Mendelssohn: Präludium und Fuge op. 35 Nr. 1

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Die Musikwelt feierte dieses Jahr Felix Mendelssohn-Bartholdys 200. Geburtstag. Für mich ist Mendelssohn einer der größten Komponisten der Musikgeschichte. Seine Symphonien und die beiden Oratorien „Paulus“ und „Elias“ gehören in jede Klassiksammlung. Allerdings hat Felix Mendelssohn weit mehr Meisterwerke hinterlassen als heute regelmäßig zur Aufführung kommen. Eins davon sind die „Sechs Präludien und Fugen op. 35“ für Klavier. Inspiriert wurden sie durchs Johann Sebastian Bachs „Altes Testament der Klaviermusik“ (Hans von Bülow), dem Wohltemperierten Klavier. Die Aufnahmen stammen von einem Konzert, das ich am 4.4.2004 in Luxemburg gespielt habe.

1. Präludium

Mendelssohn: Präludium und Fuge op. 35 Nr. 1 - Präludium by davidianni

Das erste Präludium und die anschließende Fuge in e-Moll geben Zeugnis von Mendelssohns kontrapunktischer wie pianistischer Meisterschaft. Gebrochene Dreiklänge eröffnen in ungestümem Rauschen das großartige Präludium. Das Thema erklingt inmitten dieser Klangwellen, gespielt vom Daumen der rechten Hand. Nach einer virtuosen Steigerung beenden zwei harsche Akkorde das Präludium.

2. Fuge

Mendelssohn: Präludium und Fuge op. 35 Nr. 1 - Fuge by davidianni

Das emporstrebende Thema der Fuge wird in einer klassischen Exposition durch alle vier Stimmen vorgestellt und entwickelt. Inmitten der seufzenden Sekundenschritte des ersten Zwischenspiels (1’36’’) ertönt das Thema im Bass (1’50’’), während die Mittelstimmen das Tempo auf Sechzehntelnoten steigern und einen anstehenden Sturm erahnen lassen. Mendelssohn schreibt zusätzlich ein „accelerando“ vor. Bei 2’39’’ haben wir ein deutlich schnelleres Tempo erreicht und das Thema wird nun in seiner Umkehrung weiterverarbeitet. Ab 3’23’’ erhöht eine unhaltbare Sechzehntelbewegung in den verschiedenen Stimmen um das umgekehrte Thema die Spannung, bis bei 4’08’’ das Thema wieder in seiner ursprünglichen Gestalt, jedoch in vollkommen verschiedenem Duktus wieder erklingt: ungleich bewegter und extrovierter als zu Anfang. Der Dominant-Orgelpunkt, der das Ende einläutet, wird bei 4’20’’ erreicht. Hier werden Fetzen des Themas in den Sog der Musik hineingeworfen, bis das oktavierte Thema sich im Bass durchsetzt (4’38’’) und in virtuosen Oktav- und Akkordkaskaden dem endgültigen Höhepunkt der Fuge entgegenstrebt: dem strahlenden Choral in E-Dur (5’02’’), in dem sich die ganze Spannung des Vorhergehenden entlädt. Gegen Ende kehrt das Thema zurück (5’43’’), diesmal allerdings in E-Dur, verklärt und eingebettet in typisch mendelssohnsche Harmonien, voll Wärme und Schönklang.


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Miniatures der Woche (4)

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Links im katholischen Internet

  • Interview mit Monika Rheinschmitt: Heute Abend (29. November) um 19.00 Uhr strahlt Radio Horeb in der Sendung „Treffpunkt“ mit dem Titel „Generation Benedikt und kathnews.de auf Sendung bei Radio Horeb“ ein Interview mit Frau Monika Rheinschmitt, der Vorsitzenden von Pro Missa Tridentina, aus. Ich hoffe, dass Radio Horeb die neue monatliche Sendereihe der Generation Benedikt und kathnews.de auch als Podcast anbieten wird! (via kathnews.de)
  • Videos aus Vietnam: Die beiden Missio-Mitarbeiter Martin Minkowitsch und Andreas Thonhauser waren vor einem guten Monat in Vietnam, um den Opfern des Taifun Ketsana Hilfe vor Ort zu leisten. Auf den Blog hatte ich damals hingewiesen. Auf missio.at kann man sich auch einige Videos anschauen, die auf ihrer Reise entstanden ist. Sehr bewegend!
  • Videos und Vorträge aus Heiligenkreuz: P. Karl Wallner hat auf der Heiligenkreuzer Homepage auf die vielfältigen Angebote von Heiligenkreuzer Mönchen im Internet hingewiesen.
  • Podcasts aus Stiepel: Das Zisterzienserkloster Bochum-Stiepel stellt viele hervorragende Vorträge und Predigten auf ihrer Podcast-Seite zum Anhören und Downloaden zur Verfügung.
  • Kathwahrheit.de: Eine unerschöpfliche Fundgrube an Information zum katholischen Glauben. Ob Sakramente, Heilige, Zeugnisse, Abtreibung, so ziemlich alles wird hier im Licht der katholischen Wahrheit beleuchtet.
  • Evangelisation heute: Eine fantastische Initiative von Familie Winter aus Annweiler, zu Recht von kath.net zur Webseite des Monats im Juni 2009 gekürt! In einem meiner nächsten Beiträge werde ich das wunderbare Büchlein „Handkommunion oder Mundkommunion“, das soeben im fe-Verlag erschienen ist, vorstellen. Ich möchte auch auf den Gebetstag für die Ungeborenen am 9. Dezember hinweisen.


