MusicMonday: Bethlehem op. 8

Oje, seit einem Monat habe ich keinen MusicMonday-Beitrag mehr veröffentlicht, wie ich soeben feststellen musste. Wahrscheinlich werden diese Beiträge im kommenden Jahr auch nicht mehr wöchentlich, sondern alle 2-4 Wochen erscheinen. Sonst gehen mir irgendwann die Aufnahmen aus. ;-)

Beim Durchsuchen meines Archivs habe ich eine alte Komposition von mir gefunden, die gut in die Weihnachtsoktav passt:
Bethlehem op. 8, das ich in der Weihnachtszeit des Jahres 1998 geschrieben habe, wenn ich mich recht erinnere.

Die recht einfache, aber sehr innige Komposition besteht aus 3 Teilen. Im ersten Satz schauen wir verzückt auf das Christkind, das unsere Herzen erleuchtet und erwärmt. Im zweiten Teil sehen wir den Heiland mit den Augen der drei Weisen, während wir im letzten Satz die zärtliche Liebe hören, die die Muttergottes und der heilige Josef für das Jesuskind empfinden.

Bethlehem op. 8  by  davidianni

Update: Aufgrund von Internetproblemen konnte ich den Beitrag erst heute, an einem Dienstag, veröffentlichen. ;-)


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Miniatures der Woche (8)

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Zum Geburtstag von Victor Hely-Hutchinson

Ob Victor Hely-Hutchinson die Idee für seine berühmte Carol Symphony an seinem Geburtstag kam? Hely-Hutchinson wurde am zweiten Weihnachtstag des Jahres 1901 in Südafrika geboren. Im Alter von 25 Jahren komponierte er die Carol Symphony, eine Symphonie, in der er vier Weihnachtslieder musikalisch auf höchstem Niveau verarbeitet.

Hier ein Auszug aus dem dritten Satz, der „The First Noel“ zum Thema hat:


Eine schöne Aufnahme der Symphonie sowie ähnlich konzipierten Werken von anderen Komponisten gibt es bei Naxos.


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Frohe Weihnachten!

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Weihnachten

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glänzen, heilges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigts wie wunderbares Singen
O du gnadenreiche Zeit!

(Joseph Freiherr von Eichendorff)

XI. Weihnachten (aus „Eichendorff-Lieder op. 3“)  by  davidianni


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Weihnachtliches Ebay

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Seit meinem neunten Lebensjahr sammle ich CD's, vorrangig mit klassischer Musik. Ihr könnt euch vorstellen, wie viele davon in zwanzig Jahren so zusammengekommen sind. Ich habe sie nicht gezählt, schätze aber, dass es sich wohl um über 2.000 CD's handeln muss. Mittlerweile leide ich deswegen unter Platzmangel und habe entschieden, die CD's nach und nach über Ebay zu verkaufen. Da mein Anliegen nicht das große Geschäft ist, kommt es vor, dass ich stapelweise Musik fast verschenke.

So habe ich neulich eine Sammlung mit 14 Schumann-CD's um knapp 40 Euro angeboten. Nach drei Geboten ging die Sammlung für 45 Euro an eine Dame namens, hm, sagen wir Fuchs, um ihre Anonymität zu wahren. Leider war die Dame nicht so zufrieden und bemängelte, dass es 14 anstatt 15 CD's waren (wie ich versehentlich angegeben hatte) und dass mehrere CD's Kratzer aufweisen würden, und dabei hätte ich sie doch „in sehr gutem Zustand“ angeboten.

Gut, ich gebe zu, die CD's selbst habe ich mir nicht mehr so genau angeschaut, nachdem sie bei mir immer fehlerlos gelaufen sind und ich meinen vorsichtigen Umgang mit dem Medium CD ziemlich gut kenne. Allein eine Box von den vielen, die im Paket enthalten waren, kostet neu mehr als Frau Fuchs für alle zusammen gezahlt hat. Ich hätte also vermutet, dass sie sich riesig über so viele hervorragende Aufnahmen freuen würde. Nein, sie drohte mir mit entstehenden Anwalts- und Zivilprozesskosten.

