Fastenzeit
Die Marienweihe
20/02/10 11:23 Kategorie: Frommes

Als ich 2004 beschloss, die „Weihe an Jesus durch Maria“ zu machen, stand ich noch nicht fest im Glauben. Ich hatte viele Fragen und war der Kirche eher skeptisch gegenüber eingestellt. Es reichte der Wunsch, es auszuprobieren. „Schaden kann es ja nicht“, dachte ich mir und begann, jeden Tag die vorgesehenen Gebete und Betrachtungen zu verrichten. Am Tag der Weihe war ich in Bozen und ging dort in eine Kirche, kniete mich vor eine Muttergottesstatue und sprach das feierliche Weihegebet. Es berührte mich stark, hier vor der Muttergottes zu beten. Dennoch war mir das Ganze immer noch ein Rätsel. Ich hatte keine Ahnung, was ich von diesem frommen Akt zu erwarten hatte. In den kommenden Monaten hat sich mein Leben dann so drastisch verändert wie nie zuvor. Zum Guten natürlich. Denn: „Wir wissen, dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt“ (Röm 8,28).
Seitdem wiederhole ich die Weihe jedes Jahr. Der hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort, der glühende Apostel der Gottesmutter, hat in seinen Schriften (hier online, allerdings auf englisch) alles klar dargelegt, was man wissen muss, um ein Kind Mariens zu werden. Er empfiehlt, die Weihe am 25. März, dem Fest der „Verkündigung des Herrn“ abzulegen. Folglich wäre heute der erste Tag der 33-tägigen Vorbereitung. Mehr Informationen zur Weihe findet ihr bei den Amici di Dio.
Ich werde die Gebete und die Betrachtungen dieses Jahr zum ersten Mal von meinem iPhone ablesen. Das fantastische iPieta enthält nicht nur alle Schriften des hl. Ludwig Maria, sowie die Gebete zur Marienweihe, sondern unzählige andere Klassiker der geistlichen Literatur, zahlreiche Enzykliken, hunderte von Gebeten (auf englisch und Latein) sowie einen Kirchenkalender, mehrere Katechismen und die Heilige Schrift…
Auf eine gesegnete Fastenzeit an der Hand der Muttergottes!
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Tipps für die Fastenzeit
18/02/10 20:05 Kategorie: Frommes

Zu Beginn der Fastenzeit nimmt man sich gerne viel vor. Weniger essen, mehr beten, innerlicher leben…
Doch wie wir alle wissen, werden Vorsätze leichter gefasst als umgesetzt. Sechs Wochen sind eine lange Zeit, wenn es darum geht, kontinuierlich an sich zu arbeiten und die schlechten Gewohnheiten durch gute zu ersetzen.
Wie begehe ich also eine gute Fastenzeit? Welche Entschlüsse sollte ich fassen und wie meine Vorsätze in die Tat umsetzen? Vielleicht sind folgende Tipps hilfreich:
1. Kenne den Hintergrund und den Sinn der Fastenzeit. Um sich würdig auf das wichtigste Fest der Christenheit vorzubereiten, begeht die Kirche die Fastenzeit, die so genannten „heiligen vierzig Tage”. Von Aschermittwoch bis Ostern sind es genau 40 Tage – zieht man die 6 Sonntage ab, denn an den Sonntagen wird bereits mit Freude der Auferstehung unseres Heilands gedacht (s.a. Mt 9,14-15). Die heiligen 40 Tage haben ihren Ursprung im Alten Testament und finden ihren höchsten Ausdruck im Fasten Jesu (siehe das Evangelium vom ersten Fastensonntag, Mt 4,1-11). Jesus bezwingt den Satan „und es kamen Engel und dienten ihm.” Nach seinem Vorbild wollen auch wir ein heiliges Fasten begehen und mit den Waffen des Gebets gegen das Böse kämpfen. „Durch die vierzigtägige Fastenzeit vereint sich die Kirche jedes Jahr mit dem Mysterium Jesu in der Wüste” (KKK 540) Die drei großen Formen der Buße, die in der Fastenzeit vermehrt praktiziert werden sollen, sind: Fasten, Beten und Almosengeben (vgl. Mt 6,1-18). Die Zeit bis Ostern gibt uns Gelegenheit, Buße für unsere Sünden zu tun und durch Fasten, Beten und Almosengeben wieder mit uns, mit Gott und mit unseren Nächsten ins Reine zu kommen. Dadurch wird die Fastenzeit auch zu einer Zeit der Reinigung.