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1000 Kinder retten

Habt ihr schon von 1000plus gehört? Es handelt sich um ein relativ junges Projekt, das zum Ziel hat, in den kommenden Jahren mindestens 1000 schwangeren Frauen im Schwangerschaftskonflikt dabei zu helfen, sich für die Geburt ihres Babys zu entscheiden.

1000plus hat auch
ein eigenes Blog, das ihr sicher in eure Blogroll aufnehmen möchtet, und ist zusätzlich über Twitter und Facebook sehr engagiert. Hinweisen möchte ich auch auf die wunderschönen und raffiniert gestalteten Poster, die man frei downloaden und verbreiten kann.

Die Macher des Projekts verzichten bewusst auf Aussagen religiöser Natur, was 1000plus zum Ansprechpartner auch für jene macht, die verwandten, explizit christlichen Hilfsorganisationen gegenüber Vorbehalte hätten.

Die Botschaft ist jedoch immer die gleiche:

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Oder wie auf der Seite von
Die BIRKE e.V., einer ähnlich ausgerichteten Organisation, zu lesen ist:

Die BIRKE berät immer auf das Leben hin. Deshalb wurde noch nie einer Frau zu einer Abtreibung geraten und auch noch nie ein sog. Beratungsschein ausgestellt.
Dahinter steht die Erkenntnis, dass nie das ungeborene Kind die Konflikte der Frau verursacht. Weil es für diese Konflikte jedoch nur im Leben eine Lösung geben kann, zieht die BIRKE die Option einer Abtreibung gar nicht erst in Erwägung. Stattdessen sucht und findet die BIRKE Lösungen, damit jede Mutter ihr Kind bekommen kann. Ziel ist es, Probleme abzutreiben, keine Kinder.

Also: bitte weitersagen und 1000plus merken, falls ihr mal mit Frauen zu tun habt, die sich (noch) nicht auf ihr Kind freuen können. Ich bin sicher, dass 1000plus das Ziel erreichen wird und bete dafür, dass es im Laufe der Jahre noch viel, viel mehr als 1000 Babys vor der Abtreibung retten wird!


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Laufen im Advent

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In ihrem jüngsten Beitrag fragt Elsa, ob und wie wir die Adventszeit als Fastenzeit gestalten. Für mich ist es mittlerweile kein Opfer mehr, aber ich gehe weiter laufen, auch wenn's mal richtig kalt oder nass ist. Ich möchte euch ein wenig beschreiben, wie ich wieder in Form gekommen bin und würde mich sehr freuen, wenn es manchen Leser motivieren würde, auch etwas für seine Gesundheit zu tun. Unser Körper ist ein Geschenk Gottes, den wir pflegen und gesund halten sollten.

In den letzten Jahren habe ich mich körperlich etwas „gehen lassen“, und ich spürte die Folgen immer deutlicher: Treppen steigen ging nicht mehr so leicht, nach einem schnellen Lauf war ich gleich außer Puste, mein Bauch war nicht mehr hinter dem Gürtel, wo er hingehört, sondern über dem Gürtel. Nicht nur, dass ich mich also körperlich weniger gut fühlte - das Wissen, dass ich eigentlich etwas für meine Gesundheit tun müsste, es aber nicht tat, zehrte auch an meinem Selbstbewusstsein.

Mitte September diesen Jahres war es dann soweit: ich war es leid, meinen Vorsatz, wieder mit dem Laufen anzufangen, Monat um Monat und Jahr um Jahr hinauszuschieben und ich überlegte mir einen Plan. Einfach drauf loszulaufen ist nicht so klug, wenn man keine Kondition mehr hat. Im Internet las ich vom „
Couch to 5k“-Programm, einem Programm also, das verspricht, von der Couch auf 5 Kilometer laufen am Stück zu kommen. Glücklicherweise bin ich mit einem iPhone ausgestattet. Als Technikfreak war das für mich ein großer Motivationsfaktor, da es viele Fitnessprogramme für das iPhone gibt, die einem helfen, wieder in Form zu kommen. Natürlich geht es auch ohne das Wunderhandy. Den folgenden Abschnitt widme ich allerdings dem iPhone/iPod-Programm, das mich „gerettet hat“:

Get Running hat das „Couch to 5k“-Programm als Grundlage. Man kann nun Musik oder Podcasts hören, während Get Running unterwegs informiert, wie lange man gehen bzw. laufen soll (währenddessen wird die Musik kurz ausgeblendet). C25k besteht nämlich im Wesentlichen darin, dass man Gehphasen mit Laufphasen abwechselt, um so nach und nach die Ausdauer zu verbessern, ohne sich dabei jedoch zu überanstrengen und infolgedessen den guten Vorsatz aus Frust gleich wieder über Bord zu werfen. Die Stimme der „Trainerin“ ist sympathisch und motivierend, und ich freute mich mit jedem Mal mehr auf meinen morgendlichen Lauf.

