Lord, grant us peace
Die Rede des Papstes, die diesem Friedenslied voranging, sowie die dazugehörigen Mitschnitte findet man wie immer auf kath.net.
Frieden in der Welt ist möglich. Am Papst liegt es sicher nicht. Man kann unterschiedlicher Glaubensauffassung sein und sich dennoch gegenseitig in aller Tiefe respektieren. Der Heilige Vater tut dies wie kaum ein anderer. Alipius spricht mir mit seinen Worten aus dem Herzen, wenn er schreibt:
Papst Benedikt hat am ersten Tag seiner Nahost-Pilgerreise auf den Punkt gebracht, was dem Frieden in der Welt wirklich im Weg steht:„Ich bin mittlerweile felsenfest davon überzeugt, daß es auf der ganzen Welt keine einzige Menschenseele gibt, welcher der Papst etwas Übles wünscht, welche er in seinen Gebeten für die Menschheit ausklammert. Das ist seine Art, die Welt zu retten. Wissenschaftler entwickeln Medizin und hoffen, daß diese der ganzen Welt zur Verfügung gestellt wird. Der Heilige Vater wendet sich an seinen und unseren Herrn und hofft, daß alle Menschen zu IHM finden werden.“
„Der Verschiedenheit der Religionen wirft man gerne die Schuld an Hass und Zwietracht in der Welt vor. Die Gegner der Religion wollen nicht nur ihre Stimme zum Schweigen bringen, sondern sie durch ihre eigene ersetzen. Umso mehr bedarf es der Gläubigen, die ihren Prinzipien und Überzeugungen wahrhaft entsprechen. Zwar lässt sich nicht bestreiten, dass Widersprüche entstehen können aus Spannungen und Spaltungen zwischen Anhängern verschiedener religiöser Traditionen. Doch bildet die ideologische Manipulation der Religion zu politischen Zwecken den wahren Anlass für Rivalitäten und Gewalt. - Ihrer wahren Natur nach bildet Religion Einheit und Harmonie als Ausdruck ihrer Gemeinschaft zwischen den Menschen untereinander und mit Gott. Darum gilt keineswegs: ,Je weniger Religion in einer Gesellschaft, desto besser!' Dem Menschen als Geschöpf Gottes ist es aufgetragen, in schöpferischer Vernunft und im Rahmen von Glaube und Wahrheit das großartige Potenzial menschlicher Vernunft auszuschöpfen. (...) Dazu bedarf es der Freiheit der Religion. Die große Wertschätzung der Kirche für die Gestalten der Patriarchen und Propheten stellt ein unzertrennbares Band zwischen der Kirche für die Einheit der beiden Testamente dar und schenkt uns das Verlangen, alle Hindernisse der Versöhnung zwischen Christen und Juden in gegenseitiger Achtung und Zusammenarbeit im Dienste des Friedens zu überwinden, zu dem uns das Wort Gottes ruft.“