ve Auswirkungen auf den Menschen haben kann, weiß man intuitiv. Prof. Altenmüller belegt diese Ahnung durch seine ausgiebigen Forschungen mit beeindruckenden Resultaten. Den Inhalt seiner Vorträge kann ich hier nicht wiedergeben, aber seine 8 Argumente für die Notwendigkeit von Musik an unseren Schulen möchte ich kurz erläutern. Sie fassen komprimiert zusammen, wieso Wissenschaftler wie Prof. Altenmüller ihre Forschungen diesem Gebiet widmen.
1. 98% der Menschen sind mit einem Sinn, mit Liebe für die Musik geboren
Will sagen: Musik ist nicht da, um uns glücklich zu machen (natürlich kann sie das auch!), sondern sie kann und soll uns auch verstören, Dinge in Frage stellen, unser Denken herausfordern. So manch eine Biographie wurde schon durch ein kleines Musikstück drastisch umgeschrieben!
22/04/09 14:43
Eine Einführung in Franz Schuberts „Winterreise“ von Marion Michels.
“Am Brunnen vor dem Tore” oder “Das Wandern ist des Müllers Lust” - jedem fällt hier der Begriff “Deutsches Volkslied” ein und eventuell der Name: Franz Schubert. Wer allerdings für die Texte verantwortlich zeichnet, ist den meisten Leuten nicht bekannt. Wer war der Dichter dieser Lieder, die Schubert einen “schauerlichen Zyklus” nannte, als er die Winterreise vertonte?weiterlesen...Stichwörter: Musik, Komponisten
21/04/09 11:11
Vor einigen Tagen zeigte mir eine junge Mutter eine CD von Detlev Jöcker, die sie dem Kind einer Freundin schenken wollte. Nach kurzem Hinheinhören musste ich auch schon wieder ausschalten. Muss man Kinder derart unterfordern?
Nichts gegen Jöcker oder sonstige Kinderliedermacher, die sicher viel Liebe in ihre Musik stecken und damit auch viele Kinder (und Eltern) begeistern. Es ist ja schön, ab und zu diese Lieder mit Kindern zu hören, wenn es nicht ausschließlich dabei bliebe. Die Musikgeschichte kennt ja so viel bessere Musik! Zum Beispiel die klassische Musik eines Bach, Mozart, Beethoven, Mendelssohn…
Klar, wenn die Eltern nie einen Zugang zur klassischen Musik gefunden haben, werden sie sie ihren Kindern auch nicht weiter geben. Vielleicht können unsere Kinder jedoch ein Grund sein, dass wir unsere CD-Sammlung um ein paar Klassik-CD’s erweitern. Unsere Liebsten werden es uns danken.

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass nicht nur das Musizieren, sondern auch das Musikhören die Entwicklung eines Kindes maßgeblich fördern kann. Ich merke immer wieder, dass meinen beiden Söhnen klassische Musik einfach gut tut. Besonders Antonio, der im Juni 2 Jahre alt wird, liebt es, auf langen Autofahrten z.B. Beethovens Symphonien zu hören. Und es muss nichts Seichtes sein, im Gegenteil, je temperamentvoller, umso besser. Während der enormen Steigerungen im ersten Satz der berühmten Fünften jauchzt er laut lachend mit und wackelt aufgeregt mit seinen kleinen Beinchen - im Takt!
Ich glaube nicht, dass dies ein Zeichen besonderen Talents ist (wobei mich das als Vater natürlich freuen würde), sondern vielmehr, dass Kinder einfach noch derart offen für die direkte und kraftvolle Sprache der klassischen Musik sind, dass sie diese tief mitempfinden können.
Zur Geburt von Antonio habe ich ihm auch Baby-CD’s gekauft, auf denen klassische Musik von einem Spieluhren-Orchester gespielt wird. Das ist süß, wirklich. Es war auch schön, diese Kindermusik ab und zu mit unseren Babys zu hören. Aber wir wollen nicht dabei stehen bleiben, sondern mit ihnen zusammen die Originale hören. Sie haben es verdient!
Siehe auch: Antonio dirigiert
Stichwörter: Kinder, Musik
25/04/07 07:00
Musik kann bis ins Innerste des Menschen vordringen. Dies ist Geschenk und verantwortungsvolle Verpflichtung zugleich. Wie wird man dieser Gabe gerecht?
Die Musik spricht eine Sprache jenseits der Worte und führt somit auch über diese hinaus. So ähnlich ist es mit dem Gebet: gedanklich oder tatsächlich gesprochene Worte, die an Gott, an Maria, an die Heiligen, die Engel oder die armen Seelen gerichtet sind, führen in eine Realität jenseits des Wahrnehmbaren, um schlussendlich in der Stille zu münden. Denn hier, und nur hier im Schweigen ruht die Fähigkeit, auch wirklich zuzuhören. Erst wenn das Herz im Gebet aufhorcht, kann der Mensch Gott ge-horchen, kann unser Gebet fruchtbar werden.
Genau so sollte es auch mit der Musik sein: zu Beginn steht die Sammlung und das zur-Ruhe-Kommen. Erst nach diesem Aus- und Einatmen (die Reihenfolge ist bewusst gewählt) darf ein Musiker, der für Gott musizieren will, seinem Instrument die ersten Töne entlocken. Und dann muss das gespielte oder gesungene Gebet tief in das eigene Ohr gelangen um im Herzen, von wo es eigentlich immer ausgehen sollte, wieder anzukommen. Natürlich setzt dies voraus, dass die dargebrachte Musik beherrscht wird und dem „musikalischen Opfer“ eine angemessene Zeit des Studiums vorausgegangen ist, damit die Hingabe beim Musizieren nicht durch technische Schwierigkeiten beeinträchtigt wird.
Also: nicht nur der Hörer, sondern besonders auch der Interpret muss zuhören, hinhorchen, sich mit jeder Pore in die Musik hinein fühlen können. Ob es sich um einen Instrumentalisten, einen Chorsänger oder einen die Präfation singenden Priester handelt, ob es um Musik im Gottesdienst, im Konzert, beim Gebetsabend oder beim Wandern geht: Höre! Nicht umsonst taucht dieses wundervolle Verb weit über vierhundertmal im Neuen Testament auf. Das höchste Gebot für das Musizieren ist nach dem Lieben - ohne Liebe keine Musik - das Wort Jesu: „Wenn einer Ohren hat zum Hören, so höre er!“ (Mk 4,23)
Stichwörter: Musik, Gebet