Der Zeitaufwand ist übrigens recht gering: dreimal pro Woche ist man eine halbe Stunde an der frischen Luft. Soviel Zeit kann jeder aufbringen, dem es wichtig genug ist! Auch die Kälte und der Regen sollte man nicht als Ausrede gelten lassen: durch die Bewegung wird man schnell warm und eine gute Dusche nach dem Sport verhindert, dass man sich erkältet. Das Immunsystem wird gestärkt, man wird also mit der Zeit weniger anfällig für Krankheiten. Ich bemerkte sogar in den netten Nebeneffekt, dass mir die gleichen kalten Temperaturen immer weniger kalt vorkamen!

Eine andere, fantastische Konsequenz des Laufens war die wachsende Abneigung gegen die Zigaretten, von denen ich letztes Jahr wieder abhängig geworden war. Im Oktober zog ich diesbezüglich endlich
einen Schlussstrich. Um dem Vorsatz, mit dem Rauchen aufzuhören, den nötigen Ernst zu verleihen, informierte ich sogleich alle über's Internet - auch ein Weg, Twitter & Co. sinnvoll zu nutzen, dachte ich mir! Und es hat funktioniert: ich bin Nichtraucher. Außerdem habe ich meine Ernährung umgestellt. Es stehen viel mehr Obst und Gemüse, Getreide und Nüsse, aber viel weniger Süßes und Fettiges auf dem Speiseplan. Diese Umstellung kam auch mehr oder weniger natürlich zustande: durch die vermehrte körperliche Aktivität habe ich mehr Lust auf gesunde Nahrung bekommen.

Ich bin sehr dankbar für die vergangenen Monate, in denen ich mir und meinem Körper wieder ein gutes Stück näher gekommen bin. Zu laufen war für mich eine der besten und einflussreichsten Entscheidungen dieses Jahr. Ich möchte auch im Advent treu dabei bleiben und hoffe, dass viele andere mit mir fit in den Advent einsteigen werden.


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MusicMonday: Mondscheinsonate III

Nachdem ich im vorigen Blogeintrag das Beispiel mit der Mondscheinsonate gebracht habe, dachte ich, dass meine Aufnahme dieser Sonate für den heutigen MusicMonday doch recht gut passen würde. Da vielen nur der wunderschöne erste Satz bekannt ist, möchte ich euch den wilden letzten Satz zum Anhören anbieten.

Die Aufnahme stammt von meiner Debüt-CD aus dem Jahr 1996 - wow, ist das lange her! Damals war ich gerade mal 16. Wie die Zeit vergeht! Heute würde ich natürlich anders spielen, vielleicht etwas wütender, mit mehr „Grandeur“ und stellenweise extremer. Trotzdem finde ich die Interpretation recht gelungen und hoffe, dass sie euch gefällt.

Beethoven: Sonate op. 27 Nr. 1, dritter Satz (Presto agitato) by davidianni


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Gedanken über die tridentinische Messe III

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In Zeiten des Frustes über die liturgischen Entwicklungen der Kirche seit dem II. Vatikanum kommt mir oft der Vergleich zwischen der Musik der großen Meister und den billigen Arrangements, die man für Richard Clayderman oder andere Easy-Listening-Interpreten produziert hat, um die breite Masse zu erreichen. Ich spreche ihn kaum aus, will ja niemandem auf die Füße treten, aber heute, nachdem ich auf kath.info den ausgezeichneten Artikel Basteln am heiligen Erbe von P. Bernward Deneke FSSP gelesen habe, schreibe ich mir ein wenig Frust von der Seele.

Seit ich vor vier Jahren die klassischen Liturgie und die zeitlose Schönheit
kennengelernt habe, die dieses größte aller Kunstwerke ausstrahlt, vermisse ich doch sehr vieles in der neuen Liturgie, die mir manchmal wie eine light Version der herkömmlichen Messe vorkommt, um nicht zu sagen wie ein blasser Abklatsch der „außerordentlich“ schönen Form der Messe, die – Gott sei Dank – immer mehr junge Gläubige und Priester wieder entdecken.

Wieso hat man beispielsweise das Schuldbekenntnis, in dem die Heiligen angerufen werden, so drastisch gekürzt? Überhaupt, warum wird es eigentlich nicht mehr in jeder heiligen Messe gebetet? Wieso wird das „Herr, ich bin nicht würdig“ nur einmal gesprochen, warum ist der römische Kanon fast vollkommen aus der „Durchschnittsmesse“ verbannt worden? Wieso beten wir das Paternoster nicht mehr auf Latein? Wieso beten wir überhaupt nicht mehr auf Latein, der Muttersprache der römisch-katholischen Kirche?