Nun wusste ich allerdings nicht, was Frau Fuchs genau von mir wollte. Nach zwei oder drei Mailwechseln teilte sie mir dann ihre Bedingungen mit: entweder 20 Euro Preisnachlass oder ich überweise ihr das Geld, das sie gezahlt hat, plus 4 Euro Porto, damit sie sie zurückschicken kann. Nachdem ich ihrem Profil entnehmen hatte, dass sie über tausend Auktionen auf Ebay, scheinbar alle mit klassischer Musik, aufzuweisen hat, wurde mir klar, dass Frau Fuchs nicht klassische Musik liebt, sondern das Geld, das sie damit in ihrem „Nebenjob“ auf Ebay verdient.

Nun fing ich an, Mitleid zu bekommen. Muss das ein anstrengendes und tristes Leben sein, in dem man kurz vor Weihnachten wegen solcher Lappalien solch ein Theater macht! Wie durch ein Wunder blieb meine von mir erwartete Reaktion, nämlich ärgern und schimpfen, aus. Was auch gut war, schließlich war ich just an jenem Morgen zur Beichte. Ich bot Frau Fuchs an, ihr das Geld inklusive Porto und inklusive einem kleinen Weihnachtsgeschenk von 10 Euro zu überweisen (damit sich das Ganze doch noch ein klein wenig für sie lohne), und siehe da, es tat mir gar nicht weh. Im Gegenteil, die unnötige Wut blieb aus und ich fühlte mich frei.

Geben ist einfach seliger als nehmen. Ich habe das öfters - auch schmerzhaft - erfahren dürfen. Wenn jemand ungerechterweise fordert, hilft eine großzügige Erwiderung mehr als jeder erbitterte Kampf um Geld. Je nach Summe kann's natürlich schon weh tun, aber schaden tut sich der Unglückliche, der meint, durch Forderungen und Drohungen etwas Gutes für sich zu erreichen, am meisten selbst. Bei 50 Euro und ein paar wunderbaren Schumann-CD's fällt es nicht so schwer loszulassen. Da kann man Frau Fuchs sogar von Herzen ein glückliches Weihnachtsfest wünschen.

Je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr finde ich, dass ich ihr die CD's schenken sollte. Vielleicht macht es sie sogar ein bisschen froh. Mal abwarten, was sie schreibt. Seit meiner letzten Nachricht an sie habe ich nichts mehr von ihr gehört…


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Die etwas anderen Worte des Engels

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Mehrstündige Autofahrt. Nachdem wir Mozarts Zauberflöte mit den Kindern gehört haben, ist nun das Weihnachtsoratorium dran. Während des wunderbaren instrumentalen Pastorales der Hirten zu Beginn der zweiten Kantate erkläre ich Antonio, meinen ältesten, zweieinhalbjährigen Sohn, dass nun bald der Engel kommt und singen wird: „Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude! Denn heute ist…“ Die Fortsetzung „…euch der Heiland geboren“ spreche ich nicht aus. Da Antonio die Weihnachtsgeschichte mittlerweile sehr gut kennt, warte ich darauf, dass er die Verkündigung des Engels vollendet. Raphael, unser Kleiner, ist von Bachs wunderbarer Weihnachtsmusik bereits in den Schlaf gewogen worden.

Ich also: „Denn heute ist…“ - Antonio stolz: „…heute ist Montag!“ (ein Satz, den er wohl irgendwann aufgeschnappt hat). Ich: „Ja, aber heute ist…“ - Meine Frau: „Er hat recht, heute ist Montag.“ Martina und ich lachen. Antonio lacht herzlich mit, es ist ja schließlich schön, wenn Mama und Papa sich freuen, auch wenn man als Kind den genauen Grund nicht kennt.

Kinder haben einfach mehr Durchblick als Erwachsene. Gestern
war Montag. Und ein schöner dazu.

