufte ich mir in London, wo ich damals studierte, meine ersten Esoterikbücher. Ich war sehr fasziniert von asiatischen Religionen, Meditation und Esoterik und dachte, dort Antworten auf die Frage nach dem Sinn des Lebens finden zu können. 1998 lernte ich ein esoterisches Seminarzentrum im Saarland kennen. Dort werden sehr teure Seminare zu allen möglichen esoterischen Themen angeboten: Tantra, Astrologie, Numerologie, Shiatsu, Okkultismus, Magie, Weltverschwörungstheorien... Nach und nach richtete ich unter dem Einfluss dieses Hauses mein ganzes Leben nach den Seminaren aus und vernachlässigte meine Freunde, meine Familie, meine Musik.

AdD: Welche Inhalte wurden von dieser Sekte vermittelt?

David: Die Leiterin dieses Hauses versteht sich als „spirituelle Lehrerin“ und als Medium für den so genannten „Christusgeist“, eine geistige Wesenheit, der auch Buddha und Christus angehören sollen. Diese spricht durch das Medium, auch in Einzelsitzungen à 77 Euro die Dreiviertelstunde. Es geht letztendlich um Geld und um Macht. Die Lehrer, die eine sehr charismatische Ausstrahlung haben, geben vor, dem Hilfesuchenden zur Erlösung seiner Leiden zu verhelfen. Ihre Lehren beinhalten Ideen aus verschiedenen Religionen, sowie ein wenig Psychologie und Naturheilkunde. Eine Mischung, die viele Menschen anzieht, die wie ich damals auf der Suche sind und nicht fest im Glauben stehen. Sie benutzen die Sehnsucht der Menschen nach Gott und machen sie sich hörig. Das funktioniert auch deshalb, weil sie alles auf das „höhere Wissen“ der „Meisterin“ zurückführen und das Ganze sehr clever und beeindruckend inszeniert wird. Seltsamerweise glaubten wir als „Schüler“ umso mehr, je tiefer wir „eingeweiht“ wurden. Ich erinnere mich z. B. daran, dass den Seminarteilnehmern einmal Apfelstücke ausgeteilt wurden mit den Worten „das ist mein Leib“ oder wie man Mutter Teresa wegen ihrer „Ego-Strukturen“ kritisierte. Wenn ich heute daran denke, habe ich als Katholik den Eindruck, dass so der Name des Herrn missbraucht und den Menschen durch solche Äußerungen der Weg in die Kirche fast unmöglich gemacht wird. Hat nicht Jesus selbst uns eindringlich gewarnt: „Hütet euch vor den falschen Propheten; sie kommen zu euch wie harmlose Schafe, in Wirklichkeit aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“ (Mt 7, 15-16)

AdD: Wie hast du es geschafft, aus dieser Sekte auszusteigen?

David: Meine damalige Freundin brachte mich in Kontakt mit jungen Christen, und ich lernte eine neue Lebensweise kennen, kam wieder in Berührung mit Menschen, die nichts mit dem Seminarhaus zu tun hatten. Außerdem war ich eine Zeitlang als Organist und Chorleiter in einer katholischen Gemeinde tätig, war also während eineinhalb Jahren fast täglich der Liturgie „ausgesetzt“, was sicher auch einen bedeutenden Einfluss auf mich hatte. Durch das Geschenk eines Rosenkranzes aus Medjugorje lernte ich das Rosenkranzgebet kennen, das letztendlich wohl der entscheidende Faktor bei meiner Umkehr zum katholischen Glauben und zur Abkehr von der Sekte war. Ich stellte mein Leben unter die Führung der Muttergottes. So konnte ich meine Skepsis gegenüber der Kirche im Laufe der Zeit immer mehr überwinden und entdeckte, dass dort ein lebendiger Geist weht, dass am Altar etwas sehr, sehr Heiliges passiert. Auch die Art meiner Lektüre änderte sich. Irgendwann war ich soweit, dass ich statt der Esoterikbücher die Bibel las. Die Veränderungen in meinem Denken und Handeln öffneten mir die Augen für die Irrlehren, die in dem Seminarzentrum gelehrt werden. Es war ein sehr schwerer Prozess, mich nach mehreren Jahren der „Gehirnwäsche“ von ihnen zu lösen, besonders psychisch. Doch dank der Gnade Gottes und dem Beistand meiner Familie und meiner Freunde bin ich dort wieder heil herausgekommen. Leider bin ich eine Ausnahme. Und ich befürchte, dass es heutzutage viele ähnlich strukturierte Seminarhäuser gibt, die die Menschen gewaltig in die Irre führen. Ich bete für die Menschen, die nach wie vor in diesem Haus ein- und ausgehen und hoffe, dass sie es irgendwann schaffen werden, wieder ein normales Leben zu führen, ohne von Seminar zu Seminar zu leben und dabei Tausende von Euros auszugeben.

AdD: Was bedeutet dir der Glaube?