Wir sollten uns stets vor Augen halten, was uns durch die Liturgiereform genommen wurde, auf welche Schätze man gemeint hat, fortan verzichten zu können. Die oben aufgezählten Beispiele sind nur oberflächliche „Symptome“ für die Verlustigkeit eines mystischen Gottesdienstes, in den man eintreten kann wie in einen heiligen Tempel, in dem jedes Wort und jede Geste erfüllt ist von der Liebe anbetender Engel, so dass die Seele unwiderstehlich an Gottes Herz gezogen wird…

Genauso wenig wie ich die ganze
Mondscheinsonate Ludwig van Beethovens verstümmelt und verzuckert hören (oder spielen) möchte, bin ich bereit, auf die „tridentinische Messe“ zu verzichten, nur weil gerade mal zwei Generationen an Klerikern für uns entschieden haben, dass es nur noch den ersten Satz der Mondscheinsonate gibt, und den auch noch leicht verdaulich mit viel Puderzucker für das „dumme Volk“ zurechtgestutzt. Denn „für dumm“ musste man das Volk ja schon halten, wenn man vor 40 Jahren meinte, den Gläubigen das Erbe der überlieferten Liturgie vom geistlichen Speiseplan stehlen zu müssen.

Gerne würde ich mit einem positiven Ausblick enden, aber ich glaube, das gelingt mir heute nicht. Wenn ich die gegenwärtige Situation sehe, in die kleine Dorfpfarreien durch verkehrte Reformen hineinmanövriert worden sind, wenn ich erlebe, dass fast der letzte Rest an Liebe zur römisch-katholischen Tradition aus den Herzen ausgerottet zu sein scheint, verdunkelt sich mein Gemüt schon ein wenig. Wenn zwei- bis dreimal jährlich ein gregorianisches Ordinarium gesungen wird und verschiedene Messgänger sich dann noch über das „Zuviel“ an Latein beschweren, tut mir das Herz weh. Nicht nur weil diese Haltung vom Verlust einer katholischen Frömmigkeit, sondern schlechthin von der Abwesenheit einer für unsere Zeit bitter nötigen Kultur zeugt.

Verwandte Artikel:

Bild: (c) introibo.net


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Familienspaziergang am Sonntag

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Leider habe ich unter der Woche nicht sehr viel Zeit für meine Familie, ein Phänomen, das sicher viele Berufstätige kennen. Aber der Sonntag, der Sonntag ist meiner Familie vorbehalten (wenn nicht ausnahmsweise mal ein Konzert auf den Tag des Herrn fällt). Ich empfinde diesen (ursprünglich ersten) Tag der Woche als großes Geschenk, da er mir erlaubt, mich wieder ganz auf das Wesentliche auszurichten, auf das, was mir Kraft für alles Tun unter der Woche gibt. Im Letzten kommt dieser Antrieb aus der Liebe zu den Menschen, die mir am nächsten stehen und aus der Liebe zu Gott, Der uns in Seiner unendlichen Liebe so überreich beschenken möchte.

Ein Gebot ist viel mehr als ein Verbot: die Gebote Gottes sind Wege der Gnade, die unserem Menschsein Würde und Sinn verleihen und unsere Seelen für die Gnade Gottes empfänglich machen. Das dritte Gebot besagt: „Du sollst den Tag des Herrn heiligen“. Ich möchte auf diese Worte hören, und Christus, den König der Könige, in der heiligen Messe verehren und Ihn bitten, in meinem Leben und in meinem Herzen zu herrschen, denn Gott allein gebührt alle Herrlichkeit und Ehre!

Der Sonntag ist ein wunderbarer Tag, und kein Sonntag soll vergehen, an dem ich meine Kinder und meine Frau nicht zum Lachen gebracht habe, kein Sonntag, an dem ich meinen Lieben nicht meine Liebe gezeigt habe, kein Sonntag, an dem ich nicht mein Herz voll Dankbarkeit in Gottes gütige Hand gelegt habe… Denn Gottes Liebe schenkt uns mehr Glück als unser Herz fassen kann.


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Miniatures der Woche (3)

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Zum 50. Todestag von Heitor Villa-Lobos

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Der berühmteste aller brasilianischen Komponisten, Heitor Villa-Lobos, verstarb heute vor 50 Jahren. Ihm ist es gelungen, die Tradition der großen abendländischen Musik mit der Musik und den Tänzen seines Heimatlandes zu verbinden.

Eine seiner bekanntesten Kompositionen ist die Cantilena aus den „Bachianas Brasileiras“, hier in einer Aufnahme mit Barbara Hendricks (übrigens mit Bildern des
Melatenfriedhofs in Köln):



Sehr typisch für seinen Stil sind auch die Präludien für Gitarre, hier sehr einfühlsam interpretiert von Julian Bream:



Eine ungewöhnliche, aber sehr schöne Klangwelt hat Villa-Lobos in seinem Mundharmonika-Konzert geschaffen – hier eine Aufnahme des Mittelsatzes:



Wer mehr über diesen großen Komponisten erfahren möchte, wird auf der
Villa-Lobos-Webseite sicher fündig.


