Neue Clips von Don Johannes
- Zunächst möchte ich auf folgende Modekreation von Don Johannes hinweisen, die besonders die Priester unter meinen Bloglesern ansprechen wird. Mit der exklusiven Designer-Badehose aus dem Hause Birett Ballett bleibt der Priester auch beim Baden als solcher erkennbar:

- Passend zu Maria Himmelfahrt kam vor einigen Tagen das Virgin-Mary-Tribute in die Kinos… pardon, ins YouTube:
- Frisch aus den Her-Kablo-Studios erreichte uns in diesen Tagen auch ein Twitter-Clip, der uns daran erinnert, bei den vielen Twitter-Freunden und -Followern nicht aus den Augen zu verlieren, wem wir wirklich folgen wollen:
- Einen etwas privateren Einblick gewährt uns ein wunderbares Video über seine letzte Wandertour in den Alpen Italiens. Besonders interessant und unterhaltsam ist die kleine Exkursion in die Welt italienischer Wanderkarten bei Minute drei:
Wer immer über die neuen Clips des unangefochtenen Meisters der katholischen Internet-Videos informiert werden möchte, abonniere am besten den YouTube- und den Vimeo-Kanal von Don Johannes.
Update: Gerade nach Veröffentlichung dieses Beitrags noch gefunden: Transformers - The Catholic Version!
Dimitri Schostakowitsch zum 35. Todestag
Und hier dirigiert Antonio selbst (das Video war bereits vor einem guten Jahr in meinem Blog zu sehen):
Mutter Teresa über die Beichte

Das Sakrament der Versöhnung: „Alles, was du auf Erden lösen wirst, wird auch im Himmel gelöst sein“
Die Beichte ist ein großartiges Geschehen, ein Akt großer Liebe, nur hier können wir als Sünder, als Sündenbeladene hineingehen und herauskommen als Sünder, denen vergeben ist, als Sündenfreie.
Die Beichte ist niemals etwas anderes als in die Tat umgesetzte Demut. Wir nannten sie früher Bußsakrament; aber in Wahrheit handelt es sich um ein Sakrament der Liebe, um ein Sakrament der Versöhnung. Wenn sich eine Bresche auftut zwischen mir und Christus, wenn ein Riss durch meine Liebe geht, dann kann alles Mögliche diese Spalte auffüllen. Die Beichte ist der Zeitpunkt, wo ich Christus erlaube, alles von mir zu nehmen, was spaltet, alles was zerstört. Dass ich Sünder bin, muss mir bewusst sein. Die meisten von uns laufen Gefahr zu vergessen, dass wir Sünder sind und dass wir als solche in die Beichte gehen. Wir müssen uns an Gott wenden, um ihm zu sagen, wie tiefbetrübt wir sind über alles, was wir zu tun im Stande waren und was ihn verletzt hat.
Der Beichtstuhl ist kein Ort für banale Unterhaltung oder bloßes Gerede. Hier geht es nur um das Eine: um meine Sünden, meine Reue, meine Vergebung; darum, wie ich meiner Versuchungen Herr werden kann, wie ich Tugend in die Tat umsetzen kann und wie die Liebe zu Gott wachsen kann.
| Sel. Teresa von Kalkutta (1910-1997), Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe Es gibt keine größere Liebe 1997, p. 116 |
Die Zehn Gebote (Video)
via Johannes Maria Schwarz (dessen Vimeo-Kanal sehr zu empfehlen ist!)
Das Geheimnis liturgischer Erneuerung

