Mit den Heiligen zum Allerheiligsten

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Eine Betrachtung zu Allerheiligen.

Die katholische Gemeinschaft „Amici di Dio“ steht unter dem Schutz von 12 Heiligen. Diese Heiligen und überhaupt die Heiligen im allgemeinen sind Vorbilder, deren Leben wir immer wieder betrachten wollen. Sie spornen uns an, Christus und die Kirche an die erste Stelle unseres Lebens zu setzen. Das ist nicht immer einfach und gelingt auch nicht immer, aber es stellt sich doch jedes Mal heraus, dass es richtig ist, unser Schicksal ganz in die Hände dessen zu legen, der uns geschaffen hat.

Gottes Liebe ist unendlich - sie ist eigentlich mit menschlichen Maßstäben nicht zu begreifen. Davon erzählen die Heiligen durch ihr lebendiges Beispiel. Sie haben nicht gezögert, mit ihrem ganzen Leben für Gott einzustehen und seine Güte zu verkünden. Oft wurden sie für verrückt erklärt, doch in Wahrheit zeigen sie uns, dass Gottes Existenz Realität ist. Nur weil Gottes Liebe sie ergriffen hatte, konnten sie so leben, wie sie gelebt haben. Der Heiland hat sie im Himmel als mächtige Fürsprecher für uns und seine ganze Kirche eingesetzt.

Deshalb lautet auch das Motto der „Amici di Dio“: „Mit den Heiligen zum Allerheiligsten“. Das heißt, dass wir nie allein zu Gott beten und ihm entgegen gehen, sondern Ihn immer im Vertrauen auf die Unterstützung und die Fürbitte der Heiligen anbeten. Dies schützt uns vor groben Irrtümern. Uns selbst sollten wir nämlich immer misstrauen, da wir uns selbst so oft enttäuschen und schwach sind im Umsetzen unserer guten Vorsätze und wir ständig der Sünde ausgesetzt sind. Aber auf Gott und auf seine Heiligen, die uns auf dem Weg zum Himmel vorangegangen sind, dürfen wir unser ganzes Vertrauen setzen.

Papst Johannes Paul II. prägte den Leitsatz: „Werdet die Heiligen des neuen Jahrtausends!“ Damit wollte er den jungen Menschen unserer Zeit und allen Menschen zeigen, dass die Heiligkeit nicht unerreichbar ist und nur irgendwelche Leute von irgendwo heilig werden können. Die heilige Thérèse von Lisieux zeigt uns den so genannten „Kleinen Weg“, ein Weg auf dem jeder in der Heiligkeit wachsen kann: es gilt nicht, Großes zu vollbringen und durch Heldentaten in die Geschichte einzugehen, sondern im Kleinen, d.h. in den alltäglichen Dingen des Lebens, wie z.B. im Verrichten seiner Arbeit oder in den familiären Pflichten eine innere Haltung der Hingabe an Gott einzunehmen, was uns Gottes Willen mehr und mehr gleichförmig machen kann. Keiner wird heilig aus sich heraus. Es ist eine Gnade, um die wir innig beten müssen, denn alles Gute, jede Gnade und Gunst des Himmels kann uns nur von Gott durch die Hände Mariens zukommen. Alle Heiligen Gottes, bittet für uns!


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Die Waffe des Christen

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Eine Betrachtung zum Rosenkranzmonat.

Seit Jahrhunderten erfreut sich das Rosenkranzgebet großer Beliebtheit unter den Katholiken. Das Jahr des Rosenkranzes, das Papst Johannes Paul II., ein großer Marienverehrer, für 2003 ausgerufen hat, setzte neue Impulse im Leben vieler Gläubigen. Die „lichtreichen“ Geheimnisse wurden den bisherigen drei Rosenkränzen - „freudenreich“, „schmerzreich“ und „glorreich“ - hinzugefügt und ergänzten das Rosenkranzgebet um 5 weitere Betrachtungen aus dem Leben des Heilands.

Der Papst strich in seinem Apostolischen Schreiben „Rosarium Virginis Mariæ“ besonders die Notwendigkeit des Gebetes innerhalb der Familie hervor, die „durch zersetzende Kräfte auf ideologischem oder praktischem Niveau bedroht ist“ (Nr. 6). „Die Wiederbelebung des Rosenkranzes in den christlichen Familien“ stelle daher „der Familie eine wirksame Hilfe dar, um die verheerenden Auswirkungen dieser epochalen Krise einzudämmen.“

Dies klingt dramatisch. Hält man sich jedoch die ungeheuren Scheidungs- und Abtreibungsraten vor Augen, sowie die völlige Orientierungslosigkeit vieler junger Menschen, die ihrem Leben keinen tieferen Sinn mehr zu geben wissen, kann man hier durchaus das Wirken des Teufels erkennen, der „wie ein brüllender Löwe“ umhergeht „und sucht, wen er verschlingen kann“ (1Petr 5,8). Viele Heilige haben den Menschen den Rosenkranz als mächtige Waffe gegen die Angriffe Satans empfohlen, und auch die Muttergottes selbst hat bei ihren Erscheinungen immer wieder dazu ermahnt, täglich voll Vertrauen den Rosenkranz zu beten.

Freilich, viele Christen sehen im Rosenkranz ein frömmlerisches Leiern, das nicht mehr zeitgemäß ist oder sie meinen eben einfach, er spreche sie nicht an und sei nichts für sie. Lassen wir uns nicht täuschen! Der Rosenkranz ist „ein Gebet von großer Bedeutung und ist dazu bestimmt, Früchte der Heiligkeit hervorzubringen“ (Rosarium Virginis Mariæ Nr. 1). Der heilige
Ludwig Maria Grignion de Montfort geht soweit zu sagen: „Ich weiß zwar nicht, wie und warum das so ist, gleichwohl beruht es auf Wahrheit: Ich kenne kein besseres Mittel, um zu erforschen, ob eine Person Gott angehört, als festzustellen, ob sie das Ave Maria und den Rosenkranz liebt oder nicht.“

Mit etwas Willenskraft kann jeder lernen, den Rosenkranz zu lieben. Dem einen mag das Lesen einer guten Schrift über den Rosenkranz genügen, um ihn von dessen Wert zu überzeugen, ein anderer braucht vielleicht die Erfahrung eines gut gebeteten Rosenkranzes in der Gemeinschaft oder die Empfehlung eines Freundes oder Priesters. Es gilt auf jeden Fall, unseren Vorsatz zu stärken, täglich den Rosenkranz zu beten!

Der Rosenkranzmonat Oktober bietet einen willkommenen Anlass, diesen Vorsatz in uns zu festigen und täglich neu in die Tat umzusetzen. Möge der hl. Ludwig Maria uns durch seine Fürsprache anspornen: „Ich bitte euch inständig, betet euern Rosenkranz! Dann werdet ihr auf dem Sterbebette jenen Tag und jene Stunde preisen, da ihr meinem Ruf gefolgt seid. Wenn ihr so unter dem Segen Jesu und Mariä reichlich gesäet habt, werdet ihr die ewigen Segnungen des Himmels ernten.“


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