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MusicMonday: Licht

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Zu Gertrud Lambert-Völkel, einer Gitarrenlehrerin und Dichterin aus dem Sauerland verband mich während der letzten Jahre ihres langen Lebens eine innige Freundschaft. Sie widmete mir 2003 den Text „Abrahams Kinder“, den ich als Oratorium vertonte. Leider verstarb Gertrud Lambert am 18. Mai 2004 im Alter von 89 Jahren, gerade zwei Tage vor der Uraufführung des Oratoriums. Umso ergreifender und unvergesslicher war die Uraufführung damals im Mai 2004. Im Jahr davor hatte die Mendener Kantorei unter der Leitung meines Freundes Johannes Krutmann bereits ein Konzert mit meinen Chorwerken gegeben, für das ich eigens einen kleinen Zyklus mit Liedern von Gertrud Lambert komponiert hatte. Das folgende Gedicht, das sie im hohen Alter schrieb, lag ihr besonders am Herzen. Worte des Trostes, die auch in den verregneten Novembertagen gut tun!

Licht

Lichtumsumt sind die Wolken,
einer Verheißung gleich,
die da sagt:
Nimm sie nicht so schwer,
die Last,
die dich bedr
ckt,
die Traurigkeit der Tage,
und der Stunden,
die dich weinen lassen.
Sieh,
die Wolken wandern,
doch das Licht der Grenzenlosigkeit,
das bleibt.
Ist Ewigkeit
und erster Auftrag eines Gottes,
der uns liebt,
und,
wenn die Zeit gekommen,
f
r dich da sein wird.

Gertrud Lambert-Völkel (1914-2004)


Licht (aus „Gertruds Lieder op. 67“)  by  davidianni

P.S.: Gerade eben hat die Braut des Lammes einen schönen, passenden Beitrag verfasst: Licht im Dunkel - ich mag den November.


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Miniatures der Woche (2)

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Zum 119. Geburtstag von Aaron Copland

Einer meiner Lieblingskomponisten des 20. Jahrhunderts, Aaron Copland, wurde heute vor 119 Jahren geboren. Hier eine Aufnahme seines wunderschönen Klarinettenkonzerts mit dem Komponisten am Pult und dem Widmungsträger Benny Goodman als Solisten:






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Hochinteressantes Gespräch über die Hl. Messe


O, wie tun diese Worte von Professor Spaemann gut… Ich verstehe nicht, wieso seine Ansichten, die eigentlich leicht nachzuvollziehen und wohl kaum zu widerlegen sind, nicht auch von allen Bischöfen und Priestern so vertreten werden. „Ein Ausblick, der Mut macht“, wie der Journalist am Ende meint – und bezieht sich damit auf die jüngere Generation, die „die alten Vorurteile“ gegen die „Alte Messe“ nicht hat. Vieles von dem, was Prof. Spaemann sagt, kenne ich aus Erfahrung. Dass zum Beispiel junge Eltern gerne in die Alte Messe gehen und so den Glauben an ihre Kinder weitergeben wollen, kann ich unterschreiben. Das Beispiel mit dem Priester, der sich weigert, den ersten Kanon zu beten, kommt mir leider auch bekannt vor.

Werter Leser, der du auf diesen Beitrag gestoßen bist: ich hoffe, dass du dir die halbe Stunde Zeit nimmst, um dir dieses Interview zu Gemüte zu führen! Es lohnt sich. Es wird nämlich eine Zeit des Übergangs kommen: jene, denen die „Gregorianische Messe“ so verhasst ist, werden in den kommenden Jahren nach und nach aussterben, und ebenso werden es die paar wenigen alten Messbesucher tun, die sie noch bei der Stange halten konnten. Wir Jungen wollen - brauchen mehr! Gebt uns die ganze Wahrheit, lasst uns teilhaben an der vollen Schönheit der Liturgie, hört auf, die heiligen Riten der Väter zu kastrieren und zu verschandeln!

Wenn ich mich so reden höre, glaube ich, dass ich früher oder später - eher früher als später - nur noch zur Alten Messe gehen werde. „Wie die Hirschkuh verlangt nach dem Wasser der Quelle, so verlangt, o Gott, meine Seele nach dir.“ (Psalm 42)

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Quelle: Causa Nostræ Lætitiæ


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Kreuzfrei von Garmisch bis Venedig

Ich erlaube mir erneut, ein Gedicht meines lieben Bekannten Hans zu veröffentlichen:

Vision 2012 – Konsequenz des Schulkreuzurteils

Ich bin vom Bund der Freiheit des Geistes.
Mein Anliegen ist gerecht und kein dreistes.
Weiß, von Europas höchstem Gerichte gestützt,
Dass das Kreuz nur schadet, nichts nützt.