Was empfehlen Sie den Jugendlichen, die neugierig auf die alte Messe sind?
Kardinal Antonio Cañizares Llovera: Die Jugendlichen müssen im Geist der Liturgie erzogen werden. Es wäre ein Fehler, sie auf die eine oder die andere Form in einer polemischen Weise festzulegen. Sie müssen an die Anbetung herangeführt werden und an den Geist des Mysteriums. Ihnen soll der Lobpreis und die Danksagung vermittelt werden – und das Ganze, was die liturgische Feier der Kirche durch die Zeiten ausgemacht hat.
Heute fehlt es den Jugendlichen vor allem an liturgischer Bildung – unabhängig von der Form, die sie besonders verteidigen. Das ist die große Herausforderung für die nahe Zukunft, auch für die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenlehre. Wir brauchen heute eine neue liturgische Bewegung, so wie es sie im 19. und 20. Jahrhundert gab. Dabei geht es nicht um die eine oder um die andere Form, sondern um die Liturgie als solche.
Und wie kann diese neue liturgische Bewegung Wirklichkeit werden?
Kardinal Antonio Cañizares Llovera: Wir brauchen eine neue Einführung in das Christentum. Auch für Kinder und für Jugendliche. Eine Einführung in die Liturgie besteht nicht nur darin, etwas über die Zelebration zu wissen, obwohl das natürlich unerlässlich im theologischen und doktrinellen Sinne ist. Jugendliche und Kinder sollen an sehr würdig gefeierten Liturgien teilnehmen, die ganz durchdrungen sind vom Mysterium Gottes und sich der Einzelne mit einbezogen weiß. Aktive Teilnahme bedeutet nicht, etwas zu machen, sondern in den Lobpreis und in die Stille einzutreten, in das Hören und auch in das Bittgebet und in all das, was Liturgie wirklich ausmacht. Solange das nicht geschieht, wird es keine liturgische Erneuerung geben. Wir müssen uns um hundertachtzig Grad drehen. Jugendpastoral soll ein Ort sein, an dem Begegnung mit dem lebendigen Christus in der Kirche stattfindet. Wo Jesus Christus als jemand von gestern erscheint, ist weder liturgische Bildung noch aktive Teilnahme möglich. Solange das Bewusstsein für den lebendigen Christus nicht wieder erwacht, wird nichts aus der so dringend notwendigen Erneuerung.
Aus persönlicher Erfahrung kann ich diese Aussagen nur bestätigen. Nur die Begegnung mit Priestern und jungen Menschen, die die heilige Messe mit großer Liebe und im Geist der Anbetung feierten, hat mir ermöglicht, die Schönheit der katholischen Kirche und ihrer wunderbaren Liturgie zu erkennen. Fußballmessen oder Kuschelmessen mit Lesungen aus dem „Kleinen Prinzen“ hätten mir den Blick auf das Wesentliche verwehrt.
Ich verstehe, dass viele Menschen heute nichts mehr mit der Kirche anfangen können oder gar negative Gefühle gegen sie hegen. Das liegt meiner Meinung jedoch daran, dass die meisten – um es mit Fulton Sheen zu sagen – nicht wissen, was sie eigentlich hassen, oder zumindest verabscheuen. Es tut mir oft in der Seele weh, wenn ich Menschen treffe, die noch ansatzweise an Gott glauben, jedoch überhaupt keinen Draht zur Kirche haben. Bevor ich zurück in die katholische Kirche gefunden habe, hätte ich mich trotz allem als tief religiösen Menschen bezeichnet – nein, „spirituell“ wäre damals wohl eher mein Ausdruck gewesen, um ja nicht in Verbindung mit der Kirche gebracht zu werden (noch davor war ich stolzer Atheist). Aber ich wusste gar nicht, wie weit meine Seele noch von Gott entfernt war – trotz Meditation, Mantra-singen und beten. Nicht dass ich mich jetzt „überlegen“ fühle, aber zufriedener und glücklicher fühle ich mich. Deshalb wundere ich mich auch nicht über den Radiobeitrag von heute morgen, bei dem ich zufällig erfuhr, dass religiöse Menschen statistisch gesehen die glücklicheren Menschen sind.
Die Liturgie der Kirche führt den gläubigen Menschen immer wieder auf das Wesentlichste im Leben zurück: auf die Liebe zu Gott und zu seinen Mitmenschen. Umso wichtiger ist es, dass die liturgische Zerrüttung der vergangenen 40 Jahre ein Ende nimmt und die Menschen allerorts das Recht auf eine schöne, angemessene und würdig gefeierte Liturgie zurückgeschenkt bekommen. Und das, so wage ich zu behaupten, regelt die Natur dank demographischer Gesetzmäßigkeiten von selbst.
Miniatures der Woche (13)
Altersfreigabe für die heilige Messe?

Nun war im vergangenen Monat eine Taufe, bei der die zahlreichen jungen Eltern unseres Dorfes ausnahmsweise auch mal erschienen, zusammen mit ihren Kindern, den vielen gleichaltrigen Gefährten unserer beiden Söhne. Welch eine Freude! In einer Kirche, in der die Mehrheit der Besucher, naja, sagen wir mal so, den größeren Teil ihres Lebens schon hinter sich hat, und in der oftmals eine gewisse Lethargie die Stimmung beherrscht, glucksten, kreischten und lachten nun die kleinen Wonneproppen. Natürlich kann man da nicht so meditativ beten (oder mit offenen Augen schlafen?), wie man es gewohnt ist, aber dafür mischen junge, lebensfreudige Kinderherzen verkrustete und leblose Strukturen wieder auf. Soll ich mich mehr über ein aufgewecktes Kind als über einen alten Menschen aufregen, der eine Verlautbarung des Priesters mit einem über Jahrzehnte eingeübten „Herr, erhöre uns“ beantwortet? Wohl kaum. Beides scheint mir seine Berechtigung zu haben, und über beides sollte man schmunzelnd hinwegsehen können.

Wie sehr sehne ich mich oftmals während des sonntäglichen Hochamts nach ein klein wenig Kindergeschrei, das die Feier der heiligen Messe „stört“. Es wäre ein Zeichen der Hoffnung, dass unsere Kirchen in 5 bis 10 Jahren nicht ganz leer sein werden, dass wir als gläubige Christengemeinschaft auch in Zukunft gemeinsam unseren Glauben feiern und den Segen Gottes für unser Leben erbitten werden. Ach, Herr, bitte lass uns mit deiner Hilfe den Altersdurchschnitt unserer Pfarrgemeinden drastisch senken; lass die verschiedenen Generationen, vom nuckelnden Baby bis zum zitternden Greis, gemeinsam in deinem Haus versammelt sein!
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Und hier könnt ihr hören, was ein Priester (von vielen) über dieses Thema denkt:
Aus einem Vortrag von P. Michael Luxbacher LC, der vor drei Jahren unseren kleinen Antonio getauft hat.