Herkunft des Bildes: Heiligenlexikon.de


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Miniatures der Woche (7)

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Pärts O-Antiphonen

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Seit Donnerstag werden die so genannten „O-Antiphonen“ in der abendlichen Vesper der Kirche gesungen. Diese besonders feierlichen Verse, die das Magnificat der Muttergottes umrahmen, wurden Ende der 80er Jahre vom estnischen Komponisten Arvo Pärt in deutscher Sprache vertont. Das Magnificat hat er zur gleichen Zeit auf Latein komponiert.

Ich kann mich dem Bann dieser schlichten und doch so großartigen Musik nie entziehen und werde bei jedem Hören aufs neue von Pärts eindringlicher Musiksprache ergriffen. Arvo Pärt hat die Gabe des Wesentlichen in der Musik errungen. Errungen, ja, denn in den Schoß ist sie ihm nicht gefallen, wenn man seine Biografie liest: Pärt hat sich wie die meisten Komponisten seiner Generation der seriellen Avantgarde angeschlossen, um schließlich festzustellen, dass dieser Weg bereits am Ende der Sackgasse angelangt war. Nach dem Eintritt in die russisch-orthodoxe Kirche und mehreren Jahren des Schweigens erwuchs in ihm ein neuer, sehr einfacher, aber höchst konzentrierter Stil, den er als „Tintinnabuli“ bezeichnete, und der seine Werke so unverkennbar macht.

„Tintinnabuli“ (lat.) bedeutet Glöckchen. Gemeint ist das „Klingeln“ des Dreiklangs, dessen drei Töne das ganze Stück über mittönen. Das Ziel dieses Stils ist eine Reduktion des Klangmaterials auf das absolut Wesentliche.

(Zitat Wikipedia)

Aber schauen wir weiter als auf die Person des Komponisten, nämlich auf die Botschaft seiner Kompositionen. Im Kern von Pärts Schaffen steht das Evangelium, die Frohe Botschaft unseres Erlösers Jesus Christus, der in den O-Antiphonen vielfältig umschrieben wird. So lautet der Text der heutigen Antiphon (20.12.):

O Schlüssel Davids, 
Zepter des Hauses Israel, 
du öffnest und niemand kann schließen,
du schließt, und keine Macht vermag zu öffnen:
o komm und öffne den Kerker der Finsternis
und die Fessel des Todes.





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Miniatures der Woche (6)

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Kanon zu Ehren der Unbefleckten Empfängnis

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Zu Ehren der unbefleckt empfangenen Jungfrau Maria ein dreistimmiger Kanon, den man aber prinzipiell auch bis zu 12-stimmig singen kann (Einsatz auf jeder Viertelpunktierten):

O Maria ohne Suende empfangen


Ich möchte auch auf die schöne Novene zur
Wunderbaren Medaille aufmerksam machen (Link zur Novene).

Sehr schöne, aber gleichzeitig preisgünstige Wunderbare Medaillen kann man beim
Fe-Medienverlag erwerben.

O Maria, ohne Sünde empfangen,
bitte für uns, die wir zur dir unsere Zuflucht nehmen!



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Miniatures der Woche (5)

posterous
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Don Johannes' neuer Film zum Priesterjahr

Die Überschrift passt nicht ganz, denn den Film gibt’s so noch nicht. Aber zumindest einen vielversprechenden Trailer seines neuen Filmprojektes zum Priesterjahr hat Kaplan Johannes Maria Schwarz bereits ins Netz gestellt:



Mehr Infos gibt’s auf
www.adsum2010.org, wo man den Film auch vorbestellen kann. In diesem Zusammenhang möchte ich auch auf die (neue?) Homepage des Vereins kathmedia hinweisen, der die Geniestreiche des Kaplans vom Triesenberg herausgibt.


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The Butterfly Circus



Ein wunderbarer Kurzfilm über die Hoffnung, den man gesehen haben sollte. Mehr Infos gibt’s in der Internet Movie Database. Die Homepage des Hauptdarstellers Nick Vujicic findet ihr hier.


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