D'rum wiederhol' ich mein Postulat
Und frag', was das Kreuz auf der Zugspitz verloren hat?
Sein Anblick mich g'waltig stört,
Weshalb, statt vergoldet, es umgesägt g'hört.

Die Berge gehören nicht nur den Christen.
Lasst uns die Gipfel ausmisten,
Damit endlich Reinhold Messners Trumpfkarte sticht,
Wenn er sich gegen die Verkreuzelung der Alpen ausspricht.

Atheisten, hurra! Beaxtet hinauf auf die Bergeshöhn,
Wir wollen endlich kreuzfrei von Garmisch bis Venedig sehn.

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Nachsatz: Von Ludwig Thoma stammt der berühmte Satz, mit welchem er seine Kollegen aus dem Bereich der Jurisprudenz karrikierte:

„Assessor Karlchen war ein guter Jurist und auch sonst von mäßigem Verstande.“

9. November 2009, Dondl Hans

s.a. Wo früher hing das Kruzifix…


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MusicMonday: Nacht der Tränen

Nachdem ich den letzten Musik-Montag geschwänzt habe (sorry!), möchte ich heute ein Stück posten, das scheinbar sehr beliebt ist. Über Facebook fragte ich nämlich neulich, was auf meine geplante CD im kommenden Jahr kommen soll, und „Nacht der Tränen“ war eindeutig der Vorreiter.

Ein paar Infos zum Stück: die Melodie kam mir 1995, also auf dem Zenit meiner schwierigen Pubertät… Die erste Liebe neigte sich einem unschönen Ende zu und zum ersten Mal erfuhr ich, wie einem das Herz weh tun kann. Was macht daraufhin ein Musiker? Natürlich, den Kummer in Musik umwandeln. Eigentlich ist „Nacht der Tränen“ der zweite Satz aus einem dreiteiligen Zyklus namens „Fallende Perlen“, meinem Opus 1. Passt irgendwie gut zum November…

Nacht der Tränen (aus „Fallende Perlen op. 1“) by davidianni

P.S.: Auf Bitten von
Gloria.tv habe ich auch mal eine sehr laienhafte Videoaufnahme des Stückes gemacht:





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Wo früher hing das Kruzifix…

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Hier der Tipp eines Bekannten von mir:

An die Stelle, wo vorher das Kreuz gehangen,
kann man dann das Gedicht aufhängen:


Wo früher hing das Kruzifix
Hängt jetzt halt nix.
Statt Glauben, Hoffnung, Liebe
Frönt man dem Freigeist und dem Lauf der Triebe.
Verkündet stolz, trotz größter Not:
Gott ist tot, Gott ist tot.
O Menschheit von Blindheit geschlagen,
Wirst viel, noch sehr viel des Leids ertragen.

Im Kreuz aber ist Heil,
Und das Kreuz, es wird siegen.
Die Selbstgerechten, Stolzen, Intellektuellen
Werden am Felsen, an Christus zerschellen.

Im Kreuz ist Heil und es wird siegen.
Herr, hilf mir, wie Du einst am Holze
Nicht zu richten, noch zu hassen,
Einzig zu lieben, zu lieben, zu lieben.

Hans Dondl


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Miniatures der Woche (1)

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Das Kreuz in meinem Klassenzimmer

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Das Kruzifix-Urteil des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs hat für reichlich Aufsehen gesorgt. Soweit ich weiß, gibt es in Luxemburg schon lange keine Kreuze mehr in Klassenzimmern. Zumindest in Musikschulen nicht. In meinem Klassenzimmer, in dem ich leidenschaftlich gern meine Schüler unterrichte, hängt allerdings ein schlichtes Kruzifix. Ich weiß, dass es nicht jedem gefällt, aber bisher hat niemand sich darüber beschwert.

Meine Klavierschüler und ihre Eltern dürfen es positiv sehen: wenn ich auf das Kreuz schaue (und das tue ich oft), werde ich an meine christlichen Grundwerte erinnert, und die sind auch beim Unterrichten, das einen großen Teil meiner Zeit ausfüllt, wichtig. Ich bekomme also bei jedem Blick aufs Kreuz einen neuen Motivationsschub, mich mit Hingabe meinen Schülern zu widmen und sie als ganze Menschen (nicht nur als „Schüler A, B, C“!) zu sehen. Ich weiß, Jesus ist da, auch im Klassenzimmer, und Er hilft mir, die richtigen Worte und das richtige Maß zu finden. Der Heiland segnet mich und meine Schüler. Folglich genießen meine Schüler dadurch einen besseren Unterricht, als wenn das Kreuz nicht dort hinge.

Das sind Gedanken, die vielleicht nicht jeder nachvollziehen kann, aber seid versichert: sie sind ernst gemeint - das Kreuz hat eine positive Ausstrahlung auf eine Schulklasse. Als Bürger eines christlichen Europas und eines christlichen Luxemburgs möchte ich weiterhin das Recht behalten, ein Kreuz in meinem Klassenzimmer zu haben. Sollte jemand sich daran stören, kann er es einfach wie den Kalender oder das Bild meiner Kinder an der Wand ignorieren.

