Gestern wäre Gabriel Fauré 164 Jahre alt geworden. Wie Beethoven und Smetana wurde auch Fauré gegen Ende seines Lebens taub. Ich kannte und liebte bereits viele seiner wundervollen Lieder und das berühmte Requiem bevor ich letztes Jahr sein erstes Klavierquartett op. 15 und sein Klaviertrio op. 120 gespielt habe. Dadurch habe ich diesen Komponisten noch mehr schätzen gelernt. Jedes Mal, wenn ich seine Musik höre, empfinde ich Trost. Ja, tröstlich, das ist wohl die treffendste Beschreibung der Musik Gabriel Faurés. Es gibt Momente, da braucht man neben dem göttlichen Beistand auch den Trost, der einem durch die Musik gespendet werden kann. Wie ein heilender Balsam kann sie die Schmerzen der Seele lindern. Für einen Komponisten-Kollegen, der am Wochenende seine Frau durch einen tragischen und unverschuldeten Unfall verloren hat, möchte ich das Sanctus aus Faurés Requiem hier einstellen. Meine Gebete gelten dir und deiner Familie, lieber Camille Kerger.