2. Nutze die Fastenzeit für einen Neuanfang. „Legt den alten Menschen ab, der in Verblendung und Begierde zugrunde geht, ändert euer früheres Leben und erneuert euren Geist und Sinn! Zieht den neuen Menschen an, der nach dem Bild Gottes geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.” (Eph 4,22-24) Um dies zu tun, müssen wir alte, schlechte Gewohnheiten ablegen und neue, gute Gewohnheiten uns systematisch aneignen. Dazu bietet uns die Fastenzeit eine gnadenvolle Gelegenheit. Am meisten Kraft für diesen Neuanfang schöpfen wir aus der heiligen Beichte. Worauf wartest du?
3. Halte dich an feste Gebetszeiten. Auch wenn dieser Leitsatz das ganze Jahr über gültig sein sollte, können wir in den heiligen 40 Tagen noch mehr Gewicht auf die Treue im Gebet legen. Eine Möglichkeit wäre z.B. 20 Minuten früher aufzustehen und jeden Tag mit dem Gebet zu beginnen, noch vor dem Frühstück oder bevor man den Computer anmacht oder sonstigen Aktivitäten nachgeht. Man kann versuchen, jeden Tag einen Rosenkranz zu beten, notfalls indem man die 5 Gesätzchen über den Tag verteilt, oder jeden Tag ein Kapitel in der Bibel zu lesen.
4. Faste mindestens einmal in der Woche. Das ist gar nicht so leicht. Wenn es darum geht, wenig oder gar nichts zu essen, sträubt sich vieles im Menschen. Aus diesem Grund gibt es so viele Interpretationen des Begriffs „Fasten”, die sich vielleicht hier und da zu weit von seiner ursprünglichen, recht simplen Bedeutung entfernen. Es ist gut, den Kampf gegen das Böse direkt auf der leiblichen Ebene durch das Fasten aufzunehmen. Ob man nun bei Brot und Wasser, Brot, Kaffee und Wasser, nur bei Wasser und Tees oder auf eine andere Art fastet – den Hunger darf und soll man im Laufe des Tages spüren und durchhalten bis zum nächsten Morgen. Viel Gebet und geistliche Lektüre helfen, den Fasttag tatsächlich auf Gottes Willen hin auszurichten. Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass die Muttergottes bei den Erscheinungen in Medjugorje darum bittet, mittwochs und freitags bei Brot und Wasser zu fasten. Wer dieses Fasten bereits praktiziert hat, wird berichten können, wie viel Gutes daraus hervorsprießen kann. Wenn dir ein solches Fasten gelingt, bleibe demütig und danke Gott, dass er dir diese Gnade gewährt hat.
5. Gib Almosen. Das bedeutet konkret: spende Geld! Es gibt Christen, die monatlich den Zehnten ihrer Einnahmen spenden. Da nichts wirklich uns gehört und alles, wirklich alles uns aus der gütigen Hand Gottes zufließt, sollte man immer bereit sein, einen Teil des eigenen Besitzes auch an andere weiterzugeben, die ihn brauchen oder für gute Zwecke einsetzen können. Der Akt des Gebens und des Teilens beruht auf einer freiwilligen Entscheidung aus dem Geist der Nächstenliebe heraus und auf einem tiefen Vertrauen in den nie versiegenden Strom der Güte Gottes. Der Heilige Vater legt in seiner diesjährigen Botschaft zu Fastenzeit (Anmerkung: von 2008, hier geht’s zur Botschaft für 2010) einen besonderen Schwerpunkt auf den Akt des Almosengebens.
6. Gehe mit Maria durch die Fastenzeit. Die heilige Jungfrau Maria wird sich freuen, dir beim Laufenlernen im geistlichen Leben zu helfen. Reiche ihr also so oft du kannst die Hand und bitte sie um ihren Beistand und ihre Führung. Häufige Stoßgebete zur Muttergottes und der heilige Rosenkranz tragen dich sicher und effektiv durch die Fastenzeit und natürlich durch dein ganzes Leben.
7. Setze dir überschaubare und realistische Ziele. Zu viele gute Vorsätze auf einmal oder Ziele, die man offenkundig (erst mal!) nicht erreichen kann, haben meist zum Ergebnis, dass man schnell wieder resigniert aufgibt. Es kann etwa hilfreich sein, sich einen Vorsatz nur für einen einzigen Tag vorzunehmen und dann einen weiteren Tag dranzuhängen, und noch einen und noch einen…
8. Stehe auf, wenn du gefallen bist. Gelingt dir etwas von dem Vorgenommen mal nicht und bist du wieder einmal an deiner eigenen Schwäche gescheitert, so bleibe nicht stehen. Der Leitsatz muss lauten: weitergehen, und wo nötig, Stärkung aus dem heiligen Sakrament der Beichte schöpfen. Wenn du deine Sünde oder Schwachheit beweinen möchtest, so tue dies. Aber das sollte in der Regel nicht länger als 5 Minuten dauern. Selbstmitleid äußert sich im Sitzen- oder Liegenbleiben, während wahre Reue weitergehen bedeutet, so z.B. durch Werke der Nächstenliebe und der Buße.