Laut
Kruzifix-Umfrage auf „Die Presse.com“ scheint eine große Mehrheit eh für das Kreuz in Schulklassen zu sein. Wer sie noch nicht kennt, der mag die 12 Thesen für das Kreuz im öffentlichen Raum lesen (gefunden bei Europe4Christ):

1. Das Recht auf Religionsfreiheit kann nur seine Ausübung bedeuten – nicht die Freiheit von Konfrontation. Sinn der Religionsfreiheit ist es nicht, eine Gesellschaft zu schaffen, die religionsfrei ist.

2. Kreuze zu demontieren ist eine Verletzung auf derselben Ebene, wie es das Anbringen des Kreuzes für die Atheisten ist.

3.Die leere weiße Wand ist auch eine ideologische Aussage – vor allem dann, wenn sie vorher jahrhundertlang nicht leer war. Ein „wertneutraler“ Staat ist eine Fiktion, die oft propagandistisch benützt wird.

4. Ein angebliches Recht, nicht mit religiösen Inhalten konfrontiert zu werden, kann also nicht stärker sein als das Recht zur freien Religionsausübung.

5. Die Staaten, welche Europäische Menschenrechtskonvention unterzeichnet haben, verstanden unter dem „Recht auf Religionsfreiheit“ mit Sicherheit nicht eine „Freiheit von Religion“.

6. Juristen sprechen von der „slippery slope“ (Achtung Glatteis!): Wehret den Anfängen! Heute sind von dem Bildersturm Institutionen betroffen, morgen das Halsketterl außerhalb meiner Wohnung!

7. Statt religiöse Intoleranz zu bekämpfen, wird die Religion in Form ihrer Symbole bekämpft.

8. Man kann nicht politische Probleme bekämpfen, indem man die Religion bekämpft.

9. Antireligiöser Fundamentalismus macht sich zum Komplizen religiöser Fundamentalismen indem er sie durch Intoleranz provoziert.

10. Das Christentum drängt seiner Natur gemäß nach außen – es kann sich niemals als Privatsache abtun oder ins Ghetto sperren lassen!

11. Die betroffene Bevölkerung möchte mehrheitlich die Kreuze behalten! Es ist auch demokratiepolitisch problematisch, Einzelinteressen so eklatant den Vorrang einzuräumen.

12. Das Kreuz ist das Logo Europas. Es ist ein religiöses Symbol, aber doch wesentlich mehr als das.



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Rauchen ist langsames Erschießen…

Gefunden bei …auf dem Weg zur Kanzel:

Der Professor: „Ich habe euch letztens erzählt, dass sich der Philosoph am Ende seines Lebens erschossen hat. Ich muss mich korrigieren: Er hat das Rauchen angefangen und ist dann 6 Jahre später gestorben. Das ist ja fast wie erschießen, nur langsamer...“


Bin ich froh, dass ich nicht mehr rauche. Ich habe am 20. Oktober aufgehört. Noch nicht sehr lange also. Ich hatte allerdings auch erst 4 Wochen davor (wieder) angefangen. Alles in allem eigentlich ein ständiges hin und her in den letzten 2 Jahren. Das Problem mit dem Aufhören war, dass ich:

a. keinen Sport gemacht habe…
b. mir gesagt habe, ab und zu zum Vergnügen noch eine…

Bei dieser einen ist es nie geblieben. Also habe ich dieses Mal anders angesetzt:

a. ich mache Sport, und zwar mit großer Freude! Laufen macht dank ausgeklügelter iPhone-Programme noch mehr Spaß.
b. ich sage: NIE wieder eine Zigarette.

Und dabei bleibt es jetzt. Immerhin möchte ich nicht freiwillig mein Leben um einige Jahre verkürzen. Dafür lebe ich zu gerne und meine Familie soll ihren Papa/Schatz möglichst lange behalten! :)


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Posterous

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Ab sofort gibt es kleinere Updates über meinen Posterous-Blog Miniatures. Hätte ich diesen Dienst Anfang des Jahres gekannt, wäre dieser Blog vielleicht gleich dort gelandet. Alle Blogger-Novizen oder Leser mit Blog-Plänen: schaut euch Posterous an, bevor ihr über Blogger oder sonst einen Anbieter einen Blog einrichtet. Posterous hat ein genial simples Konzept: einfach den Text in eine Mail schreiben und an Posterous schicken. Auch Dateien und Fotos kann man wohl posten, ebenso Links und Videos mit dem Posterous-Bookmarklet. Neue Beiträge werden gleich getwittert/gefacebookt oder wie auch immer man es haben möchte. Tolle Sache.


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SoulWow!