David: Mein Glaube ist mir unsagbar wichtig geworden. Ich habe den Segen des Rosenkranzgebets für mich erfahren dürfen, und es ist mir zur lieb gewonnenen Gewohnheit geworden, den Rosenkranz täglich zu beten und ihn auch immer in der Hosentasche bei mir zu tragen. Ich berühre die Perlen und weiß: Maria ist da! Besonders der Satz „bitte für uns Sünder“, mit dem ich am Anfang noch große Schwierigkeiten hatte, schenkt mir Trost und Kraft. Ich weiß heute, dass die Gottesmutter Maria, meine Mutter, mich zu Jesus Christus geführt hat. Dafür bin ich ihr einfach nur dankbar. Ich brauche Maria und mir nichts mehr vorzumachen und lerne, besser mit meinen und den Schwächen anderer umzugehen. Und ich glaube, dass sie mich auch durch die Musik immer wieder geführt und beschützt hat. Musik atmet Wahrheit, ist Ausdruck göttlicher Gnade und in gewisser Weise ein Tor, durch das eine Ahnung von Ewigkeit und von der Herrlichkeit Gottes in unsere Herzen strömen kann. Jesus sagt: „Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.“ (Lk 12, 34) Der Pianist Keith Jarrett hat diesen Gedanken sehr schön weitergeführt: „The music is where the heart is.“

Ein anderer Aspekt des katholischen Glaubens, der mir heilig geworden ist, ist die Tugend der Keuschheit. Was von den meisten noch belächelt wird, ist in Wahrheit eine große Stärke, eine der zwölf Früchte des Heiligen Geistes. Es ist nicht unmöglich und wider die menschliche Natur, ein keusches Leben zu führen und mit dem Sex bis zur Ehe zu warten, sondern eine Gnade, die uns der liebe Gott gewährt, wenn wir Ihn darum bitten. Sexualität ohne Gefühl, ohne wirkliche Bindung, ohne Grenzen, ohne das heilige Sakrament der Ehe, ohne wirkliche Liebe – und so wird sie in der Mehrzahl der Fälle gelebt – führt uns nach meiner Erfahrung in eine innere Not und unweigerlich zu immer größerer seelischer und körperlicher Krankheit. Sie entfernt uns mehr und mehr von unserer Mitte: Isolation, Schmerz, Leid, Trennung, und leider auch oftmals Abtreibung sind die Folgen. Daran kann auch die Verhütung nichts ändern. Das Gegenteil ist der Fall. Je mehr die Verhütung gefördert wird, umso mehr wird auch eine Geisteshaltung gefördert, die das Geschenk der Sexualität in keiner Weise zu erfassen und zu würdigen vermag. Schade, dass sich offensichtlich nur wenige über diese Zusammenhänge im Klaren sind. Seit ich mich bewusst entschieden habe, enthaltsam zu leben, fühle ich mich paradoxerweise männlicher als vorher. Die Enthaltsamkeit gibt uns, Männern wie Frauen, unsere menschliche Würde zurück. Ich glaube, dass eine keusch lebende Jugend, die der durch und durch sexualisierten Bilderwelt unserer Zeit widersteht, uns in eine bessere Zukunft führen kann.

AdD: Du warst Silvester in Medjugorje, was waren Deine dortigen Erfahrungen?

David: Medjugorje hat mich tief berührt. Es war beglückend für mich, mit den anderen Pilgern, aber auch alleine dort zu beten und innerlich still zu werden. Der Friede war für mich sehr stark spürbar in Medjugorje. Einen besonders nachhaltigen Eindruck haben die Aufstiege zum Erscheinungs- und zum Kreuzberg in mir hinterlassen. Auch die fünf Grundlagen für ein gesegnetes und gottesfürchtiges Leben, die Maria den Gläubigen durch ihre Botschaften immer wieder in ihre Herzen legen möchte, nämlich Eucharistie, Rosenkranzgebet, Bibel, Fasten und Beichte, sind für mich seit meinen Erlebnissen in Medjugorje noch mehr zu einer Quelle der Inspiration geworden. Ich schöpfe viel Kraft aus meiner Wallfahrt nach Medjugorje.

AdD: Weltjugendtag in Köln: Du bist aus Luxemburg und wirst auch nach Köln kommen, was erwartest du dir vom Weltjugendtag?

David: Es wird mein erster Weltjugendtag sein, und ich schaue Köln mit großer Vorfreude entgegen. Ich freue mich darauf, mit jungen Christen aus aller Welt nach Köln zu reisen, um dort gemeinsam unseren Herrn Jesus Christus anzubeten. Ich sehe, dass vielerorts die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen, was mich sehr freut. Auch in Luxemburg wird viel „Werbung“ für den Weltjugendtag gemacht. Wenn wir alle aktiv im Gebet auf den Weltjugendtag zuschreiten, wird er mit Sicherheit ein Segen sein für alle Pilger. Außerdem wünsche ich mir, dass Papst Johannes Paul II., von den Gebeten seiner ihm anvertrauten Herde getragen, in Freude und guter Gesundheit im August nach Köln kommen kann, um mit uns gemeinsam dieses große Fest unseres Glaubens zu feiern! Ich bete, dass der Herr viele Menschen für sich gewinnt. Und dass wir in Köln eine Bestärkung unseres Glaubens erfahren, die uns ein Leben lang prägen wird.


Bookmark and Share

0 Comments