Wer hat sie nicht schon mal gesehen, diese peinlichen Werbesendungen, in denen banale Produkte aufs Höchste angepriesen werden? Ein Priester aus den Vereinigten Staaten hat sich eine ziemlich coole Persiflage auf eine Werbung über das ultimative Reinigungstuch ausgedacht. SoulWow, die ultimative Reinigung für die Seele:



[via
Fallible Blogma]


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Zum 20. Todestag von Horowitz…

…zwei beeindruckende Videos mit dem Jahrhundertpianisten, der vor 20 Jahren an einem Herzinfarkt verstorben ist.

1. Alexander Skrjabin: Vers la flamme op. 72



2. Robert Schumann: „Träumerei“ aus den „Kinderszenen op. 15“




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Konzerte im November

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Ein kleiner Hinweis in eigener Sache – im November spiele ich zwei Konzerte, zu denen ich meine Leser, die nicht allzu weit weg wohnen, herzlich einladen möchte:

Am Mittwoch, den 11. November in Ettelbruck (L)… gibt’s mit dem Kammermusikensemble KMVL einen tollen Mozartabend mit Musik und Briefen (!) von Wolfgang Amadeus Mozart.

Am Dienstag, den 17. November… spiele ich (endlich mal wieder!) einen Soloklavierabend mit Werken von Bohuslav Martinů, Felix Mendelssohn-Bartholdy (der heute vor 162 Jahren gestorben ist) sowie meinen drei Balladen, die ich in den vergangenen Wochen in der MusicMonday-Rubrik vorgestellt habe. Das Konzert findet im Foyer Européen in Luxemburg statt.

Nähere Informationen gibt’s bei den
Terminen.


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Kinder und die heilige Messe

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Über Pater Recktenwalds Fundgrube kath.info bin ich auf das folgende starke Zitat gestoßen:

„Es ist einer der Hauptirrtümer zu glauben, dass es eigene Kinder- oder Familiengottesdienste geben müsse. Es gibt ja auch keine Kinderflugzeuge, Kinderstraßenbahnen und so weiter. Die Kinder können ganz normal am Glaubensleben der Eltern und Erwachsenen teilnehmen. Dadurch, dass man die Kinder ausgliedert und ihnen gleichsam Reservate zuweist, geschieht in Wirklichkeit eine verhängnisvolle Desintegration. Und dieses Problem begegnet uns besonders in Kinder- und Familiengottesdiensten. Ich plädiere daher dafür, dass Kindern die Messe erklärt wird und sie zusammen mit den Erwachsenen am Gottesdienst teilnehmen; sie sich genauso wie die Erwachsenen von der Heiligkeit Gottes berühren lassen. Auf diese Weise überwinden wir die Desintegration und erleben die Kontinuität der Geschichte Gottes mit seinem Volk. Wir haben denselben Gott für Kinder, Erwachsene und Alte. Liturgie und Pastoral dürfen nicht miteinander verwechselt werden. Die liturgischen Formen sind so reich, dass sie jeden ansprechen können.“

Prof. Dr. Albert Richenhagen, Professor für Musiktheorie an der Universität der Künste in Berlin, in einem sehr lesenswerten Interview mit Hinrich Bues in der Tagespost vom 10. Juli 2008.

Als Vater von zwei Kleinkindern mache ich mir öfter Gedanken über den sonntäglichen Messbesuch mit der Familie. Neulich machte jemand mir die Bemerkung, ich sollte meine Kinder doch lieber nur zu Kindergottesdiensten mitnehmen, da sie bei den Messen stören. Nun darf man nicht meinen, dass Antonio und Raphael durch die Kirche rennen oder die ganze Zeit plappern, brüllen, weinen. Nein - aber freilich sind kleine Kinder auch nicht eine ganze Messe lang still, es sei denn, sie schlafen friedlich, und das kommt ab einem gewissen Alter nicht mehr so oft vor.

Ich plädiere dafür, dass junge Familien den Messbesuch nicht säumen, nur weil sie meinen, ihre Kinder seien noch zu klein, oder schlimmer, die Kinder sollten nur in „Kindergottesdienste“ mitgenommen werden. Kinder entwickeln im frühesten Alter einen Sinn für das Heilige, und ich durfte oft erleben, wie die verschiedenen Abschnitte der Messe kleine Kinder tief beeindrucken. Ein Mönch erzählte mir mal, dass seine Berufung auch dadurch gewachsen sei, weil er von klein auf jede Woche mit in die heilige Messe
durfte. Genau: Kinder haben ein Recht auf die heilige Messe, und die Eltern haben die Pflicht, zumindest an Sonntagen einer Messe beizuwohnen, auch wenn die Andacht vielleicht nicht mehr ganz so groß ist wie ehemals ohne Kinder. Dafür sind die Gnaden nicht weniger gering.

Deshalb mein beherzter Zuruf an alle junge Familien mit Kleinkindern: geht zur heiligen Messe und lasst den Sonntagsgottesdienst zu einem zentralen Mittelpunkt für eure Familie werden! Jesus, Maria und Josef, erleuchtet uns, helfet uns, rettet uns!


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